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A beautiful mind

9. Juni 2006

jekylla_beautifulmind
John Forbes Nash
geb. 13.6.1928 in Bluefield, West Virginia, USA
Beruf: Mathematiker
John F. Nash ist einer der bedeutendsten Mathematiker der 20. Jahrhunderts, bereits mit 20 Jahren schreibt Nash Arbeiten, die sich als Revolution für das wirtschaftliche und soziale Leben erweisen. Trotz seiner Erkrankung an Schizophrenie schafft es Nash wieder zu arbeiten. Für seine Arbeiten wird er 1994 mit dem Nobelpreis ausgezeichnet.

Obgleich Nash mit einigen Frauen (auch mit seiner damaligen Frau) zwei Kinder zeugte, scheint es erwiesen, dass er mit Männern sexuellen Kontakt hatte, was ihn 1954 seinen Job kostete.

Der Film “A Beautiful Mind” (2001), eine Biografie John Nashs, gerät in den Fokus der Kritik, weil er Nashs Beziehungen zu Männern komplett verschweigt und das romantische Bild einer liebevollen Beziehung zu seiner Ehefrau Alicia zeichnet.

1948 Abschluss mit BA und MA in Mathematik an der Universität Princeton
1950 Nash erhält den Doktor für die Thesen der “nicht-kooperative Spiele”
1951 Berufung ans M.I.T. als “C.L.E. Moore Instructor”
1954 Arbeit bei der RAND Corporation; dort wird er wenig später entlassen, nachdem er von der Polizei wegen homosexueller Handlungen verhaftet wurde
1957 Nash heiratet Alicia Larde, eine seiner Studentinnen am M.I.T.
1959 Erkrankung an Schizophrenie; Nash dankt am M.I.T. ab; es folgen zahlreiche, schmerzhafte Behandlungen an diversen Kliniken
1963 Alicia Larde lässt sich scheiden
1970 Langsame Rückkehr in die wissenschaftliche Arbeit
1994 Auszeichnung mit dem Nobel-Preis für Wirtschaftswissenschaften

Im Jahre 2001 eroberte ein Film die Kinocharts, welcher, mit vier Oscars prämiert, über das Leben eines amerikanischen Mathematikers erzählt, der 1994 den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften gemeinsam mit Selden und Harshaniy erhielt. John Forbes Nash ersann in seinen Jugendjahren zu Beginn seiner lebenslang währenden Schizophrenie einen Gleichgewichtszustand, der fortan unter der Bezeichnung Nash-Gleichgewicht weltweite Anerkennung und Anwendung fand

Nash erkannte, dass die Lehre von Adam Smith, dass man das beste Resultat dann erzielt, wenn jeder in der Gruppe das tut, was für ihn am besten ist, erweitert werden muss darum, dass jeder in der Gruppe das tut, was für ihn am besten ist und für die Gruppe. Das bedeutet nichts anderes, als dass jedes Gruppenmitglied auf der Suche nach seinem persönlichen maximalen Nutzen sich darüber im Klaren ist, dass alle anderen genau dasselbe tun und sich dabei bewusst sind, dass alle anderen ihren persönlichen Nutzen maximieren und dabei wissen, dass der andere dies unter derselben Prämisse auch tut und so weiter und so fort in unendlicher Folge; also antizipieren Verhandlungsgegner das Verhalten des anderen aufgrund ihres eigenen Verhaltens. Diese Erkenntnis geht in der Spieltheorie auch deutlich aus dem Gefangenendilemma hervor, dessen Lösung ein Nash-Gleichgewicht ist.

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