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Credibility und so

10. Juli 2009

Thema bei Twitter und im Netz: die unheilige Allianz zwischen Vodafone und Saschalobo. Dem Mobilfunkanbieter, der zum Thema Netzsperren eine eher ahnungsbefreite Meinung vertritt, und dem „Vorzeige-Blogger“ Saschalobo. Daß er seine Tätigkeit im Onlinebeirat der SPD gerade ruhen lässt, kommt ihm zeitlich sicher gelegen als Aushängeschild für die „Generation Upload“. Über Vodafone und Saschalobo per se muss man nicht viel sagen, außer dass die Wahl ihrer Gallionsfigur, dem bekennenden iPhone-Nutzer mit T-Mobile Vertrag, ein bißchen seltsam wirken mag und dass das Pressekonferenzvorstellungsvideo im Grunde das Langweiligste ist, was ich je gesehen habe. Zumindest überlagert es die Erinnerung an andere langweilige Videos eindeutig.

Aber wenn ich auf Twitter die Aufforderungen zum Entfollowen von Saschalobo sehe und die Kritik am Engagement des Bloggers, das sicherlich gut honoriert wird, muß ich meine zwei Eurocent dazulegen. Stichwort „Credibility“, sich als Blogger verkaufen, unglaubwürdig werden, Prinzipien versilbern etc. etc.

Herrschaften, ich bekenne: ich täte es auch. Nicht für 37,50 von Ad Sense oder Trigami, da kann ich heroisch meine Creditbility auf der Bloggerstandarte vor mir her tragen. Aber wenn es in den fünf- oder sechsstelligen Bereich geht, würde ich einen Teufel tun und Nein sagen. Sind wir doch mal ehrlich, es ist und bleibt so: alles hat seinen Preis. Und wenn ich bedenke, wieviele Stunden Saschalobo unbezahlt bloggend zugebracht hat, bis er den Bekanntheitsgrad erreicht hat, den Vodafone sich jetzt meint eingekauft zu haben, dürften sich seine Zeitinvestitionen jetzt bezahlt machen.

Saschalobo ist durch den Rest der Bloggergemeinde zum A-Blogger, zum Rep der Blogjunkies gemacht worden, den eine Anne Will zu einer Diskussionsrunde einlädt und der dort freimütig gesteht, dass sein Einkommen durchaus … variiert als Selbstständiger. Und wenn ich er wäre (was ich allein wegen der unsäglichen Frisur nicht will), würde ich im Rahmen meiner Existenzsicherung Vodafone sicher nicht aus der Tür kicken, wenn sie bei mir klingelten. Und ich kenne nicht viele, die das würden. Die sich LEISTEN könnten, das zu tun. Ich bin so credible, wie ich daherkomme. Und wie mir das Leben entgegenkommt. Populär wäre sicher der groß aufgemachte Verzicht, das Ganze gebloggt à la „Wie ich Vodafone in die Wüste schickte“ und schwupps wäre er bei den Charakterstarken der Held. Der mittellose Held zwar, aber der Held. Und weil wir wissen, wie langlebig das Netz ist, wäre es nächste Woche schon kein Thema mehr, aber Saschalobo um keinen Cent reicher.

Soll heißen: hätte mir Vodafone das Angebot gemacht, hätte ich mein iPhone entsorgt, mir einen künstlichen Iro aufgesetzt und in diesem todsterbenslangweiligen Video meinen Kotau gemacht. Und dann nach Hause gegangen und meinen Kontoauszug angeschmachtet. In dem Bewußtsein, daß es wirklich „Schlimmere“ gibt als Vodafone. Nur weil sie das mit den Netzsperren nicht so richtig verstanden haben. Und auch sonst … genau so gut oder schlecht sind wie alle anderen unter Strich.
Das mit den Netzsperren hat meine Mutter auch nicht auf Anhieb verstanden und ich lasse mich nicht anderweitig adoptieren.

