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Morgens im Stall

7. August 2010

Ich bin ja gerne am Wochenende morgens früh im Stall, um die Pferde auf die Weide zu werfen. Die Luft ist so klar und frisch, an heißen Tagen die schönste Zeit. Und die morgendliche Begrüßung ist umwerfend, wann wird man schon so freudig begrüßt? Nicht mal im Büro, wobei ich es da sicherlich verdient hätte.
Ansonsten gestaltet sich das normalerweise recht unspektakulär. Bis auf heute, als dieser große Transporter mit Werbeaufschrift auf den Hof fuhr und mir eine Stallekollegin erzählte, dass gestern abend ein Friesenhengst zur Übernachtung eingetroffen sein, schicker Kerl, sollte ich mir mal ansehen. Also das Pferd.

Drei Männer mit unverkennbar österreichischem Dialekt entstiegen dem Transporter und klärten mich dann mal auf, was das eigentlich alles soll. Das Pferd ist Teil eines Show Acts für die neue Ausgabe dieser Supertalent-Show von Diiiidääär Bohlen und muss heute nachmittag irgendwo hin zum performen, wurde bei uns im Stall geparkt. Soweit auch unspektakulär, wenn der eine Österreicher nicht mit dem anderen Teil des Showacts aus dem Transporter gekommen wäre: Udo. 38 oder 40 Jahre alt. Steinadler. Fernsehstar.

Und das macht Udo so beruflich oder auch das.

Also, so Auge in Auge mit einem Steinadler, der noch nicht gefrühstückt hat, ist schon… besonders. Der von der Crew mitgebrachte Jagdhund wäre offensichtlich genau seine Kragenweite gewesen, gut für den Hund, dass Udo fest verzurrt auf der Hand des Herrn saß und seine Jagdversuche schnell unter Kontrolle waren. Ganz schön groß, so aus der Nähe, der Udo.

Dankenswerterweise stand auf dem Transporter auch, was die Firma Blaickner so macht.

Normalerweise schaue ich dieses Supertalent-Dingens ja nicht, aber Ende August soll wohl die Folge mit Udo ausgestrahlt werden. Die schaue ich.

Edit: damit das auch alles eine runde Sache ist, habe ich mir soeben die DVD des Films „Geierwally“ bestellt. Wenn man schon einen der Hauptdarsteller kennengelernt hat, sollte man das. Und wo man gerade bei der Geierwally ist (übrigens unvergessen auch das Original des Films aus dem Jahre 1940), dann fällt einem auch sofort die unvergleichliche Maria Callas ein mit der Arie aus der Oper von Alfredo Catalani und ich stelle fest, jedesmal wieder Gänsehautfaktor. Ungefähr so wie bei „Hell’s Bells“😉

8 Kommentare leave one →
  1. 7. August 2010 08:51:59

    Interessant. Obwohl es mich auch gereizt hätte die Akrobaten- Nummer, wenn Sie die Pferde auf die Weide werfen, zu sehen.

    • 7. August 2010 08:54:08

      Ich hätte mich mit der Nummer bei Herrn Blaickner bewerben sollen, aber er kam zu spät, um meine Performance zu begutachten🙂

  2. Lars Fischer permalink
    7. August 2010 09:01:11

    Möglicherweise sollte man das geflügelte Wort „ich traue ihm nur so weit wie ich eine Kuh werfen kann“ im Lichte dieser Enthüllung noch einmal revidieren…

    • 7. August 2010 09:03:30

      Wie immer dringen Sie sogleich zum Kern der Geschichte vor. Ich habe das nicht anders erwartet.

  3. 7. August 2010 11:58:40

    Sie wuerden gerne im Buero feuchtwarm abgebusselt werden, Mrs. Jay? Oder lediglich, dass man Ihnen Zucker aus der Hand frisst?

    • 7. August 2010 12:26:28

      Gut, dass Sie nicht wissen, welche Ausdrucksformen für Freude Pferde so noch alle haben…

      Nein, ich würde mich mit einem glückseligen Wiehern meines Chefs schon zufrieden geben. Einfach so, weil es sicher amüsant wäre🙂

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