Bei Herrn r|ob habe ich ein frustrierendes Tool entdeckt, das im Rahmen von Zensursula die Überprüfung auf „pöse“ Webseiten ermöglicht. Und was musste ich feststellen? Ein Muddi-Blümchen-Blog habe ich, unbeschränkt begehbar.
Herr r|ob wurde immerhin mit „ab 14 Jahre“ indiziert, Herr Markus aber ist der Schlimmste von allen, textundblog.de geht GAR nicht.

Da auch Herr jafa schon rumgemeckert hat, habe ich beschlossen, intensiv an einer Indizierung zu arbeiten und die Überschrift sagt es schon: mit allen Mitteln.

Haben Sie schon vom neuen Kult-Kaltgetränk des FC St. Pauli gehört? „Kalte Muschi“.
Cola mit Rotwein. Also ein blutrotes Kaltgetränk namens Kalte Muschi. Als „brandneu“ deklariert von den „Machern“, in Wahrheit schon lange bekannt als abgewandelte Form des Calimocho. Wahrscheinlich, wenn man es besoffen schnell spricht…
Ein wahrhaft peinlicher Werbegag. Ich werde nicht gleich die Sexismus-Peitsche auspacken, aber peinlich ist es allemal. St. Pauli -> Rotlicht -> Sex -> Kalte Muschi. Diese Herleitung ist so banal sie nur sein kann. Alternativ warten wir jetzt schon auf den „Heißen Pimmel“, die Weiterentwicklung des „St. Pauli Lümmel“. Der kiezkicker hat das hier schön besprochen.
Gehen Sie das mal bestellen am Tresen: „Eine kalte Muschi und einen heißen Pimmel bitte.“

Wenn Sie jetzt erwartet befürchtet gehofft geglaubt haben, ich erzähle Ihnen von meinem Sex-Leben, haben Sie sich umsonst gegruselt gefreut. Als ich nämlich festgestellt habe, dass auch Frau Claudias Kochblog auf den Index rutscht, hab ich mir gedacht, mit einer Anleitung zum Hamster filettieren müsste das auch gehen. Überhaupt ist Kochen ja eine sehr blutrünstige Angelegenheit. Da wird tranchiert, blanchiert, filettiert, Gemüse wird in rohester Art und Weise bei lebendigem Leib in sprudelndes Wasser geworfen, Zwiebeln werden gehäutet, Schnitzel mit einem Fleischklopfer plattgeschlagen, Kartoffeln sticht man gar die Augen aus – was soll den bitte aus unserer Jugend werden, wenn nicht ein Haufen skrupelloser Gewalttäter, die bei Muddi zuhaus den Umgang mit der kompletten Messergalerie lernen? Unerhört, oder?

Zu Drogen will ich kann ich nicht viel sagen, ich habe in meiner längst historisch gewordenen Jugend wie Herr Clinton nie a sexual relationship with that woman inhaliert. Das ist, was meine Eltern wissen. Die mich nie gesehen haben, als ich mit dem Moped nachts über eine gottseidank nicht mehr belebte Hauptstraße fuhr und die hinten mit einer Gepäckspinne befestigte Tupperdose mit Nudelsalatrest entsprang und ich versucht habe, die Reste unter stetem Kichern von der Straße zu kratzen, bis mir die Sinnlosigkeit meines Tuns bewusst wurde. Herr Pé brachte mir anlässlich seines Besuches vor Kurzem ein schönes Dekostück mit, man nennt es Shisha. Die Funktion hat er mir erklärt, aber ich befürchte, dass mich der Gebrauch zu unbedachten Taten verleiten würde, wie einem beherzten Sprung aus dem Dachfenster, weil die vier Meter bis zu dem nächsten Taubensitzplatz mir geringer erscheinen könnten.

Ach ja, Tauben. Holen auch das Schlechteste aus mir heraus. Ich bin ja eher bekannt für pazifistische Neigungen, Gesprächslösungen, hysterische Anfälle und psychische Gewalt, aber bei Tauben kommt das Tier in mir zum Vorschein. Welches auch immer Tauben frisst. Da ich auch in der mittlerweile nicht mehr neuen Wohnung mit der Hochgeschwindigkeitsschleuder- wahrscheinlich wegen ungeeigneter Munitionsbestückung- nicht wirklich Erfolge erziele, sinne ich weiterhin auf blutige Rache. Je blutiger, desto besser. Verdammte Luftratten. Kommt man mit Fluchen auf den Index? Dann sollten Sie mich morgens hören, so ab 05.00 Uhr…

Und wo wir schon dabei sind, das Hamster filettieren fehlt noch. Herr Markus kann bestätigen, dass diese Idee geboren wurde, als ich das hier

Hamster

noch nicht kannte. Erinnert mich auf übelste Weise an eine pietät- und schamlos auf einem Feldsalat exponierte Wachtel, mit ausgebreiteten Flügeln und Schenkeln, von der man beim Edel-Italiener glaubte, im Food-Design ganz weit vorne zu sein.
Irrtum! Unnötig zu erwähnen, dass ich seitdem nie mehr Wachteln gegessen habe.

So. eigentlich wollte ich von meinem grandiosen, entspannten und wunderbaren Urlaub auf Rügen erzählen, vom gelungenen Umzug des Pferdes in den neuen Stall, vom Umzug der Laberhühner im Open Space in die am weitesten von mir entfernte Ecke und vom Saisonabschluss am Millerntor, aber das interessiert ja wieder keinen. Also dann eben nicht.