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VerFicus Benjamini – das grüne Rätsel

11. Januar 2009

Diese Fici sind wirklich eine Herausforderung für gründaumenlose Menschen. Empfindliche Pienzchen.
Habe ich von meiner Schneiderin doch einen übernommen, als sie ihr Ladenlokal gewechselt hat und im neuen kein Platz war. Blühend, prächtig, buschig, grün – ein Traum. Das war im Juni. Seit zwei Wochen schwächelt er. Blattwurf. Auf dem Laminat hört man das und ich erschrecke jedesmal, wenn es „klick“ macht. So hört sich das an. Keine Ahnung, woran es liegt. Standort ist gut, Wässerung regelmässig und nicht zu viel und nicht zu wenig. Er macht mir Sorgen. Vielleicht Sauerstoffmangel? Was beunruhigend wäre, weil ich ja auch hier wohne. Das Lüften ging in letzter Zeit aufgrund der respektabel niedrigen Außentemperaturen schneller als sonst.

Ich hatte noch einen, aus dem alten Büro noch mitgenommen, der dort wochenlang ungegossen sein Dasein fristete. Der war quasi schon tot und hat den Rest seiner Blätter dann hier abgeworfen. Dann habe ich ALLES abgeschnitten und ihn in eine Ecke gestellt. Also den Rest von ihm. Stamm und Zweigreste. Weiter gegossen. Und nun kriegt er neue Blätter. Aus dem Skelett wächst wieder Leben. Ich verstehe also nicht, wieso der andere, der immer alles bekommen hat, jetzt abgrätscht. Ich finde das undankbar.

12 Kommentare leave one →
  1. 11. Januar 2009 13:32:56

    Mit hat mal einer dieser Gründedaumen-Menschen gesagt so ein Benni würde einen Umzug nicht gut verkraften. Veränderungen scheint nichts für die arme Selle eines Bennis zu sein. Dann schmollt er und lässt alles fallen. Aber, wie sie mit dem anderen ja schon erfolgreich festgestellt haben, es gibt Rettung. Meint der Grünedaumen-Mensch. Mein Benni hat es anders gemacht und sich eine Kolonie kleiner Fliegen angeschafft. Da mussten wir uns leider trennen…

  2. 11. Januar 2009 13:34:41

    Aber dass er erst ein halbes Jahr überlegt und sich dann entschliesst zu schmollen, finde ich unfair. Mich erst in Sicherheit zu wiegen…tsss

    Die Rettung war aber schon sehr brachial, so alles ab…

  3. 11. Januar 2009 15:22:18

    I have given up on ficis vor langer Zeit. Und ich HABE einen grünen Daumen. Nun versuche ich jedes Jahr auf Neue, Christsterne zu retten. Geschenkte natürlich. Von allein würde ich mich nie an dieses Risiko wagen. Die ersten Tage verbringt er auf dem Tisch mit der Weihnachtsdecke, danach wird umgezogen auf das oberste Schrankregal mit Oberlicht. Dort zieht nix, er bekommt immer Sonne und die nötige Wärme. Ein Fitzelchen Wasser täglich. Letztes Jahr ist er verreckt. Der Aktuelle ist zwar inzwischen unten ausgedünnt, aber von oben ist er noch in voller Pracht zu betrachten. Das nützt nur nix, weil man von oben nun nicht mehr draufschauen kann. Mal schauen, ob ich die Schönheit bis Ostern duchbekomme.

  4. 11. Januar 2009 17:07:51

    Eigentlich sind Benjamini eher die Rauhbeine unter den Zimmerpflanzen. Die mögen es gar nicht verhätschelt zu werden. Und schon gar nicht zu häufiges Gießen. Höchstens einmal die Woche. Lieber mal ein trockener Fuß als Staunässe.

    Wie sehen denn die Blätter aus?

    Wenn sie ganz normal kräftig sind und im Ganzen eintrocknen, ist das im Winter nichts erschreckendes; die werfen gerne mal älteres Laub ab, ohne dass erheblicher Schaden zu erwarten ist.