Edit: und hier noch eine Meinung zur Kampagne bei der FAZ.net von Don Alphonso. Deutlich interessanter als das Vodafone-Video übrigens.

41 Kommentare leave one →
  1. 10. Juli 2009 11:45:13

    Tja. Da isses mal wieder. Geld verdienen wird halt von vielen Bloggern als Teufelszeug angesehen. Warum auch immer. Achso, ich vergaß: im Internet muss alles kostenlos sein und man darf natürlich auch kein Geld verdienen. Wegen der Reinheit der Seele. Vermute ich mal. Solche Diskussionen kenne ich nur aus demdeutschsprachigen Bereich. Sind wir da wieder bei der üblichen Krankheit Neid?

    Egal. Soll er seinen Schotter verdienen. Ich mag ihn nicht und das wird Vodafone nicht ändern. Trotzdem sehe ich keinen Grund ihn jetzt dafür zu kritisieren das er eben das macht was er für richtig hält.

    Btw: für den Schotter würde ich mich auch entfollowen lassen.😉

    • 10. Juli 2009 11:51:09

      Genau, die Seelenreinheit. Deswegen muss ich mich da nicht mehr drum kümmern. Also müsste ich nicht, wenn jemand mich würde vermarkten wollen. Was ja keiner will. Eben alles nur theoretisch.

      Im Übrigen sind wir uns ja wieder mal einig.😉

  2. 10. Juli 2009 11:56:51

    Ich bin deiner Meinung. Ich persönlich finde Lobo total langweilig … aber wenn er mit seiner Bekanntheit Geld verdienen kann … soll er auf jeden Fall machen! Was ist an einem Blogger anders, als an einem Sportler oder gar Journalisten (lassen sich ja auch für Werbung einspannen)

    • 10. Juli 2009 11:59:05

      Und wer am lautesten dagegen plärrt, wäre wahrscheinlich für einen bescheideneren Köder schon ruhig. Vermute ich mal…

  3. 10. Juli 2009 13:05:13

    Sie würden es niemals tun, Madame. Sie haben ja nicht mal ein IPhone.

    Allerdings bringen Sie mich da auf eine interessante Idee…. wo war doch gleich Madames eMail Adresse…..

  4. 10. Juli 2009 14:26:35

    Soll er doch. Aber, wer zum Henker ist Sascha Lobo ? Und was hat er mitzuteilen, das sich zu lesen / hören lohnt. Für mich ein zweifelhafter D – Promi mit dem gewissen Hauch von Paris Hlton, der allenfalls unter seinen Anhängern als wichtig gelten kann. LG tinius

    • 13. Juli 2009 09:09:20

      Und für Vodafone, Herr tinius. Aber ich bin auch kein Leser seines Blogs und auch kein Follower bei twitter, nur kam man an der Vodafone-Lobo-Diskussion kaum vorbei, wenn man sich in den entsprechenden „Social Networks des Web 2.0“ aufhält.

      Mein Lieblingssocialnetwork ist und bleibt allerdings das gute, alte Blog🙂

  5. 10. Juli 2009 23:12:16

    Was soll ich sagen? Auf den Punkt.

    Wir haben alle unseren Preis, und – hey – ich finde auch nicht, dass sein Blog dadurch weniger glaubwürdig ist. Das was er dort macht ist *sein Beruf*… Nichts anderes.

    • 13. Juli 2009 09:10:39

      Uns will ja leider keiner <strike<käuflich erwerben werbevertraglich verpflichten.

