Februar 2009


führen zum Synapsenjojo oder Sie wissen, es wird ernst, wenn Sie

-während Sie telefonieren, eine halbe Stunde in der Wohnung umherirren auf der Suche nach Ihrem Handy. Mit dem Sie gerade telefonieren.

-verzweifelt Ihre Sonnenbrille suchen, sämtliche Handtaschen -und davon hat Frau viele- von unten nach oben kehren, Mäntel und Jacken durchsuchen und sich währenddessen keinen Moment lang wundern, warum es in der Wohnung so dunkel ist.

Wie man bei Erik lernen kann, können die richtigen Aminosäuren für klaren Kopf sorgen. Der Umkehrschluss ist leicht…

Könnte natürlich sein, dass ich einfach mal sowas wie … Urlaub gebrauchen könnte? Also die Sorte, in der man mehrere (!) Tage lang nichts tut, an nichts denken muss und einfach nur abhängt?
Bis dahin werden leider noch so knapp drei Monate vergehen. Ich kann nur hoffen, das wird nicht schlimmer.

Wovon sprach ich gerade???

aus der beliebten Serie heute:

Alles kommt zu dem, der warten kann

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Nein, es ist keine meiner Weisheiten, es ist die meiner Großmutter. Die allumfassende Warnung vor Schnellschüssen nach Buscadero-Art aus der Hüfte. Ich pflege diesen Ratschlag üblicherweise zu beherzigen, zumindest im beruflichen Bereich gelingt mir das sehr gut.

Nachdem ich im „War amongst the Chicken“ (frei nach Linton Kwesi Johnson) am Freitag gleich zwei Zähler verbuchen konnte, ohne mich selbst dafür sonderlich zu bemühen, geht es heute gleich weiter. Huhn No.1 ist an VogelGrippe erkrankt, Huhn No. 2 sucht sofort Anschluss, muß den Versuch aber jäh abbrechen, weil Riesenbock geschossen. Ihren Leitsatz „Les idiots, ce sont les autres“ kann sie heute jedenfalls knicken.

Wissen Sie, ich bevorzuge ja die Technik des lautlosen Angriffs, eben einen, den man als solchen nicht gleich erkennt. Idealerweise durchgeführt von jemand anderem, der sich Tatsache nicht bewusst ist, als „verdeckte Waffe“ in Gebrauch zu sein. Das macht viel mehr Spass, als sich in Grabenkriege ziehen zu lassen, die ja scheußlicherweise auch manchmal niveauunterschreitenden Charakter annehmen könnten. Je nach Kombattanten jedenfalls.

Einen sehr netten Abend hatte ich übrigens letzte Woche, als ich auf Einladung des Leiters einer der von mir betreuten Firmen nicht nur ein äusserst üppiges Mahl bei einem extrem guten Italiener zu mir nehmen durfte im Kreise von ausgesprochen netten Kollegen, sondern auch nach langer Zeit mal wieder ein Museum besucht habe, inklusive Führung.

Ich gebe unumwunden zu, dass ich auf diesen Teil des Abends gar nicht so viel Lust hatte, war allerdings überrascht, dass die charmante und sehr sachverständige Führung (Liebermann, Beckmann und Monet. Das 19. und 20. Jahrhundert im Städel) im Städel Museum in Frankfurt kurzweilig und faszinierend war. Bei den Impressionisten kann ich mich aber trotz Lobpreisung anderer vor allem für Monet begeistern, aber dieses hier, das Seine-Ufer im Herbst von Albert Sisley

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hat mir auch sehr gefallen.

Und ich habe herausgefunden, dass das Bildnis von Goethe in der Campagna von Tischbein zwei markante Fehler aufweist. Kennen Sie sie? Oder ERkennen Sie sie? OHNE Wikipedia zu Hilfe zu nehmen?

Der Italiener war übrigens Gennaros, kann ich nur wärmstens empfehlen. Vor allem, wenn Sie dazu eingeladen werden, denn so wirklich preiswert war das nicht. Aber lecker. Was den wochenendlichen Trend zum Nichtessen ausreichend erklärt.

…kann mich auch mal.

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05.45 Uhr heute morgen -genauso wie vor ca. 4 Monaten- Toilette blockiert. Wasser läuft nicht ab. Technische Daten: Dachwohnung, nachträglich installierte Sanitäranlagen, wahrscheinlich Marke „Du, Freund, das mach ich für umme für Dich am Wochenende“. Trotz des ausdauernden Versuches meinerseits, durch Aufdrehen sämtlicher Wasserquellen das Ding wieder zu fluten (was der letzte Notdienst erfolgreich getan hat)- nichts.

