Wo soll ich bloss anfangen? Seit fast vier Wochen kein Blogbeitrag, so lange kann mich normalerweise nicht mal ein Herzkasper vom Bloggen abhalten.
Andererseits, viel passiert.
Sanitärkollaps
Mittlerweile befinden sich die Reparatur- und Umbaumaßnahmen in der Endphase, das stylische Baustellenflair –nach Christo-Art alles abgedeckt und nur schwer zugänglich- geht mir auch verschärft auf nicht vorhandene Nüsse mittlerweile. Aber alles soweit sehr schön geworden. Wobei es das vorher ja auch war. Nur eben fehlerbehaftet. Schade, so ein peinliches Sixties-Badezimmer mit den blassbraunen oder gelben Kacheln, was danach aussieht wie eine Million Dollar, birgt irgendwie mehr Freupotential als ein Badezimmer, was quasi danach aussieht wie davor. Egal, musste ja.
Bloggeburtstag
Am 05.03.2009 war außer einem anderen Geburtstag auch mein dritter Bloggeburtstag. Seit 5. März 2006 habe ich jetzt 1.015 Posts samt Kommentare in die Welt getrötet auf diesem Blog, eine Umzug von twoday nach wordpress hinter mich gebracht und habe immer noch Spaß dran. Happy Birthday to me also.
Anderer Geburtstag
Da war ich auf der Suche nach dem besonderen Geschenk und hatte eine –unbescheiden ausgedrückt- geniale Idee. Es sollte zu einem besonderen runden Geburtstag ein Geschenk sein, das irgendwie persönlich sein sollte, aber auch mit dem FC St. Pauli zu tun haben musste. Und da fiel mir ein, dass es da diesen Comiczeichner Ulf Harten gibt, dessen Zeichnungen ich LIEBE, eine Ausstellung von ihm ist in der neuen Südtribüne zu finden. Und der Ulf Harten hat sich sofort bereiterklärt, meinen Kombinationswunsch zu erfüllen und hat was Großartiges gemacht. Dazu später mehr. Mehr dazu hier.
Auf jeden Fall, wenn ich dem Beschenkten Glauben schenken darf und das mach ich jetzt einfach mal, war es ein voller Erfolg, was mich ebenso freut. Das Treffen mit Ulf war übrigens auch extrem nett, er wird jetzt einer meiner Teilzeit-Dauerkarten-Sitter, wenn ich mal nicht kann, wie ich will.
Essen gehen mal anders
Da gibt es dieses brasilianische Restaurant in Hamburg. Panthera Rodizio. Also, ich kann nur sagen: alle hin da!
Tolle Atmosphäre, man hat das Gefühl, wenn man aus der Tür kommt, dass man eigentlich in tropische Temperaturen und in Strandnähe sein müsste, das Essen ist fantastisch und Leute laufen da rum… am Nebentisch saß Juan Carlos Gomez, der am 21.3. auf Vitali Klitschko trifft. Wie genau er ihn trifft, werde ich mir sicher ansehen, denn das scheint ein ganz netter Typ zu sein, sympathisches Lachen, keine Berührungsängste –wäre bei einem Boxer auch grundfalsch, stimmt. Der kleine Herr Diego von Werder Bremen war ohne Sarah Connor da, was kein Verlust war und sicher auch in Anwesenheit seiner brasilianischen Freundin auch taktisch unklug gewesen wäre. Nein, ich habe KEINE Autogramme erbettelt und ich habe KEINE Fotos gemacht. Ist nicht so meins. Das letzte Autogramm, das ich wollte, war eins vom Bemblkönig Heinz Schenk, da war ich sechs Jahre alt und der wohnte im Kaff nebenan und hat keins rausgerückt. Meine Zukunft als Autogrammjägerin war just in diesem Moment beendet.
Die Mutter aller Spiele
Da ich weder das Weltpokalsiegerbesiegerspiel noch das Aufstiegsspiel in die 1. Liga noch das Aufstiegsspiel in die 2. Liga selbst gesehen hat, war das Spiel gegen Hansa Rostock am Freitag meine persönliche emotionale Vollverausgabung. Meine Güte, ohne Medikamente hätte das sys- wie diastolisch auch mein letztes Spiel sein können, ich bin immer noch völlig beseelt. Wen es interessiert, hier der ausführlichere Bericht.
Dank Herrn Markus, der natürlich nicht nur einfach auch da war, sondern seiner Rolle als Glücksbringer wieder komplett gerecht geworden ist, war das einer der besten Fußballmomente meines Lebens, da kommt so schnell nichts mit, das steht fest.
Geriatric Sports?
Und ich habe eine neue Sportart für mich entdeckt. Nein, nicht anstatt irgendwas anderes, sondern noch. Ich hatte einen Schnuppergolfkurs in der Golf-Lounge Hamburg, das war ein Geschenk, dem ich mit gewissen Befürchtungen, nämlich beim Abschlag entweder nichts zu treffen oder splitterbombentiefe Löcher in die Auslegware zu schlagen, entgegengesehen hatte. Aber egal, hin da und dann wurde eineinhalb Stunden geputtet und abgeschlagen und ich sage Ihnen, soooo gemütlich, wie man glaubt, ist das überhaupt nicht! Ok, das Putten schon, aber nach nicht nur gefühlt mindestens 50 Abschlägen hatte ich Hand, Rücken, Arm und Spaß. Und ich bin unbescheiden wie immer der Ansicht, dass das nicht ganz schlecht war. Sagte auch der Golflehrer, aber das muss er auch, sie wollen ja nicht nur Schnupperkunden, sondern feste. Was bei mir ein bisschen problematisch wäre, aber ich wollte ihn auch nicht demotivieren.
Was auch problematisch ist, dass mir das auch noch Spaß gemacht hat. Angesichts der Preise der hiesigen Golfclubs allerdings etwas, was ein bisschen außerhalb meines Wollens und auch Könnens liegt, aber ich will das auf jeden Fall wieder machen. Irgendwas fällt mir auch noch dazu ein. Sicher.
Dann wäre da noch die kurzfristige Sorge um einen mir sehr liebwerten Blogger, der in der gleichen Straße wohnt wie das zusammengestürzte Stadtarchiv, ein schneller Blick in map24 hat mich noch vor den entwarnenden Twittermeldungen beruhigt.
Dann wäre da noch mein Pferd, was sich als absolut fahnenschwenktauglich erwiesen hat nach der Generalprobe, ich sollte mal fragen, wann ich dann zu „Hell´s Bells“ einreiten darf. Seltsam, dass während der Testeinheit weit und breit niemand anders zu sehen war, obwohl der Stall zu dieser Tageszeit sehr gut besucht war… *hrhr
Dann wären da noch diverse Emails, die der Beantwortung harren und zwar dringend, diverse To-do-Listen, die der Abarbeitung harren, diverse Blogkommentare, die der Kommentierung bedürfen, diverse Blogs, die noch besucht werden müssen.
Und ich werde das Gefühl nicht los, dass ich irgendwas vergessen habe….