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Flughafengeschichten: Hamburg

23. August 2009

Jetzt, wo mein Blutdruck wieder Normalbereich geentert hat … ich sag Ihnen, Flughäfen und Sicherheitschecks.
Hamburg-Frankfurt, geplant 11:10 Uhr, komme an um 10.10 Uhr, kein Problem, noch viel Zeit, da nur Handgepäck. Im Handgepäck das, was immer drin ist. Kulturbeutel mit Gedöns, das schon hundert Mal dabei ist. Alles in den erlaubten Größen.
‚Bitte an die 1 durchgehen.‘
Natürlich piept es gleich beim Durchgehen (in Frankfurt mit den gleichen Klamotten nicht). Leibesvisitation. War einfach, bei einem Kleid und Schuhen sowie Unterwäsche. Dann wird mein Boardcase rausgezogen, es inspiziert ein wenig attraktiver kleiner Mann mit Taschenlampenbrillengläsern mit den Worten
‚Na, das machen wir aber jetzt mal auf.‘
Wir. Hmpf. Er findet im Kosmetikbeutel tatsächlich Creme. Und eine kleine Flasche 50 ml Schaumspray.
‚Da müssen Sie jetzt rüber an den Automaten und einen Plastikbeutel kaufen und das einpacken.‘
Ich war ja schon durch.
‚Meine Tasche mit dem Geld kommt aber eben gerade erst.‘
Der kleine Mann: ‚Die muss ich auch mal inspizieren.‘
Das triumphierende Grinsen hätte ich gerne aus seinem Gesicht… egal.
‚Da ist was aus Metall drin.‘
Das Stück des Anstosses war ein Schlüsselanhänger in Form einer Patrone, was ihn sofort dazu veranlasste, den Bundesgrenzschutz zu rufen. Der dann auch kam. Ich liebe es ja, Mittelpunkt der kompletten Aufmerksamkeit von etwa 200 Passagieren zu sein, umrahmt von diesem zwergigen Security-Menschen und dem Bundesgrenzschutz. Der die Patrone sofort als Blender erkannte. Was mich freute. Was mich nicht freute:
‚Die müssten Sie dann aber im Gepäck mit einchecken.‘
Ah ja.
‚Guter Mann, wenn ich Gepäck zum einchecken gehabt hätte, hätte ich das bereits am Schalter getan und könnte die Patrone jetzt nicht mehr ins Gepäck packen.‘
Das war der Moment, wo unsere Freundschaft endete, bevor sie beginnen konnte.
‚Dann müssen Sie sie eben entsorgen.‘
Dazu muss man wissen, das ist ein Erbstück meines Vaters und bestimmt schon 30 Jahre alt und Entsorgen geht gar nicht. Meine Sprechlautstärke nahm dann wohl etwas zu, als ich das konstatierte, die Stimmung zwischen uns dreien verhärtete dann noch mehr.
‚Dann müssen Sie sich was einfallen lassen. Gehen Sie eben wieder zurück.‘
Im Gegenstrom -da die dort keinen separaten Ausgang haben- zu den checkwilligen Menschen wieder ins Terminal geströmt (bitte beachten Sie, das mein Zeitfenster etwas enger geworden war) und an den Lufthansa-Schalter, Sachlage erklärt.
‚Sorry, wir dürfen hier nichts entgegennehmen, ein Stock tiefer der Airport Service Schalter vielleicht….‘
den Rest hörte ich schon nicht mehr, unterwegs nach unten. Mittlerweile Körpertemperatur bei gefühlt 70 Grad. Der Mann, der am Airport Service Schalter vor mir gewesen wäre, macht wortlos Platz. Nett. Die Frau am Schalter erklärt mir, dass sie mir den Anhänger nicht nachschicken kann (das wäre ja auch Service gewesen), aber sie kann ihn mir gerne aufbewahren, bis ich wiederkomme. Was aber teuer ist. Ich könne ja auch ein Stockwerk höher, zur Gepäckaufbewahrung, da sei es billiger.
‚ICH HABE JETZT KEINE ZEIT MEHR FÜR WANDERTAGE, nehmen Sie den $%§$$% Anhänger ich hole ihn in vier Wochen wieder ab!!!!‘
‚Das macht dann 20 Euro, zahlbar bei Abholung.‘
Halsabschneider, Wegelagerer, Servicewüste, HASS!!! Mittlerweile ist es dann 10.40 Uhr (Check-In Zeit 10.45 Uhr), Sie erinnern sich, ich muss noch durch die Sicherheitskontrolle. Wieder. Und wieder Leibesvisitation, weil die Schnalle auf meinen Schuhen… egal. Und wieder das Boardcase öffnen und wieder der Plastiktütenflüssigkeitentanz. Mittlerweile Körpertemperatur am Siedepunkt, offenbar sieht diese junge Dame, dass das wirklich jetzt meine Toleranz- und Gesundheitsgrenze um ein Vielfaches überschreitet.
‚ICH KANN JETZT KEINE TÜTE MEHR KAUFEN, ICH VERPASSE MEINEN FLIEGER!!!!‘
Ich beginne völlig erniedrigt und schambefreit zu bitten, mich zum Gate zu lassen, verspreche meinen erstgeborenen Sohn, sollte ich das nächste Mal ohne Tüte… ich darf durch.