08:15 Uhr In der Firma sanitären Notfallurlaub genommen, Sanitärdienst angerufen. Noch sieht das alles nach Arbeit für ne habe Stunde aus. Aktion Rohrfrei, Rest des Tages ich frei.

09:20 Uhr Es kommt netter Mann mit reichlich Werkzeug. Eine Spirale mit Dreizackaufsatz ähnlich wie diese,

rohrreinigungsspirale_2_fcm

wird mittels einer ohrenbetäubenden Maschine ins Rohr gestoßen. Also mehrere davon. Viele Meter davon. Also mehrere 5 Meter lange Spiralen. Nachdem er die dritte drin hat und sicherlich das Fallrohr längst erreicht hat, ohne auf eine Blockade gestoßen zu sein, nächstes Problem. Spirale klemmt im Rohr, lässt sich nicht wieder rausholen.

10:20 Uhr Anruf in der Firma. Halbe Stunde später erscheinen zwei weitere Installateure. Vom Wohnzimmer aus höre ich *murmelmurmelkeinGefälle90Gradwinkelwas istdasfüreineShyceInstallation“*.
Ich sage Ihnen, wenn drei Handwerker mit ratlosem Unterton murmeln, wird Ihnen nicht besser. Abgesehen davon, dass die mittlerweile vier Kaffee gerne wieder in Freiheit wären.

11:20 Uhr Eine weitere halbe Stunde später ist die Spirale wieder draussen, blitzsauber, aber der Abfluss geht immer noch nicht. Es wird eine Kamera eingeführt. Das Wasser schiesst nicht durchs Rohr, sondern aufgrund der vielen 90 Grad Winkel ist es eher ein gemütliches Plätschern. Nicht gut. Neuer Versuch mit Spirale, diesmal mit dem Aufatz „Dreizack“. Wenigstens kommt die dann mitsamt ihrer 15 Meter wieder zurück.
Dann eine Kamera eingeführt und das Ganze mal von innen betrachtet. Da ist eigentlich nichts, außer einem Gegengefälle. Was bei Abflussrohren komplett kontraproduktiv ist, hab ich gelernt. Das ist ja schon mal schlecht.

12:30 Uhr Noch weniger gut ist das, was sie mit der Kamera noch entdecken: ein Loch im Abflussrohr, verursacht vom Spiralen Aufsatz Marke „Dreizack“ bei dem Versuch, um die bescheuerten Ecken rumzukommen.
Nächster Anruf in der Firma, jetzt kommt der Chef.

13:05 Uhr Jetzt wäre es also komplett fatal, irgendwo Wasser laufen zu lassen, weil dieses Wasser ungebremst beim Nachbarn in die Wände sickern würde. Ich sehe mich Koffer packen und ausziehen. Vermieter übrigens telefonisch nicht zu erreichen. Wenn Sie glauben, es geht nicht schlimmer, warten Sie ab.

13:25 Uhr Das Loch im Abflussrohr ist nicht irgendwo an einer relativ gut zugänglichen Stelle, sondern hinter der Wand. Und zwar hinter der Wand, wo davor was steht? Die BADEWANNE!
Was nun wieder bedeutet, dass man die Seitenwand der Wanne aufstemmt, die Wand aufstemmt, dann dem Verlauf des Rohres etwa einen halben Meter in die Tiefe folgt und feststellt, dass man das Loch nur provisorisch flicken kann, weil man erst richtig dran kommt, wenn die Badewanne was ist? Komplett abgebaut. Dazu natürlich die fünf Meter Rohrlauf bis zum Fallrohr aufstemmen, Fliesen abschlagen, Rohr neu verlegen, das Ganze wieder zumachen, neu verfliesen -sofern die Fliesen noch erhältlich sind- summa summarum so um die 2.500 Euro. Das Loch flicken sie natürlich umsonst, haben sie ja auch gemacht.
Erwähnte ich, dass ich mittlerweile erfahren habe, dass der Vermieter bis Sonntag in Urlaub ist?

13:45 Uhr Chef geht wieder, die zwei Übriggebliebenen stemmen dann mal auf.

Das ist der Moment, in dem ich mich entschliesse, in den Stall zu fahren und so zu tun, als ob alles ok wäre. Die beiden Installateure beginnen mit der Teilverwüstung meines Bades.

14:10 Uhr Inzwischen finde ich ein komplett vollgeregnetes Pferd mit undichter Regendecke, Ersatz liegt bei Muddi im Keller, hatte ich noch keine Zeit zu holen nach dem Umzug. Also ab zu Muddi, Decke holen, wieder zurück in den Stall, das Pferd bespaßen, etwas runterkommen (was wegen dortiger Vorkommnisse auch nicht geglückt ist, aber das ist eine andere Geschichte) und nach zwei Stunden wieder zurück in die Wohnung.