      Bei der letzten Preisfeststellung kam ich auf etwas über $ 25.00. Ich bleibe also standhaft, credible und unverkäuflich😉

  6. 11. Juli 2009 11:39:40

    Hätte ich vorgehabt, einen Artikel über Herrn Lobo zu verfassen oder wenigstens darauf zu kommentieren – ich hätte es genau so getan. Dank für den Bericht un d die passenden Kommentare. Herrn L. finde ich äußerst uniteressant (beim unsäglichen „Kampf“ gegen Herrn Sixtus findet mein Finger stets den Ausschaltknopf) – dennoch kann ich dieses Geschrei der ohnehin dahinsiechenden Blog“gemeinschaft“ nicht verstehen. Ich habe unlängst auch ein Angebot einer Firma bekommen, Produkte zu testen und dann ehrlich darüber zu berichten. Hatte ich ausgeschlagen, da ich für das Produkt nicht der angemessene Tester gewesen wäre – würde es aber bei anderen geschenkten Waren sicher tun. Davon wird das Blog nicht besser aber auch nicht schlechter. Im Internet will sich mit aller Macht durchsetzen, dass alles gratis sein soll: Blogarbeit, Musik, Bücher – niemand soll mehr etwas verdienen, denn das sei ja so gar nicht web 2.0 – wie wäre es denn mit web 3.0? Einem web mit weniger Geschrei und mehr Toleranz…

    • 13. Juli 2009 09:12:34

      Wer ist Herr Sixtus???

      Jetzt würde mich aber schon mal interessieren, welches Produkt das war, bei dem SIE nicht der angemessene Tester gewesen wären.

      Web 0.3 – ohne Geschrei. Damit es sich reimt.

  7. Lars Fischer permalink
    11. Juli 2009 20:06:33

    Kann mich dem auch nur anschließen. Ich hätte es an seiner Stelle genau so gemacht.

    Ich persönlich halte ihn zwar für nen Fliegenfänger, intellektuell betrachtet, aber gönnen tu ich’s ihm schon. Er hat hart genug dafür gearbeitet.

    • 13. Juli 2009 09:13:49

      Richtig. Ist ja auch immer eine Frage von Angebot und Nachfrage. Und wenn Vodafone nachfragt…

      Mich Fliegenfängerin fragt ja keiner. Aber dafür kann ich ja auch schreiben, was ich will. Über wen ich will. Das hat was🙂

  8. 11. Juli 2009 20:35:55

    Sicher ist: Lobo und Co. kommen jetzt nie in den Blogger-Himmel. Sicher ist: Lobo und Co. wollten da auch nie hin!

    Nun, wer bloggt macht sich nackig. Wer bloggt darf vielleicht (!) noch eine eigene Meinung äußern, darf aber den Teufel tun und irgend etwas tun, was nicht dem Meinungsbild der breiten Bloggergemeinschaft entspricht. Darüber hinaus sollte man künftig in den Blogger-Statuten festlegen, dass endlich an jedes Blog ein Nebeneinkünfte-Nachweis geheftet wird. Wir machen einen Teil von uns öffentlich, da haben wir uns gefälligst ganz nackig zu machen. Uns den Vorschreibungen der Allgemeinheit hinzugeben und im Prinzip – gerade im Fall Lobo – ein Verbot von Verdienstmöglichkeiten für Blogger im Allgemeinen und im Generellen als auch im Besonderen auszusprechen.

    Sich um sein Einkommen selbstständig bemühen – Herrgott, sind wir auf dem Kinderjahrmarkt?

    • 13. Juli 2009 09:14:54

      Frau creezy, voll d’accord. Und was antimainstreamige Meinungsäußerung angeht, sind Sie ja auch ganz weit vorne. Was ich überaus schätze.

      Ponyhof war gestern, heute ist Bloggerhüpfburg.

  9. 13. Juli 2009 09:51:04

    Ach herrje, ihn für das Werben an sich zu verdammen, ist ja nun wirklich Tinnef. Auf die Idee war ich noch gar nicht gekommen, aber so sehr interessiert mich der ganze Rummel um SL auch gar nicht, wenn ich ehrlich bin.

    Wundern muß ich mich allenfalls über den eigentlichen Inhalt des Werbeplakats, das ich bisher gesehen habe. Da stelle ich allerdings eher die Kompetenz von Vodafones PR-Abteilung in Frage.