Und schwupps, es wird schon geboardet und schwupps was bin ich so dankbar, dass ich fest gebucht bin.

Dieser kleine mißgünstigste, erbsenzählerische Mann, der Flüssigsprengstoff versteckt in einer zulässigen Haarspraydosengröße nicht mal erkennen würde, wenn es vor seinen kleinen Schweinsaugen detonieren würde und anscheinend keinen sonstigen Spaß in seinem Leben hat, als Passagiere zu terrorisieren und das auch noch mit einem genüßlich-süffisanten Grinsen, soll meinetwegen Schrumpfhoden bekommen. Wenn es dafür nicht schon zu spät ist.

Und dieser Grenzschützer, der die Patrone eindeutig als „blind“ identifizieren konnte und dennoch so ein Bohei gemacht hat, gleich mit. Das war wahrscheinlich das Aufregendste, was ihm auf diesem Provinzflughafen seit Monaten passiert ist, eine „blinde“ Patrone und eine aufgelöste Frau. Glückwunsch.

36 Kommentare leave one →
  1. 23. August 2009 14:03:39

    Ich kann das Wort für Wort nachvollziehen. Das ganze Handgepäckgedöns ist ein Grund dafür, dass ich vermehrt mit der Bahn fahre: da kann ich 4 Liter Parfümampullen, einen Messerblock auch die gefährliche 101 ml Zahnpasta durch die Gegend fahren.

    Schön war immer, dass die hinter mir einchecknde Kollegin es immer schaffte, Haarspray in Bombengröße und den terroristischen, linksdrehenden Joghurt per charmanten Augenaufschlag durch die Sicherheit zu bringen.

    Betrüblich ist dabei, dass es am 11.September letztendlich doch geschafft wurde, die Welt auf Jahre hinaus ihrer Freiheit zu berauben – und verklemmtes Sicherheitspersonal bekam neues Machtpotenzial, das stellenweise menschenfeindlich ausgenutzt wird.

    Schnell fliegt man da nicht, sondern geht buchstäblich in die Luft…

    • 23. August 2009 14:10:06

      Wenn ich genügend Zeit gehabt hätte, wäre ich wahrscheinlich vollständig eskaliert, mit dem Ergebnis, entweder in Sicherheitsverwahrung genommen zu werden oder aus dem Flughafen geschmissen zu werden.
      In Frankfurt wurde ich mal gezwungen, das Innenleben meines Zippos wegzuschmeißen, weil die Watte da drin ja mit Bezin getränkt ist. Nach dem Sicherheitscheck kann man sowohl Zippos als auch Feuerzeugbenzin käuflich erwerben. Was für eine Farce!

  2. Marky Marked permalink
    23. August 2009 14:08:49

    Boah ey! Ich koche da sofort mit! Mein Erlebnis war von HAM nach Oslo. Die Zeit war knapp und ich mußte fast alles ausziehen (Gürtel, Ringe, Schuhe…). Ich hatte mein Zippo (Feuerzeug), gekauft auf Phuket wo ich 2 Tage vor dem Tsunami abreiste!!! Ich durfte es nicht mitnehmen und hatte keine Zeit für die Gepäckaufbewarung. Ich fluchte mächtig und schwor mir das Rauchen DESHALB aufzuhören und damit dem Staat in Form eines Steuerverlustes ne Harke zu schlagen. 5 Jahre ist es her und ausser mal ne Zigarre nach einem FCSP Spitzensieges ist es weg.

