Da bei Madame Larousse heute Bildungswochen sind, durfte er nicht fehlen.
31. Januar 2009
Da bei Madame Larousse heute Bildungswochen sind, durfte er nicht fehlen.
30. Januar 2009
Projektwochen ITELL 2.0 – I tell you what to do and you just do it.
Ein bewährtes Prinzip nicht nur in der Pferdeerziehung. Zur Zeit habe ich keine Lust auf Diskussionen. Nicht mal über Dinge, die grundsätzlich diskussionswürdig wären. Obwohl sonst sehr ergebnisorientiert, ist es mir im Moment egal. Ich will nicht debattieren, diskutieren, argumentieren – just DO it.
Ich habe ohnehin beschlossen, zukünftig weniger zu reden, sondern zu handeln. Man hat ja auch nicht ewig Zeit.
27. Januar 2009
einen von diesen bunten Strafzetteln im mittleren Schmerzbereich.
Da bin ich EIN Mal nicht angeschnallt und schwupps, in der Abfahrtskurve von der Autobahn, zwei Kilometer vom sicheren Heimathafen stehen sie. Optisch zu Hunderten und ausgerechnet der mit diesen irritierenden hellblauen Augen muss dann angehetzt kommen.
„Guten Tag, junge Frau.“ das war grundsätzlich eine sehr clevere Ansprache, Baronin Münchhausen schaltet automatisch von eherner Protesthaltung auf Lenor frisch
„Allgemeine Verkehrskontrolle und Sie hatten keinen Sicherheitsgurt an.“ wieder dieser irritierende Blick, ich finde, das sind unlautere Mittel, ich kann mich nicht auf den Münchhausen-Teil konzentrieren
„Äh.. ja.. das… also…“ Eloquenz war gestern
„Führerschein und Fahrzeugpapiere bitte.“ Führerschein ging schnell, aber wo ist dieses Ding mit dem Ding jetzt *peinliches Gewühle*.. zerknitterte Kopie von der Reifeneinlagerung gefunden
Noch ehe er auf die Idee kommt, vielleicht auch noch nach dem Erste-Hilfe-Kasten, den AIDS-Handschuhen, dem Warndreieck und der letzten Grippeimpfung zu fragen, lege ich ein umfassendes Geständnis ab. Meine Hoffnung, dass er mich in Handschellen abführt und einem Verhör unterzieht, zerschlägt sich. Er will nur mein Geld. Zahle auf Rechnung bar und frage noch nach Skonto.
26. Januar 2009
GREETINGS
I am KENNETH MORRIS an attorney at law. A deceased client of mine, that shares the same last name as yours, who here in after shall be referred to as my client, died as the result of a heart-related condition on March 12th 2005. His heart condition was due to the death of all the members of his family in the tsunami disaster on the 26th December 2004 in
Sumatra Indonesia. http://en.wikipedia.org/wiki/2004_Indian_Ocean_earthquake i want you to recieve money on my behalf
I can be reached on (kennethlawfirm@yahoo.cn) for details.
Schon klar, normalerweise click ‘n trash aber da hatte ich heute keine Lust drauf. Der kam mir gerade recht, der Herr Morris….
Dear Mr Morris,
since I as your addressee, Jekylla, do not even have a last name, which your deceased client and I could possibly share, I find this matter incredibly disgusting. Thinking that mentioning this Indonesian tragedy would help your annoying and criminal attempt to sneak into my purse, gets you definitely on the wrong track here.
You better close this email account of yours as fast as you can, as I will provide your (fake) name and recent IP address and all details visible to me to the government of all countries involved.
I hope they get your honey-covered a** tied up on an ant-hill and let you and your criminal energy rot in hell.
Got my point?
No regards at all
Jekylla w.o. last name
25. Januar 2009

wissen es manchmal tatsächlich besser.