16:15 Uhr Mittlerweile ist die Wanne teilfreigelegt, wie da die tote Maus hinkommt -ein Überbleibsel der Mäusevernichtungsaktion, Sie erinnern sich?- kann sich auch keiner erklären, interessiert auch nicht weiter. Die nächste schlechte Nachricht ist, dass eventuell noch mehr Rohr weiter unten auch kaputt sein könnte, was aber nicht mehr mein Problem, sondern dass der Unter-Mieter werden würde. Das können sie aber auch erst mit der Kamera sehen, wenn die Wanne weg ist.
Sinnvoll wäre jetzt also, das OK des Vermieters zur Rohrsanierung ab Toilette zu haben, damit das und die Reparatur des Spiralenlochs in einem Aufwasch gehen. Was nicht geht, der ist ja in Urlaub, laut seines Geschäftspartners, den ich dann erreiche. Er will versuchen, ihn am Urlaubsort zu erreichen.

17:00 Uhr Provisorisch ist jetzt alles mittlerweile wieder dicht -so weit man das wissen kann- und die Toilette flusht wieder halbherzig, also benutzbar. Erstmal.

17:30 Uhr Ich für meinen Teil bin jetzt komplett durch den Wind und zu erschöpft, um noch hysterisch zu werden. Das überlasse ich lieber dem netten jungen Vermieterehepaar, wenn es vom Kompagnon des Vermieterehemanns erfährt, dass es direkt nach Rückkehr aus dem Urlaub mal drei Grand oder so flüssig machen darf.

Ich werde jetzt meinen Koffer für morgen packen, nach einem halben Arbeitstag in das Flugzeug nach Hamburg steigen und wenn die am Sonntag gegen Greuther Fürth verlieren, dann, Herrschaften, hab ich RICHTIG schlechte Laune, denn das was ich jetzt habe, ist halbschlechte Laune. Wobei die schon schlecht genug ist. Dass meine Spülmaschine seit zwei Tagen leckt, ist mittlerweile eine Marginalie geworden. Was solls, wenigstens läuft da das Wasser problemlos. Pfffft.

Das war der Tragödie erster Teil, warten Sie mal, wenn die zur Sanierung kommen, DAS wird ein Spaß!

Und BITTE keine Scherze über drei Kerle, die bei mir ein Rohr verlegen wollen, die habe ich alle heute schon gehört!

Nachdem mein kleiner ipod den Geist aufgegeben hat, dachte ich, ich gönn mir mal was. den iPod touch 8GB. Reicht mir ja völlig. Und das Installieren von iTunes war iGentlich auch kein Problem. Nur das Konfigurieren des Inet-Zugangs bringt mich mittlerweile an den Rand des Wahnsinns. Von dem ich bekanntlich ohnehin nie sehr weit weg bin.

Ich habe diesen komischen WEP-Schlüssel eingegeben und er kriegt auch Verbindung mit meinem Alitsche-WLAN-Dingens, aber das war es dann auch schon. Nix Verbindung sonstwohin.
Selbstverständlich habe ich schon im Inet nach Leidensgenossen gesucht und es gibt derer viele. SEHR viele. Aber mit den Lösungsvorschlägen der Cracks bin ich irgendwie nicht weitergekommen.

Erwähnte ich, dass ich sehr schnell sehr genervt bin, wenn etwas nicht gleich funktioniert? Dass ich schon ganze Nächte in irrer Hysterie verbracht habe, bis irgendwas funktioniert hat? Das werde ich diesmal nicht zulassen. Ich denke einfach in Ruhe drüber nach, ob ich wirklich diese Funktion nutzen muss oder ob ich einfach bloss Musik höre.

ARRRRRRGH!!!

nämlich entspannt, relaxed, kurzweilig, angenehm mit vielen Ruheoasen. So muss das.

Übrigens, wussten Sie schon, dass Martini Prosecco auch bei etwas übermässigem Genuß (der bei mir allerdings schon beim zweiten Glas beginnt) keinerlei negative Folgen hat?

Und dass der Anblick einer Wasserlache unter der Spülmaschine keiner von den guten ist?

Und dass mein neues Illuminationselement wirklich sehr schönes Licht macht? Ich bin ja Leuchtenfanatiker, alleine für meine Beleuchtungsideen und -wünsche bräuchte ich eine doppelt so große Wohnung, ich sag nur „Ideen im Baumarkt“.

Und der sterbende Schwan Benjamini ist wieder gesund, nachdem ich den Hinweisen vereinzelter wissender Leser gefolgt bin und die Wasserzufuhr rigoros gekürzt habe. Danke! :-)

Außerdem kommt da noch so Einiges. Ich weiß zwar noch nicht genau was, aber ich spür es ganz deutlich!