    Wenn die (auch noch grünen) Blätter sehr dünn und weich sind und fast farblos abfallen, eher weniger gießen und wenn möglich einen helleren Standort wählen. Es kann unter Umständen vorkommen, dass das ganze Laub abgeworfen wird, der Benni sich aber durchaus wieder erholt.

    Richtig fies wird es, wenn die Blätter nur teilweise in einem mehr oder minder scharfen Keil von der Mittelrippe aus braun werden. Dann haben sie sehr wahrscheinlich Schildläuse gewonnen!

  5. 11. Januar 2009 18:04:19

    Herr Quintus, ein Fachmann! Traumdeuter, Benjamini-Doktor!
    Ich gieße nur einmal die Woche, daran kann es nicht liegen, aber Ihrer Beschreibung nach sollte ich vielleicht einen noch helleren Standort wählen, die Blätter sind in der Tat eher blassgrün und weich, wenn sie fallen.
    Schildläuse sind es nicht *aufatem

    Frau Vee, Christsterne hassen mich, darum habe ich mich dieses Jahr an Weihnachten auf eine Christstern-Tischdecke beschränkt, die blüht auch noch sehr schön🙂

  6. 11. Januar 2009 23:51:46

    Mich dürfen Sie nicht fragen. Der kleine Ingenieur ist immer noch böse, weil er meint, ich hätte seinen Ficus umgebracht.

  7. 11. Januar 2009 23:55:02

    Ficus Benjamini ist der A*sch unter den Pflanzen. Ich hab/hatte auch mal einen…wunderschoenes 160cm-Exemplar. Der hat sogar den Umzug aus der saechsischen Provinz nach Benztown gut ueberstanden.

    Momentan wohnt er bei einer Freundin, die als gelernte Biologin eigentlich wissen muesste, was Benni braucht. Wir haben ihr auch freundlicherweise ein Ultimatum gesetzt, dass von der Gesundheit des Baumes auch die Gesundheit unserer Freundschaft abhaengt.

    post scriptum: Nein, wir sind nette Menschen, das Ultimatum wurde natuerlich nur im Scherz ausgesprochen😉

  8. 12. Januar 2009 00:52:14

    Vor Urzeiten habe ich das mal gelernt, also Gärtnerin für Blumen- und Zierpflanzen, einen grünen Daumen habe ich allerdings nicht.

    Bei mir überleben die Dinger, das gilt bei weitem nicht für alle Pflanzen, denn die müssen ja mit mir klarkommen. Das heißt wöchentlich Wasser gibts nur in Ausnahmefällen, meist eher 14-tägig. Licht gibts soweit wie nötig, aber alles andere eher selten…

    Ich schließe mich daher Quintus an und fürchte Sie haben es viel zu gut gemeint mit dem Benjamini, falls der nicht zu dunkel oder im Durchzug steht…

  9. 12. Januar 2009 08:49:33

    Machen Sie sich nichts draus, Mrs. Jay. Ichhabe auch keinen gruenen Daumen. Das Einzige, was bei mir ueberlebt und gruen ist, ist mein Motorrad.

    (Und das andere Gruene, das waechst, befindet sich, wenn eingetopft, meist im Kuehlschrank in der „Ecke des Vergessens“.)

  10. 13. Januar 2009 13:55:53

    @Jeky – Ein Gruß von meiner Christsterndecke an die Ihrige😉

  11. 13. Januar 2009 22:00:24

    Was, Sie auch? Ich mach morgen mal ein extrem tiefenscharfes Foto davon!🙂

  12. 13. Januar 2009 22:02:32

    Ute, hm, offenbar gieße ich doch immer noch zuviel. Ich dachte, das sei ok, weil das erste halbe Jahr ging alles gut mit dem Burschen. Ich werde das beobachten!

    Die „Ecke des Vergessens“ klingt wie die „stille Treppe“, Herr Pé.
    Grün war ohnehin nie meine Farbe. Pfft.

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