    • 23. August 2009 14:11:08

      Ha! Zippo! Habe ich gerade über Ihnen kommentiert! Das Außenleben durfte ich mitnehmen, wie großzügig!

      aber wenigstens hat das einen positiven Effekt gehabt, mit dem Nichtrauchen.

      Ich koche immer noch.

  3. 23. August 2009 18:44:31

    Hmm, ich glaube ich werde mich unbeliebt machen, aber ich verstehe beide Seiten…

    Die Regeln sind einfach, keine Flüssigkeiten. Und dieser Plastikbeutel is nonens. Wenn sich jemand Strengstoff besorgen kann, wird er sich auch ein Medikament verschreiben lassen können, das er austauscht. Schwupps ist das Zeug an Bord. Das machen 3, 4 Leute, zusammenschütten, peng.
    Wenn jemand nur mit Handgepäck unterwegs ist das natürlich ziemlich ungeschickt. Zahnpasta, Deo, Parfüm, Salbe, Creme, irgendwas hat man immer. Die Grundidee ist nicht von der Hand zuweisen, hat aber die Tücken im Detail. Diese Scanner können doch zwischen Metall, organischen Stoffen und sonstwas unterscheiden. Da muss man nachbessern.
    Ich hab mich mal tierisch gefreut, dass zwei ältere Damen Ihre Kosmetika die bestimmt schweineteuer war zurücklassen mussten, weil diese sich vor dem Check darüber lustig gemacht haben, das einige mit albernen Palstikbeuteln rumlaufen. Meine Schadenfreude, unfair ich weiss.

    Bei dem Anhänger in Patronenform ist klar, dass der Zwerg (weibliche Kontrollgnome werden oft auch „Mühlmaus“ genannt) Schiß bekommt. Auch wenn der BGS den Gegenstand als ungefährlich einstuft, die Regeln machen nunmal andere. Ich stelle mir auch immer vor wie ein Terrorist mit einer Nagelfeile und sein Komplize mit einer Nagelschere ein ganzes Flugzeug kapern. „Ich habe eine Schere und bei ich werde sie einsetzen!“
    Alles Dünnpfiff, aber die Regeln, Sie verstehen? Das Leben ist nun mal so, Finanzamt, Flugkontrolle, Geschwingigkeitskontrolle.

    Aber das Positive: DIE Chance Geld zu verdienen. Machen Sie eine Art Pfandhaus für solche Gegenstände. Da kann man sich dumm und dösig verdienen.
    Eine Nagelschere pro Tag: 0,50 Euro, die Woche 2 Eur. Kosmetika (teuer) 3 Eur pro Tag etc.

    • 23. August 2009 18:47:03

      Gemein, da hat WP was unterschlagen, das sollte:
      „Ich habe eine Schere und bei (persönl Gottheit einsetzen) ich werde sie einsetzen!“

      • 23. August 2009 18:50:19

        Dass man keine Autobatterien oder Handgranaten (laut Beschilderung) mit an Bord nehmen darf, verstehe ich ja. Aber Hauptsache, man darf alles im eingecheckten Gepäck mitnehmen, macht ja nix, wenn der Frachtraum in die Luft fliegt, Hauptsache, der Passagierraum explodiert flüssigkeitsfrei…

        • Jalim permalink
          14. März 2010 17:42:25

          Da machen Leute ihren Job! Die Regeln sind allen bekannt… tu das Zeug in ne Tüte und gut ist.

          Wenn man dabei so auf Konfrontation ghet wie du, ist es doch logisch, dass es nicht gut läuft. Als du am Schluß versöhnlicher wurdest, hats doch auch geklappt.

          Meinst du echt, die arbeiten dort, um dich fertig zu machen? Oder weil sie einen Beitrag zur Sicherheit leisten wollen? (Und sich eben auch an Anweisungen halten müssen).

          • 15. März 2010 08:33:44

            Es ging mir mehr um das Gezerre um den Schlüsselanhänger. Und DIESER Security Mann hat eindeutig nicht nur seien Pflicht getan, das war von Anfang an eine kleinliche Machtdemonstration. Ich habe früher selbst auf dem Flughafen gearbeitet, ich weiß, wie das läuft. Gegen das Einhalten von Anweisungen ist nichts zu sagen, bei der Dame danach war ich dann auch entsprechend anders drauf, aber manche mißbrauchen ihre Jobs zur Befriedigung ihres Selbstwertgefühls. Und dieser kleine Mann war so einer.

