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If I could turn back time

22. Februar 2007

jekylla_burningclocks
Burning of the clocks

was dann? Würde ich etwas ändern wollen? Anders machen? Gar nicht machen? Wenn ich die Gelegenheit hätte -so wie beim Murmeltiertag- einen Tag oder eine Woche oder ein Jahr nochmal zu erleben mit der Möglichkeit, diesmal alles „richtiger“ zu machen, würde ich das tun? Oder käme letztlich doch alles wieder genauso, wie es gekommen ist?

Vieles hätte ich sicher nicht machen sollen, dem gesunden Menschenverstand folgend. Doch den hatte ich ja damals auch schon und habe ihn nicht benutzt. Alles anders machen wollen impliziert ja, alles falsch gemacht zu haben. Dieses Gefühl habe ich nun aber gar nicht. Nun gut, die eine oder andere Sache hätte ich vielleicht eleganter lösen können oder sogar müssen. Aber die Art, wie es geschah, ist meine gewesen. Wahrscheinlich unverkennbar.

Und die Fehler, die durch Entscheidungen passiert sind, waren letztlich für etwas gut. Und wenn es nur Erfahrungen waren, Lernprozesse. Und was mir vor Jahren wie ein Fehler vorkam, ist vielleicht heute keiner mehr. Hatte seinen Sinn und Zweck.

Würde ich überhaupt etwas verändern, wenn ich zurückdenke? Nein. Mein Leben war gut, wie es bisher war und ich mag es wie es ist. Das ist doch ein Indiz dafür, dass die Anzahl der Fehler tolerabel gewesen sein muss.

Zumindest der Fehler, die nur mich geschmerzt haben.

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2 Kommentare leave one →
  1. toxea permalink
    22. Februar 2007 18:06:09

    meinen Augen ist das eine sehr gute Bilanz. Wäre froh, dass von mir sagen zu können. Neidlose Bewunderung!

  2. radarmixer permalink
    23. Februar 2007 07:39:51

    …machen wir alle und sie sind nicht zu vermeiden. Das ist dem Menschen inhärent. Gehen wir andere Wege oder wählen wir andere Entscheidungen, so machen wir andere Fehler. Vieles, was wir für uns als nachteilhaft empfinden, bezeichnen wir als Fehler. Manche Fehler allerdings führen auch zu positiven Ergebnissen. Ein Grundproblem ist, dass wir Fehler und Schuld gleichsetzen. Dadurch kommt das Moment des persönlichen Versagens mit ins Spiel. Oft verhält es sich aber anders und diese Begriffe müssen getrennt voneinander betrachtet werden. Wir sind oft auch Entwicklungen ausgesetzt, die wir überhaupt nicht beeinflussen können.

    Es gibt ein schönes bonmot: Sokrates wurde von einem Jüngling gefragt, ob er heiraten solle. Sokrates antwortete: Tue, was Du willst. Du wirst es bereuen!

    Mein Leben noch einmal leben? Mit fehlerfreien Entscheidungen? Auch wenn ich aus heutiger Sicht einiges anders machen würde: Nein! Dafür war einiges zu grausam, das nicht in meiner Macht stand.

    Wie sagt der Kölsche: et kütt wie et kütt!

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