Und wenn es sich auch nur um gesunden Menschenverstand handelt. Aber manchmal behält man das Besserwissen dann doch für sich, weil ein Anbringen des Besserwissens nicht dazu führt, dass der Angesprochene es dann auch selbst besser weiß. Irgendwann wird er es dann auch besser wissen. Aber dann könnte es zu spät sein. Das nennt man „aus Schaden wird man klug“.
Dann kann man immer noch sagen, dass man das ja gleich besser gewusst hätte. Nur dass einem das dann keiner glaubt.
24. Januar 2009
Anlässlich der ersten europäischen Microblogging-Konferenz in Hamburg muss ich mal wieder was Anti-mainstreamiges loswerden.
Ich kann damit nichts anfangen. Ich blogge und ich twittere, aber ich würde mich nicht veranlasst sehen, das anderen vorzulesen. Oder tagelang drüber zu sprechen, warum Leute das tun etc etc. Ich mach es einfach. Bloggen. Kommentieren. Twittern.
Ich war auf einer einzigen Bloglesung, die war ganz witzig, aber das Beste daran war die PoetrySlammerin. Also kein gelesenes Blog. Ergo würde ich eher zu einem PoetrySlam gehen als zu einer weiteren Bloglesung.
Und der Sinn einer tagelangen Twitterkonferenz erschliesst sich mir auf der Grundlage, dass in der Kürze der 140 Zeichen die Würze des Dienstes liegt, nun auch wieder nicht. Ich will nicht wissen, wie ich „Werbung aus der Timeline rausfiltern“ kann oder wie ich „Hashtags kommerziell verwerten“ kann. Für mich ist twitter ein kurzweiliger Spaß und allein das Zuhören beim Stream lähmt meine Freude an dem Werkzeug deutlich, stelle ich fest. Die selbstreferentiellen A-Blogger sind zu selbstreferentiellen Twitterern geworden. Anbindung an facebook, friendfeed, identi.ca, xing, den Vatikan blabla – ich bin zu alt für diesen Shyce wahrscheinlich.
Ich geb gerade wirklich mein Bestes, aber ich bin immer noch… einfach nur gelangweilt.
Edit: Ich habs! Was mich daran stört!!! Ich bin nicht daran interessiert, den Dienst maximal und finanziell und socialnetworkig zu optimieren und zu vernetzen, bis er sich selbst dabei stranguliert, sondern an den Menschen, die den Dienst nutzen. Deswegen nervt mich das Gelaber über Twitteroptimierungskonferenzen. Zuviele tools und gadgets und wasweissich dämpfen den eigentlichen Zweck. Aber mit der Meinung bin ich wohl allein unter Twitterern
Aber der Lichtsaal der StaBi ist schon schön
24. Januar 2009
you fit into me
like a hook into an eyea fish hook
an open eye
by Margaret Atwood
22. Januar 2009
Hatte gerade ein extrem lukratives Jobangebot im Nebenberuf „Pressearbeit“. Gigantisches Honorar. Spesen. Ausland. Sechs Tage. Und habe es abgelehnt. Aus Prinzip. Weil der Gegenstand der Berichterstattung komplett mit meiner Meinung darüber kollidiert. Deswegen ist das ja auch nur ein Nebenberuf, hauptberuflich würde ich damit verhungern, weil ich nicht schreiben kann, was ich nicht auch denke. Also Dinge schönschreiben, wenn sie in Wahrheit schlecht sind. Grottenschlecht. Nur weil der Besteller gewissen „Content“ erwartet. Wes Brot ich ess, des Lied ich sing. Ist nichts für mich. War es nie, wird es nie sein.
Hatte früher einen Chefredakteur, der das immer unterstützt hat und mir auch bei Gegenwind den Rücken gestärkt hat. Da war kontrovers und kritisch möglich. Bei diesem Event nicht. Und ich hätte Sektgläser und Würfel gekübelt und mir beim Tippen die Finger gebrochen und es wäre nicht mal was Gescheites dabei rausgekommen. Rede ich mir jetzt ein.