    • 13. Juli 2009 09:55:43

      Schon für dieses unsägliche zähe, langweilige, einschläfernde, enervierende, blutleere Video müssten da Köpfe rollen.

      Am besten ist ja das Werbefoto von Lobo im Bus mit iPhone.😉

  10. 14. Juli 2009 19:48:47

    Was wollt ihr Blogger eigentlich sein? Ich habe es immer noch nicht kapiert? Wo ist der Unterschied zu einem normalen, klassischen Homepagebetreiber oder CB-Funker? Das ist doch wirklich nichts neues, das Bloggen.

    „Und wenn ich bedenke, wieviele Stunden Saschalobo unbezahlt bloggend zugebracht hat, bis er den Bekanntheitsgrad erreicht hat, den Vodafone sich jetzt meint eingekauft zu haben, dürften sich seine Zeitinvestitionen jetzt bezahlt machen.“

    Darum geht es? Bekannt zu werden? Dann geht doch zum TV. Die suchen und nehmen jeden.

    • 14. Juli 2009 19:56:35

      Na da haben Sie aber jetzt nur sehr selektiv gelesen. Es ging um das, was man allgemein den „Neidfaktor“ nennt, der bei dem einen oder anderen zum Vorschein kommt, weil der Herr Lobo jetzt richtig Geld verdient. Ob er von je her nur gebloggt hat, um bekannt zu werden und damit Geld zu verdienen, entzieht sich meiner Kenntnis, liegt aber im Bereich des Möglichen. Was „wir Blogger“ sein wollen? Keine Ahnung, was die anderen wollen, ich hab einfach Spaß dabei. Und weil das so ist, werde ich auch nie Geld damit verdienen, weil MEIN Spaß mir das Wichtigste ist. Und wenn den andere teilen: bestens. Und alles für umme.
      Jetzt klarer?

  11. 14. Juli 2009 19:57:02

    @kein blogger

    wie wäre es, wenn du einfach nicht nach vergleichen suchst? jeder hat seine gründe warum er bloggt – aber garantiert nicht jeder die gleichen.

  12. 17. Juli 2009 15:59:06

    Ein wenig spät, aber dennoch:

    Die Kritik ist ja nicht, dass man Geld nimmt. Oder dass Vodafone im allgemeinen besonders böse ist.

    Die Kritik ist einfach: Wer sich im Kampf gegen Internet-Zensur ENGAGIERT, wer ohne Rücksicht auf Leser das Thema anspricht und der Meinung ist, dies wäre eine grobe Verletzung der Grundrechte (das ist mein Kritikpunkt), der kann einfach nicht Werbung für den Verein machen, der sich besonders auffällig dafür ausgesprochen hat.

    So ist Niggemeier nie als Kämpfer aufgetreten – also nehm ich ihm die Werbung auch nicht übel. Netzpolitik.org war SEHR aktiv, hat sich aber gegen den Deal mit Vodafone entschieden: Respekt! Und Johnny hatte einige verdammt gute Dinge geschrieben, war glaubwürdig dagegen – und vergeigt mit seiner jetzigen Haltung einfach seine Glaubwürdigkeit, jedenfalls in meinen Augen.

    Dass Blogs durch Werbung generell viel Eigenständigkeit verlieren ist eine andere Diskussion, und ob Neid einer der Gründe ist, jetzt auf die „Bloggerelite“ einzuprügeln, will ich nicht entscheiden – für mich ist Neid kein Thema, sollen die Leute sich bezahlen lassen. Aber dass sie bei DEM Thema mit DIESEM Werbepartner auftreten, das ist schlichtweg dämlich. Ein guter Ruf kostet viel Arbeit und ist dann über Nacht lädiert.

    • 17. Juli 2009 16:07:55

      Besser spät als nie, dazu steht das ja auch immer noch hier.