            Die Sache mit der fehlenden Tüte hat sich ja dann auch bald erledigt, diese unsinnige Vorschrift ist quasi schon Geschichte.

            Übrigens habe ich mittlerweile ein Plastikbehältnis für Flüssgkeiten.

    • 23. August 2009 18:48:36

      Keine Flüssigkeiten UND keine Lippenstifte! Auch wenn das keine Flüssigkeit ist. Und auch keine Wimperntusche übrigens. Und noch mehr Nonsens deswegen, weil es hundert Mal weder in Frankfurt noch Hamburg ein Problem gab. Und der Zwerg wollte einfach mal ein bißchen Macht genießen, das war ihm nahezu in Colormagic auf die Stirn tätowiert. Und was die Patrone angeht: der BGS hat sie zwar als ungefährlich eingestuft, aber ER (der BGS-Mann) hat mich dennoch aufgefordert, sie zu entsorgen. DAS ist der größte Widersinn des Tages. Ich habe auch schon 10 ml Flüssigkeitsrest in einem 150 ml-Behälter wegwerfen müssen, weil es um die Behältergrößen geht, nicht um den Inhalt. Das ist alles Kappes, echt.

  4. 23. August 2009 19:25:21

    Was für eine abstruse Story! Das mit den Flüssigkeiten und den willkürlichen Maximalgrößen der Behälter sehe ich ähnlich wie Multe: es mag kompletter Humbug sein, aber so sind nun mal die Regeln, die die Angestellten am Flughafen einhalten müssen. Ich denke da gar nicht mehr drüber nach und halte mich einfach stupide dran. Aber die Nummer mit der Patrone ist nun wirklich krank! Da haben die Jungs in der Tat ziemlich überreagiert.

    Na, da bin ich ja gespannt, was mir demnächst so alles blüht, wenn sich die Flüge ab Anfang September bei mir häufen …

    Eine schräge Story mit gutem Ausgang habe ich vor einiger Zeit am Flughafen Zweibrücken beobachten dürfen. Ausgewanderte Saarländer auf dem Rückweg in ihre Wahlheimat Berlin. Nach guter Landessitte wurden den armen Exilanten von besorgten Angehörigen Lebensmittel mitgegeben. Es gibt ja auch nix zu essen in Berlin. Beim Check-In stellte die Dame vor mir dann folgende schicksalsschwere Frage: „Ich habe 20 rohe Eier im Handgepäck. Gilt das auch als Flüssigkeit?“ Während ich um Fassung rang, verliess die Dame hinter dem Schalter völlig verunsichert ihren Platz, um eine Krisensitzung mit den Kollegen bei der Handgepäckkontrolle einzuberufen. Ergebnis: Da keiner die Frage wirklich beantworten konnte, durften die Hühnerprodukte im Rohzustand im Handgepäck mitgenommen werden. Auch wenn 20 Eier (Einzelgewicht pro „Behälter“ sicher geringer als 100 ml) zusammengerechnet evtl. mehr als einen Liter ergeben könnten …

    • 23. August 2009 19:28:25

      Grundsätzlich sind Regeln regeln. Aber die Auslegungsfreiheit dieser Regeln sind doch erheblich. Dieser Typ war einfach ein Blödmann. Und hatte schlichtweg Spaß dabei.

      Bei dem Hühnereiproblem hätte ich gern mal die Lösung dieses Hamburger Spezialisten gesehen…

      Zukünftig werde ich meine „Flüssigkeiten“ am Zielort deponieren und gar nichts mehr mitnehmen. Und meine Patrone mit der Post schicken, wenn ich sie dann abgeholt habe.

      • 23. August 2009 19:38:37

        Ja, ganz offensichtlich hatte der Typ es nötig, mal eine Runde aufzutrumpfen. Wenn man sonst keine Aufmerksamkeit kriegt …

        Und besser ist es in der Tat, gar kein Corpus Delicti mehr mitzuführen, wie Sie es jetzt ja auch vorhaben. Bei der Patronen-Geschichte fehlen mir weiterhin die Worte. Dann muss eben die Post ran.

        • 23. August 2009 20:17:49

          Und ich stelle gerade fest, ich habe nicht mal eine Quittung bekommen vom „Airport Service“…

          Post. Da sagen Sie was😉

          • 23. August 2009 22:42:51

            Ohne Quittung ist man quasi nichts. Dann hilft beim Abholen wohl nur noch eine echte Patrone!