Und selbst wenn, egal. Das Prinzipienreiten kann ich mir in dieser Höhe eigentlich nicht leisten, aber ich habs einfach gemacht. Und fühl mich gut dabei. Und werde ab jetzt schlichtweg vergessen, dass es das Angebot jemals gab.
21. Januar 2009

Sage ich ihr heute natürlich auch noch persönlich, allerdings nur per Telefon, weil Muddi mal wieder aushäusig, sogar ausländig unterwegs ist. Der Beschluss, diesmal keine grosse Party zu feiern, sondern eine essspanische Sssonneninsel zu besuchen, kam spontan. Wie Muddi eben so ist. Diesmal sogar sehr langweilig fest gebucht und nicht Standby, das nimmt zwar ein bißchen den Nervenkitzel, aber in dem Alter kann man auch mal ohne.
Muddi ist einfach klasse. Nach dem Tod meines Vaters vor zehn Jahren wuppt sie alles alleine, was ich ihr nie zugetraut hätte, denn zu Vaters Lebzeiten hat er sich um alles gekümmert. Man konnte den Verdacht haben, dass sie alleine nicht zurechtkommen würde. Weit gefehlt. Wenn sie muss, kann Muddi alles. Dabei kann ich die Tage an zwei Händen abzählen, an denen sie schlecht drauf ist. Wo andere froh sind, wenn sie ihre Mütter maximal am Muttertag, am Geburtstag und an Weihnachten sehen, bin ich gerne mit ihr unterwegs. Die gemeinsamen Urlaube waren bisher immer großartig, wobei ich sagen muss, dass sie bei afrikanischer Hitze eindeutig die bessere Partykondition hat, vor hawaiianischen Riff-Haien weniger Angst als ich und kein Problem mit nächtlichen U-Bahn-Fahrten in New York hat. Nun könnte man meinen, Muddi wäre dann eher eine Freundin als der Muttertyp, aber das stimmt so auch nicht. Muddi ist alles das. Eine tolle Frau, eine hundertprozentige Vertraute, eine Freundin – und meine Muddi.
Standards waren auch noch nie ihr Ding, wenn jemand Verständnis für meine zuweilen irritierend anmutenden Unternehmungen hat, dann sie. Noch bloggt sie nicht selbst, aber sie findet es … faszinierend. Sie probiert ohnehin immer alles aus. Fährt Jetski und paraglidet, saß das erste Mal auf Hawaii auf einem Pferd, fragt bei 230 km/h „kann der schneller?“, ist eine prima Sozia auf dem Krad, fällt in Dresden in der Semper-Oper die Freitreppe hinunter und bricht sich den Arm, verpasst aber deswegen nicht den letzten Akt, geht in Amerika als Standby unterwegs verloren und schlägt sich zwei Tage alleine durch, ist ein Linksspur-Drängler, ist völlig vorurteilsfrei und immer offen für Neues. Dreimal die Woche ins Fitness-Studio, unzählige Freunde, Wandergruppe, Theater, Konzert – Muddi ist alles andere als die klassische Rentnerin, das steht fest. Und dass es manchmal logistisch eine echte Herausforderung ist, einen „Tochter-Termin“ zu bekommen. Aber wenn ich sie brauche, ist sie da.
Ich kann nur hoffen, dass ich ein paar von den guten Genen erwischt habe von Muddi, weil SO kann man dann wirklich beruhigt älter werden. Man merkt es ja gar nicht. Oder es ist einem egal. Muddi ist der beste Beweis für die Theorie „man ist so alt, wie man sich fühlt“. Also eben nicht.
Von hier aus wünsche ich der großartigsten Mutter überhaupt -abgesehen vielleicht von Ihrer- einen tollen Geburtstag in der Sonne und freue mich schon auf das verspätete Geburtstagsessen. Vielleicht im Rahmen eines Wellnessweekends in… Amsterdam. Da wollten wir schon immer mal hin übers Wochenende. Natürlich wegen der Grachten und so
20. Januar 2009

und ich kann von drinnen den Himmel über mir sehen.