      Ich finde schon, dass der Werbeaspekt in die Diskussion gehört, weil in diesem Fall der lukrative Werbeeffekt exakt die „Credibility“ schreddert. Es ist eben nur die Frage, wieviel einem die eigene Credibility wert ist. Der guten alten Spruch „was interessiert mich mein Geschwätz von gestern“ ist sozusagen käuflich.

      Ich denke aber -und da haben Sie einen Punkt- dass die groß proklamierte Netzsperrenhaltung des Werbers definitiv nicht mit der Haltung des Einkäufers harmoniert. Aber auch hier: Geld relativiert Meinungen. Was ist Ihnen Ihre Meinung wert?

      • 17. Juli 2009 17:05:38

        Kommt m.E. drauf an, wie prominent die Kollision hier ist. Das mag nur mein Eindruck sein, aber ich seh das nicht so streng. Die Zensur kommt zuerst einmal von Zensursula, nicht von Vodafone. Es ist nicht primäre Aufgabe eines Unternehmens, gegenüber der Regierung Rückgrat zu zeigen.

        • 17. Juli 2009 17:17:06

          Das stimmt. Aber sich dann als Gallionsfigur einen Verfechter der Gegenseite an Bord zu holen, nenn ich dann auch mal eine Mesaillance.

        • 17. Juli 2009 21:33:52

          Die Zensur kommt auch nicht von Zensursula, sondern von den konservativen Kräften um den deutschen Innenminister, der sich ja AUFFALLEND zurückgehalten hatte, nachdem er vorher mit Vorratsdatenspeicherung und Onlinedurchsuchung schon mehrfach mit seiner Art, Verfassungsbedenken vom Tisch zu wischen, unangenehm aufgefallen ist. Da hat er halt Zensursula mit dem Schwachsinn über „es geht doch um die Kinder!“ angefixt.

          _“Es ist nicht primäre Aufgabe eines Unternehmens, gegenüber der Regierung Rückgrat zu zeigen.“_

          Stimmt – aber erstens war Vodafone nicht jemand, der jetzt zähneknirschend ein Gesetz befolgt, sondern schon bei den 5 ersten dabei, die freiwillig eine Zensur aufbauen wollten, OBWOHL es gegen geltendes Recht verstösst. Und zweitens geht es nicht um die Moral von Vodafone, sondern um die Moral desjenigen, der für solche Produkte WIRBT.

          Das mag jeder anders sehen, manche sind vielleicht erst spät auf die Debatte aufgesprungen, als es durch Twitter ging und lustig war, weil es ALLE mitmachten, aber wer ernsthaft gegen die momentan im Aufbau befindliche Zensur-Infrastruktur anschreibt, wer sich mit den Hintergründen beschäftigt, wer sich Gedanken über die gesellschaftliche Entwicklung macht, wer also nicht einfach nur A-Blogger-Artikel abschreibt sondern seine eigenen Gedanken hat, der KANN nicht allen Ernstes seinen Lesern „hier, kauft Vodafone-Leitungen“ vermitteln (und darum gehts ja bei der Werbung).

          Klar, die meisten filtern Werbung eh weg, sehen es als Übel an und denken: „könnt ja alles schlimmer sein.“ Und rechtlich ist es ja ok, ich gönn den Bloggern die Kohle auch. Selbstverständlich geht durch Werbung nicht die Welt unter. Es sinkt einfach die Glaubwürdigkeit.

          Und GENAU darum geht es eben in DIESEM Artikel. Um sowas – das passt einfach nicht zusammen. Und genau darum verliert man, wenn man vorher gegen Sperren aktiv auftritt (Niggemeier halt nicht, der hatte das nie thematisiert. Johnny hingegen schon, der meint es ja auch ernst mit seiner Kritik) und nun FÜR einen Zensurprovider wirbt, an Credibility.

          Ist natürlich nur meine Meinung. Kein Vorwurf, einfach Enttäuschung und ein Rückstufen der Glaubwürdigkeit.

