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Komm, erzähl mir was…

7. Oktober 2009

… aber laber mich nicht bewusstlos!

genervt

Kennen Sie das? Menschen, die Ihnen etwas erzählen wollen und das ganze hochdramatisch gestalten durch endlose Pausen zwischen den Sätzen? Durch diese Fragehülsen wie „Und rate mal, was er gesagt hat?“ das Leiden bis zu meiner absoluten Schmerzgrenze noch verlängern?

Allein meiner Erziehung haben es diese Hardcore-Erzähler zu verdanken, dass ich sie nicht nach jedem Satz mit einem „weiter, weiter“ versuche, im Erzählfluß zu beschleunigen. Und dadurch, dass ich mich so beherrschen muss, geht meine Konzentration auf die Inhalte, die man mir vermitteln will, fast komplett flöten. Also eine völlig kontraproduktive Taktik, um mir etwas näher zu bringen. Ich neige sogar dazu zu sagen, dass mich das aggressiv macht. Ganz schlimm wird es, wenn ich eigentlich schon im Gehen begriffen bin und quasi auf dem Sprung in so ein waberndes Erzählnetz gerate. Das sind so Momente, da danke ich meinen Eltern und der Academy, dass ich ein eher nicht gewalttätiger Mensch bin, der seine Aggressionen im Griff hat. Aber es ist so verdammt schwer manchmal…

13 Kommentare leave one →
  1. rinpotsche permalink
    7. Oktober 2009 08:39:41

    Öhm, ich finde Aggressionen per se gar nicht mal soooo schlecht. Sie können sich ja vorstellen, weshalb ich das jetzt sage, ne?

  2. rinpotsche permalink
    7. Oktober 2009 09:02:01

    *kuckt sich um*

  3. 7. Oktober 2009 09:32:00

    Irgendwoher kenne ich das. Suchen Sie dann auch unbewusst nach dem Loch beim Erzaehler, in das man die Handkurbel zum schnellen Vorspulen stecken kann?

    • 7. Oktober 2009 09:35:16

      Man möchte sie würgen, aber das würde es ja noch verlangsamen…
      Versuche es immer mit einem angehauchten „Ja.. und?“, aber die sind so schwngungsresistent!

  4. 7. Oktober 2009 13:53:01

    ah. die Hohe Kunst des interaktiven Schwafelns. Das kann ich auch manchmal leider Gottes ganz gut.

    • 7. Oktober 2009 14:08:32

      Schwafeln ist ja ok, aber die Art und Weise! Man kann das doch auch kurzweilig gestalten. Finde ich. Das Leben ist so kurz, da hab ich doch keine Zeit für diese überspannte Dramaturgie!🙂

  5. 10. Oktober 2009 11:18:21

    Da hilft nur zurückschießen. Das nächstbeste Stichwort nehmen und unterbrechen. „Ach, weil Du gerade Leberwurst sagst, ich hatte da ja ein Erlebnis..“ Schnell irgendwas absurd-langweiliges ausdenken und nach 2 bis 3 Minuten feststellen wie die Zeit rast und man ja noch dringend in die Reinigung oder Haare waschen muss.

  6. 11. Oktober 2009 13:03:50

    hihi, schöner comic für „eine katze hat nun mal sieben leben“.

    mir gehen vor allem menschen auf den zeiger, die selber sehr lange und ausgiebig labern, dazu noch langsam sprechen, jede pause mitnehmen, die sie dem text spendieren können – und sich dann bei mir beklagen, ich solle schneller sprechen. da will ich dann aufstehen, gehen, mir neue „freunde“ zum spielen suchen.

    • 11. Oktober 2009 15:55:04

      Genau diese Sorte! You speak me out the soul!

      Nur, dass sich bisher noch keiner beklagt hat, dass ich zu langsam spreche. Eher umgekehrt. Aber wenn die wüssten, dass ich gar nicht so schnell sprechen kann, wie ich manchmal gern würde… ist wie mit dem Tippen.

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