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Corporate Identity

9. Januar 2009

habe ich noch nie so intensiv erlebt wie bei meinem neuen Arbeitgeber. Nach zwei Monaten ist es immer noch auffällig und die Beobachtung manifestiert sich zu einer Tatsache.

Davon abgesehen, dass da wirklich erstaunlich viele fachkompetente Menschen engagiert sind, ist es vor allem das Gefühl, dass sie alle über die Maßen stolz sind, ein Teil „des Ganzen“ zu sein. Das ist nicht nur ein Job, das ist eine Lebensart. Das Unternehmen ist -anders als das scientologyförmig anmutende Gebilde, in dem ich vorher nur kurz war- mit diesem Familiencharakter umflort. Dem kann man sich nicht entziehen. Wo andernorts Mitarbeiterausweise in Jacken oder sonstwie verborgen getragen werden, werden sie da gerne gezeigt. Und nicht nur da. Wo Firmenmerchandise anderswo allenfalls unter unwilligen Kunden verteilt wird, ist sie da gern gekauftes Gut.

Das hat was von Unternehmens-Cocooning, dieses behagliche, sich gut aufgehoben Fühlen. Das ist angenehm. Und es scheint mir nicht allein so zu gehen, denn als letztens eine Führungskraft aus dem Unternehmen ausschied, hieß es in der Abschiedsrede seines Vorgesetzten, das sei nach langen Jahren das erste Mal, dass er tatsächlich jemanden NICHT in den Altersruhestand, sondern in ein anderes Unternehmen verabschiede, da habe er sich eine ganz neue Rede einfallen lassen müssen, darauf sei er gar nicht vorbereitet. Das heisst, dort geht man normalerweise nicht weg. Außer wenn man muß. Also naturbedingt. Oder rentenbedingt. Und ich wäre fast bereit zu wetten, dass der Verabschiedete das bereuen wird, zumal ich weiss, wo er hingeht.

Merken Sie? Es hat mich auch schon erwischt. Und das nach so kurzer Zeit. Das mag auch an den für mich wirklich fabelhaften Allgemeinumständen liegen, aber ich glaube nicht, dass es nur darauf zurückzuführen ist. Es ist das „grosse Ganze“.

12 Kommentare leave one →
  1. 9. Januar 2009 21:40:03

    Das freut einen doch zu hören. Wenn Sie nach so kurzer Zeit schon ein derart positives Resümee der neuen Arbeitsbedingungen ziehen, muss ja was dran sein.

    Glückwunsch zum gelungenen „großen Ganzen“!

  2. 9. Januar 2009 21:55:32

    Da können Sie sich aber glücklich schätzen… und sämtliche Kollegen/Kolleginnen auch. So etwas scheint nicht alltäglich zu sein.

  3. 9. Januar 2009 22:41:01

    Beneidenswert! Aber ich gönne es Ihnen🙂

  4. 10. Januar 2009 00:21:08

    Ist das eine Schlosserei in der Sie sich engagieren, gnä´ Frau?

  5. 10. Januar 2009 00:59:16

    Gratulation, klingt prima, da freu ich mich auf weiteres vom großen Ganzen…

  6. 10. Januar 2009 12:19:39

    Herr Markus, im Grunde warte ich ja auf den „Pferdefuß“ bei der Sache, weil es ja fast zu schön ist um wahr zu sein. Aber andererseits, es kann ja auch🙂

    Frau Bhuti, danke! Ein echter Glücksfall. So weit.

    Herr Beamish, klar, mit Treppengeländerschlüsselanhängern und Damentaschen in Form eines Hochleistungsschweißgeräts!

    Herr sebbi, nein, alltäglich ist das nicht. Deswegen bin ich ja auch noch so ein bißchen mißtrauisch, trotz des rosa Wattebausch-Gefühls…

    Frau Ute, ich mich auch. Wenn das so weiter geht, jedenfalls😉

  7. 10. Januar 2009 12:52:41

    Jetzt fehlen nur noch Reisegutscheine, gepflegte Firmengrillfeste auf den Bahamas und Wellnesswochenenden, oder?

  8. 10. Januar 2009 12:53:27

    Eigentlich…. fehlen auch die nicht😉

  9. 10. Januar 2009 14:47:56

    Eine große Familie? Das klingt doch alles sehr nach Mafia, aber schön dass es Ihnen so gut gefällt – das hört man selten!

  10. 10. Januar 2009 18:41:53

    Hach, dass es sowas heute noch gibt …

  11. 10. Januar 2009 18:44:55

    Ja, Herr Adama, la famiglia …

    Frau Kirsten, ich hab ja auch schon so einiges gesehen, da weiss ich das zu schätzen.

  12. 11. Januar 2009 23:55:14

    Schön zu lesen, dass es dir in der neuen Firma so gut gefällt. Ich hoffe, ich werde das auch sagen können.

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