          • 20. Juli 2009 07:27:58

            Sehr guter Kommentar, Herr truetigger. Das hat sowas von wehendem Fähnchen, das ist -mein- einziger Kritikpunkt. Sich mit dem „Teufel“ ins Bett zu legen, ist ungeschickt. Die Credibility sinkt eben nicht durch die Werbung per se -das gönnen ihm wohl alle Kommentierenden hier mehr oder weniger- sondern um den Werbepartner.

  13. 17. Juli 2009 21:41:19

    Eh das durch Threading zu gestaucht wird meine Meinung mal in neu😉

    Ich finde es tatsächlich *völlig* unproblematisch, was die Berliners da treiben. Ganz einfach daher, weil sie – für mich – glaubhaft zwischen Meinung und Werbung trennen. Weil sie was gegen Zensursula gesagt haben, inkl. Kritik, OBWOHL der Werbedeal möglicherweise sogar schon eingetütet war.

    Weil wir eigentlich Meinungsfreiheit haben. Ich kann überhaupt nichts daran finden. Blöde gesagt steht rechts „kommt zu Vodafone“ als Werbung (und die erkennt jeder als Werbung!) und links „Vodafone zensiert“. Jeder der draufklickt, kann sich also *frei* entscheiden.

    Die Unterstellung mit Werbung käme auch immer automatisch Kritiklosigkeit oder Akzeptanz des Werbetreibenden kann ich *persönlich* einfach nicht teilen.

    Mit gaaaanz wenigen Ausnahmen sollte man das echt trennen können.

    Okay, als St. Pauli-Fan bekomm ich jetzt gleich wieder Schläge, oder? ,-)

    • 20. Juli 2009 07:25:54

      Nix da, keine Schläge, weder als St. Pauli-Fan noch als Sie selbst.

      Nur den drittletzten Satz habe ich auch nach mehrmaligem Lesen offensichtlich nicht ganz verstanden…

      • 20. Juli 2009 09:18:37

        🙂 Was ich mit dem Satz meine:

        Nur weil jemand Werbung für ein Unternehmen macht heißt das für mich nicht automatisch, dass dieser jemand diesem Unternehmen auch kritiklos gegenüber stünde.

        Will sagen: Hätte ich ein Vodafone-Banner auf meinem Blog, ich hätte trotzdem noch meine Meinung und würde mich über deren Geld freuen.

        • 20. Juli 2009 09:23:05

          Ich sag ja, ich hätte es auch genommen, wäre mir aber auch blöd, wenn ich sie vorher mitverteufelt hätte. Aber wie sagt man so schön: „wes Brot ich ess‘, des Lied ich sing.“ Oder auch „des Lied ich nicht mehr sing.“
          Ich glaube nicht, dass man von Lobo in altem Umfang Berichte zu Netzsperren mit Beteiligung von Providern lesen wird…

        • 20. Juli 2009 09:26:24

          Ach ja: wenn Sie ein Yodafone-Banner „Ich bin dein Provider chchchchhhhhch“ auf Ihrem Blog hätten, würden Sie dann noch über das Thema Netzsperren und die Meinung von Providern dazu schreiben oder es doch eher lassen?

          • 20. Juli 2009 09:34:44

            Käme wohl auf die Vertragsbedingungen an, aber wenn es mir nicht *ausdrücklich* untersagt wäre (was ich mir wiederrum teuer abkaufen ließe,wenn es eines der Themen wäre, die mich stark beschäftigen), wohl schon. Ja.

            • jekylla permalink*
              20. Juli 2009 09:38:13

              Ok.
              Ich befürchte allerdings, dass Sie trotz Ihres Qualitätsblogs nicht in Lage kommen werden. Das eint uns. Also zweiteres.

  14. 13. Juli 2009 09:10:58

    .. und kam zu dem Ergebnis: nä.😉

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