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Microblogging, Twitterlesung, Bloglesung

24. Januar 2009

Anlässlich der ersten europäischen Microblogging-Konferenz in Hamburg muss ich mal wieder was Anti-mainstreamiges loswerden.

Ich kann damit nichts anfangen. Ich blogge und ich twittere, aber ich würde mich nicht veranlasst sehen, das anderen vorzulesen. Oder tagelang drüber zu sprechen, warum Leute das tun etc etc. Ich mach es einfach. Bloggen. Kommentieren. Twittern.

Ich war auf einer einzigen Bloglesung, die war ganz witzig, aber das Beste daran war die PoetrySlammerin. Also kein gelesenes Blog. Ergo würde ich eher zu einem PoetrySlam gehen als zu einer weiteren Bloglesung.

Und der Sinn einer tagelangen Twitterkonferenz erschliesst sich mir auf der Grundlage, dass in der Kürze der 140 Zeichen die Würze des Dienstes liegt, nun auch wieder nicht. Ich will nicht wissen, wie ich „Werbung aus der Timeline rausfiltern“ kann oder wie ich „Hashtags kommerziell verwerten“ kann. Für mich ist twitter ein kurzweiliger Spaß und allein das Zuhören beim Stream lähmt meine Freude an dem Werkzeug deutlich, stelle ich fest. Die selbstreferentiellen A-Blogger sind zu selbstreferentiellen Twitterern geworden. Anbindung an facebook, friendfeed, identi.ca, xing, den Vatikan blabla – ich bin zu alt für diesen Shyce wahrscheinlich.

Ich geb gerade wirklich mein Bestes, aber ich bin immer noch… einfach nur gelangweilt.

Edit: Ich habs! Was mich daran stört!!! Ich bin nicht daran interessiert, den Dienst maximal und finanziell und socialnetworkig zu optimieren und zu vernetzen, bis er sich selbst dabei stranguliert, sondern an den Menschen, die den Dienst nutzen. Deswegen nervt mich das Gelaber über Twitteroptimierungskonferenzen. Zuviele tools und gadgets und wasweissich dämpfen den eigentlichen Zweck. Aber mit der Meinung bin ich wohl allein unter Twitterern🙂

Aber der Lichtsaal der StaBi ist schon schön😉

8 Kommentare leave one →
  1. 24. Januar 2009 14:42:36

    Amen.

  2. 24. Januar 2009 16:02:17

    Oh Gott. Wir sind schon wieder einer Meinung. Madame, das kann auf Dauer nicht gesund sein.😉

  3. 24. Januar 2009 17:20:40

    Ich bin beruhigt, dank Ihnen beiden
    Und wenn Frau Pleitegeiger sich noch ein Retter-Shirt zulegt, werde ich sie um ihre Hand bitten. Die linke. Mariniert😉

  4. 25. Januar 2009 01:39:31

    twitter-lesungen???!!
    danke. sie haben es tatsächlich fertiggebracht, dass ich heute bereits zum zweiten mal mehrfach meinen kopf auf die tastatur gehauen habe.
    ich war wirklich überzeugt, dass mit der erfindung von twitter überhaupt der höhepunkt an beklopptem und bescheuertem, was man fürs internet erfinden kann erreicht worden wäre.
    aber nein, sie schleppen diesen quatsch auch noch in die reale welt.
    ich stell mir grad ne twitter-lesung vor.

    „3.1.09: heute habe ich eine neue kaffeesorte ausprobiert. echt lecker.“

    *applaus*

    „danke. danke.
    4.1.09: heute habe ich mit dem aufhören zu rauchen aufgehört.“

    *frenetischer applaus*

    „nicht doch. danke. ja.
    5.1. 09: au mann, der kaffe wirkt immer noch.“

    *applaus*
    „merci. aber spart doch noch etwas auf, gleich kommt noch der mathias…“

    ich weiss, hier gehen keine bilder. stellen sie sich entweder den kopfandiewandhau- oder den knarreandenkopfhaltesmiley einfach vor.

  5. 25. Januar 2009 09:00:12

    Nein, Bilder gehen leider nicht, was ich sehr bedaure.
    Harrharr, aber wenigstens habe ich Sie mit diesem Beitrag aus „TheDark“ vorgelockt🙂

    Grundsätzlich kann twitter sehr unterhaltsam sein (muß ich ja sagen, ich twitter ja auch), aber ich sehe es eher so ähnlich wie Kommentare unter einem Blogbeitrag als Kommunikationsmittel, was der ursprünglichen Bedeutung (die eher Ihrer Schilderung nahe kommt) gar nicht mehr entspricht. Es gibt aber echte 140-Zeichen-Künstler, die ich auch gerne lese (frank93), die ich aber dennoch nicht vorgelesen haben will. Ich bin auch schon Links gefolgt, die sehr informativ waren, aber letztlich bleibt meine Priorität das Blog. Für mich ist twitter ein Spielzeug, das ich gemeinsam mit Leuten benutze, die ich ohnehin durchs Bloggen kenne.
    Oder deren Blogs ich durch twitter kennenlerne.

    Edit: Hey! Sie mit BILD! Na also, geht doch!!😉

  6. 25. Januar 2009 15:16:11

    ach, wozu denn bildchen in den beiträgen, wenn man so schöne neben dem namen haben kann…😉

  7. 25. Januar 2009 17:42:30

    Ganz apartes Bildnis, das Sie da haben *hrhr

  8. 25. Januar 2009 22:56:54

    Demnächst gibt es übrigens ein Twitter-Ausdruckstanz. Die bekanntesten Twittererererererer tanzen ihre Lieblings-Tweets.

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