  5. 23. August 2009 21:01:20

    Schade das es eine Blind-Patrone war. Sonst hätte man ja…………😉

  6. 24. August 2009 07:00:48

    So eine schicke Jacke mit Arbeitgeberlogo plus Rueckenaufdruck „Air Sheriff“ koennte da Wunder wirken. Vor allem duerften Sie legal Waffen mitfuehren, um Ihrem Aerger nachdruecklich Luft machen zu koennen. Und wenn es auch nur jeweils ein kleines Luftloch in der gegenueberliegenden Hirnkalotte ist.

    • 24. August 2009 07:29:52

      Jacke mit Arbeitgeberlogo ist kein Problem, das ist eine modisch völlig correcte Idee, Herr Pé.
      Ach, manchmal ist das Waffenverbot in Deutschland ja schon wirklich deeskalierend.

  7. 24. August 2009 12:33:31

    Als ich gestern so lange mit dem Zug (in Umgekehrter Richtung vom Südwesten) hoch nach Hamburg fuhr, dachte ich wieder „Wieso bist Du eigentlich nicht geflogen?“. Jetzt weiß ich’s wieder.

    Im Ernst: das ist so unglaublich, wie die Sicherheitsbestimmungen in der Praxis zum Teil ad absurdum geführt werden.

    • 25. August 2009 19:58:02

      Aber auch Bahnfahren hat seine Tücken. Erinnere mich noch an die Zeiten der Bahncard100, die ja noch nicht sooo lange vorbei sind. Und es DAUERT!!!

  8. 24. August 2009 13:03:54

    Ich glaube, dieses Security-Gedöns wurde nur erfunden, um a) mehr Arbeitsplätze für beglatzte hirnfreie Deppen zu schaffen (Ausnahmen bestätigen die Regel) und b) die Zugänge von ehemals friedlichen nun zu Terroristen mutierten Menschen in die Psychobetreuungsanstalten in kürzester Zeit in die Höhe schnellen zu lassen.

    Ich habe an meinem Schlüsselbund einen Durchsteckschlüssel. Berliner Eigenschaft. In jeder anderen Großstadt lege ich mittlerweile mein Schlüsselbund direkt raus … den ZZ-Top-Schlüsselanhänger habe ich schon an mein Reserveschlüsselbund gepackt, das nie fliegt. Die begreifen so etwas dort nicht.

    • 25. August 2009 19:57:17

      Was ist ein Durchsteckschlüssel??
      Mein seelisches Gleichgewicht ist erst wiederhergestellt, wenn ich meinen Anhänger wiederhabe. Dass ich nicht mal eine Quittung bekommen habe, macht mich jetzt etwas stutzig. Zum Zeitpunkt der Abgabe war ich allerdings auch schon etwas… unsortiert.

  9. 25. August 2009 14:09:51

    Anno 1998 war ich in den USA auf Urlaub. In irgendeinem Nationalpark habe ich leere (d.h. abgefeuerte) Patronenhülsen von beachtlichem Kaliber gefunden, eine eingesteckt und natürlich quasi sofort vergessen.

    Bis zur Kontrolle am Flughafen in San Francisco. Das gab auch ein großes Hallo. Immerhin hat man mir eine „body cavity search“ (was für Ausdruck!) erspart. Aber viel Erklärungsarbeit war trotzdem nötig.

    • 25. August 2009 14:37:43

      Und durften Sie sie damals nach der Erklärung dann mitnehmen?
      Naja gut, nach 9/11 wahrscheinlich dann auch nicht mehr…

      • 28. August 2009 13:18:26

        Nein, die Patronenhülse wurde direkt an Ort und Stelle entsorgt.

        Mindestens genauso nervenaufreibend wie die Diskussion mit den Flughafenangestellten war der Streit, den ich hinterher mit meiner damaligen Freundin hatte. Streit in einem Flugzeug ist nicht schön, echt nicht.

  10. 27. August 2009 10:06:05

    Oh je, das hört sich ja nach Stress pur an…
    ich hätte da aber die Contenance auch nicht bewahren können. Etwas ähnliches, aber nicht annähernd so zeitaufwändiges, oder nerviges ist einer Freundin auf dem Weg zurück von Düsseldorf nach Wien passiert. Wir waren zu spät am Flughafen (ich habe sie hingebracht) und Check-in war schon vorbei, also musste sie ihr gepäck als handgepäck mitnehmen und da waren lebensmittel und toiletten-artikel drin, das musste alles komplett entsorgt werden, da kannten die kein Pardon. Ich persönlich finde das ja albern, aber was will man machen?

