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Glück im Allgemeinen und im Speziellen

15. Oktober 2008

Herr Curi0us hat mir vor gefühlt Äonen ein Stöckchen zugeworfen. Und ehe der Herr swiss wieder moniert, dass ich eigentlich ja keine mehr machen wollte: dieses gefällt mir, weil es persönlich ist. Und weil es zum Nachdenken anregt. Deswegen habe ich es auch nicht vergessen, obwohl Äonen und so.

 

Als Erfüllung menschlichen Wünschens und Strebens ist Glück ein sehr vielschichtiger Begriff, der Empfindungen vom momentanen Glücksgefühl bis zu anhaltender Glückseligkeit einschließt, aber auch als ein äußeres Geschehen begegnen kann, z.B. als glücklicher Zufall oder als eine zu Lebensglück verhelfende Schicksalswende. Das Streben nach Glück hat als originäres individuelles Freiheitsrecht (Pursuit of Happiness) Eingang gefunden in das Gründungsdokument der ersten neuzeitlichen Demokratie, in die Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten. Die Förderung individuellen menschlichen Glücksstrebens ist heute Gegenstand von Forschung und Beratung unter neurobiologischen, medizinischen, soziologischen, philosophischen und psychotherapeutischen Gesichtspunkten.

Quelle: wiki

Und nun soll ich 10 Dinge nennen, die mich glücklich machen bzw. was genau für mich Glück ist.
Herr curi0us hat es bei sich im Blog sehr schön unterteilt in Freude, Zufriedenheit und Glück und seinen Erläuterungen kann ich mir nur vollumfänglich anschließen. Das schon mal vorab.

Und nun meine 10 Dinge:

  1. Zur richtigen Zeit die richtige Entscheidung getroffen zu haben und die Früchte ernten zu können. Im Speziellen auf den neuen Job bezogen, in einer Zeit, wo man froh sein kann, einen zu haben, einen neuen suchen zu müssen und dann auch noch so schnell zu finden, das ist Glück. Das Gefühl war jedenfalls absolut großartig, als die Zusage kam.
  2. Solche Glückserlebnisse mit Menschen teilen zu können, die mir am Herzen liegen. Zu sehen oder zu hören, dass sie sich mit mir freuen und das absolut ehrlich.
  3. Ein seit eineinhalb Jahren andauerndes Gefühl, „nochmal Glück gehabt zu haben“, das Glück nämlich, nicht schon six feet under irgendwo rumzuliegen und all das nicht mehr tun zu können, was ich noch tun will.
  4. Das Glück zu haben, so ziemlich alles machen zu können, was mir so in den Sinn kommt.
  5. Wie Herr Curi0us das Glücksgefühl, wenn St. Pauli auch noch zu Hause gewinnt. Vor allem, wenn man per Bahn morgens hin und abends schon wieder zurückfährt und sich das auch noch gelohnt hat.
  6. Das unbeschreibliche Gefühl an einem Herbsttag mit dem Pferd auszureiten, die flammenden Blätter des deutschen Indian Summer zu genießen und dabei diese Verbundenheit mit ihm, wenn man mit 60 Sachen über die Feldwege jagt, die Augen tränen vom „Fahrt“wind und man ihm hundertprozentig vertraut, den ein Stolperer könnte tödlich sein. Und dabei sein Glücksgefühl zu spüren, wenn er endlich mal wieder so richtig Gas geben kann.
  7. Glück ist auch, jemanden zu kennen, der einen ohne viele Worte versteht. Und mit vielen Worten auch. Wo ein „kihcer“ schon reicht. Sister in mind. Das gibt es nicht oft und ich kann mich gar nicht oft genug darüber begeistern. Wenn man das Gefühl hat, man wäre ein getrennter Zwilling, der den anderen wiedergefunden hat. Wenn Sie nicht wissen, was ich meine, fragen Sie mal Madame Elle.
  8. Glück – das Gefühl, genau dort zu sein, wo man will, genau das zu tun, was man möchte, mit genau den Menschen, die man liebt. Zu jeder Zeit wiederholbar.
  9. Glück ist fast jede Form der Begeisterung für etwas Außerordentliches. Etwas Erreichtes, etwas Erlebtes, etwas Gefühltes, etwas Gehörtes, etwas Gelesenes etc.
  10. Auslöser für Glücksgefühle natürlich auch und vor allem: Essen, Liebe, Sex und Trinken. Womit ich die essentiellen Bedürfnisse in alphabetischer Reihenfolge dann hier auch erledigt hätte.

Natürlich könnte man da sicherlich ganze Aufsätze schreiben, aber als Stöckchen muss es ja komprimiert sein. Ich werde es nicht weiterwerfen, aber vielleicht beschäftigt sich der eine oder andere ja doch gedanklich damit, ist nämlich nicht so einfach, das mal in Worte zu fassen. So ging es zumindest mir. Deshalb danke an Herrn curi0us für die Anregung.

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11 Kommentare leave one →
  1. 15. Oktober 2008 09:50:50

    Weil Sie so herzzerreissend um den Kommentar gebeten haben eile, nein, fliege ich:
    Wunderbar. Sehr vielen Dank! Es war ja wirklich etwas denkaufwändiger. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen!

  2. 15. Oktober 2008 09:52:08

    Muharrharr, Sie haben mich noch nicht herzzerreissend erlebt, mein Lieber!

    Vielen Dank, ich gestehe, es hat wirklich Spass gemacht.

  3. 15. Oktober 2008 09:56:50

    Hmm. Schön geschrieben, es erlaubt einen Einblick in deine Gedankenwelt ohne aufdringlich zu sein.

    Ich glaube das Dingens werde ich mal apportieren. Mags ja im Augenblick mich in Gedanken zu verlieren…

  4. 15. Oktober 2008 10:04:16

    Und besonders von Dir würde es mich auch interessieren, ich wagte nur nicht zu werfen 🙂

  5. 15. Oktober 2008 12:17:10

    Und WIR haben das Glück, das hier lesen zu dürfen. Bedankt.

  6. 15. Oktober 2008 15:08:35

    Herr Markus, die nächsten Glücksmomente warten schon. Und sogar mehrere auf einen Schlag 🙂

  7. 15. Oktober 2008 16:29:12

    Das ist ein interessantes Stöckchen, aber man muss darüber nachdenken …

  8. 16. Oktober 2008 10:44:54

    Herr spontiv, das ist sehr gut geworden, das abgeschleppte Stöckchen bei Dir!

    Frau creezy, stimmt, ging mir auch so. Herr curi0us wurde schon unruhig, weil es ein paar Tage gedauert hat 🙂

  9. 16. Oktober 2008 11:17:42

    Ach. Dankeschön. Aber es war „Heimvorteil“ – das Thema kreiste auch ohne Stöckchen in meinem Kopfe…
    Wäre schon schön wenn der ein oder andere seine Gedanken aufschreibt. Ups, das muss ich bei mir noch drunterschreiben… *flitz*

  10. 16. Oktober 2008 14:21:49

    Waren das nun nur die Momente, oder kommen da noch die Hormone mit ins Spiel? Und, abgekuerzt, wo ist denn der Herr Glueckspunkt wieder?

Trackbacks

  1. Glück? · Spontanvegetation

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