    • 8. September 2009 09:32:02

      Langsam scheint sich die Erkenntnis aber durchzusetzen, dass das total albern ist, ich hörte, dass man die Bestimmungen noch mal „überarbeiten“ will in Kürze.

  11. 29. August 2009 10:32:41

    nicht mal ne Quittung bekommen ? das ist wirklich komisch….da könnte ja jeder des Ding abholen….

    • 8. September 2009 09:32:30

      Ich bin auch erst wieder entspannt, wenn ich es wieder in den Händen halte. Am 18.09. genauer gesagt.

  12. 5. September 2009 21:12:51

    Anläßlich eines kleinen Arbeitsaufenthaltes ziemlich weit auswärts wurde ich letztes Jahr verletzungsbedingt nach Australien ausgeflogen (es war nichts Schlimmes, das Dach war nur 7 m hoch). Mit echten Krücken verließ ich den Flieger und sofort stürzten sich hundertfünfundzwanzig freundliche, australische Helfer auf mich, um mich in einen Rolli zu setzen und die lange Wege zum Einchecken zu schieben. Nun ist das Check-In genauso freundlich wie fast ganz Australien, aber ich hatte noch keine Bekanntschaft mit der dicken, anscheinend ausgewanderten, NVA-Gehilfin vom Zoll gemacht.
    Der Leser muß wissen, daß man für Aus. ein Kärtchen ausfüllen muß, auf dem man u.a. die erste Schlafgelegenheit im Lande angeben muß. Da ich das nicht wußte, habe ich das auch nicht ausgefüllt. Mein Agent in Brisbane würde mich eh abholen.
    „Wo verbringen sie ihre erste Nacht?“
    „Sorry Ma´m, don´t know.“
    „Häääää? Sie MÜSSEN das angeben!“
    „May be in hospital? You will please have a look to my nice wheelchair?“
    „In welchem Hospital?“
    „Sorry Ma´m, don´t know.“
    „Getz verarschense mich ma nich!!“
    „But it may be to sleep in one of your hotels.“
    *kreisch*
    „I will be picked up by my agent at the exit.“
    „Ah! Wer ist denn der Gute?“
    „Sorry Ma´m, I don´t know him in person.“
    *beinaheohnmachtsanfall* „Wie heißt der?“
    „Kirk.“
    „Und weiter?“
    „Sorry Ma´m, don´t know. I only call him Kirk.“
    Irgendwelche komische, harte Worte hörte ich sie sagen, ich glaube, das F-Wort war auch darunter. Aber nach ner Viertelstunde hatte ich sie weichgekocht und mit dem Wiederholen dieses öminösen Wortes bekam ich meinem Stempel und ward in die Freiheit entlassen.
    Warum ich Kirk am Ausgang sofort erkannte, weiß ich nicht, es war so. Er brachte mich in einem wundervollen Hotel mitten in der City unter. Im Erdgeschoß befand sich ein Medical Center.
    Stellen Sie sich nun noch vor, daß Sie nach Wochen Busch in eine Metropole kommen. Aber das ist eine ganz andere Geschichte…😉
    Nach einer Woche (eher ging der Flieger nicht zurück) nahm ich meine Arbeit wieder auf.
    Nach Australien muß ich noch mal, aber ohne Studentenfutter, sie wissen schon.

    • 8. September 2009 09:33:40

      Unfall? Sieben Meter? Mr. Beamish! Was machen Sie denn für Sachen? Und ich weiß nichts davon!

      • 20. September 2009 21:46:54

        Liebste Madame,

        ich fand es einfach nicht erwähnenswert. Btw, können Sie einen Spagat? Nein? Ich auch nicht, habe allerdings einen gemacht. Zwangsläufig. In der Luft. Man könnte auch sagen, daß er mich vor schlimmen Unheil bewahrt hat. Diese kleine Aduktorenzerrung hätte ich früher allerdings schneller weggesteckt.
        Zu dem Einsatz kann ich Geschichten erzählen…

        Bißchen schauen?

        Komischerweise immer leer

  13. 20. September 2009 21:47:37

    Ich werd hier wohl nicht mehr angenommen mit Links?

    • 21. September 2009 16:03:08

      Bei mehr als einem Link rutschen Sie in den Spamkommentar und müssen freigeschaltet werden, was hiermit geschehen ist. Ich schau mir jetzt erstmal alle Bilder an!

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