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Mein Blogwichtel ist da!!!

16. Dezember 2011

Eigenexperiment – eine besinnliche Wiederentdeckung

Der Blogwichtel hat sich umgeschaut in Frau Jekyllas Hyde and Seek. Ein vorzügliches Blog, in dessen Archiv zu stöbern sich lohnt. Nicht nur für themensuchende Blogwichtel, sondern für interessante Inhalte suchende Leser. Zeitloser Content wartet in der Tiefe des Raumes, wartet darauf an die Oberfläche gehoben zu werden. Für Frau Jekylla gewiss nichts Neues, doch für Leser, die noch nicht so lange mitlesen, sicher ein, zwei Klicks in die Tiefen wert. Dive and Find at Hyde and Seek, if you know what I mean.

Dabei ist der Blogwichtel auf eine schöne Sache gestoßen: Frau Jekylla las – gemeinsam mit ihren Lesern nicht nur Loriot – sondern noch davor Blogpostings anderer Autoren. Nachzuhören ist all das unter dem Label Hyde and Seek…. in other words. Sie (ver-)leiht damit den Texten nicht nur ihre eigene Stimme, sondern selbigen einen ganz neuen Ausdruck.

Da kam dem Blogwichtel die Idee, es könne doch reizvoll sein, einmal einem Text der werten Frau Jekylla eine neue Stimme zu verleihen. Aus den Tiefen des Archivs wurde ein Eintrag vom 29. Dezember 2008 auserkoren. Aus der Mitte des Raumes ein zeitloses Dokument der begnadeten Bloggerin. Hören Sie nun das Jekylla’sche Œvre Eigenexperiment. Einen besinnlichen Text zum Jahresausklang in einem Akt. Eingesprochen vom unbekannten – und unbekannt bleibenden :) – Blogwichtel:

Wenn Sie, liebe Leser von Hyde and Seek, oder Sie, werte Frau Jekylla, zum Abschluss lieber wieder die Stimme jener charmanten Stewardess hören möchten, die von einem Flug nach Hamburg berichtet, dann klicken Sie bitte hier: Lufthansa Entertainment Onboard. Hört man jene zauberhafte Stimme, fragt man sich nur verwundert, warum liest diese Frau nicht alle ihre Postings ein, oder bietet den Doppel-Service TTHS (Text und Ton auf Hyde and Seek)?

In Abu Dhabi mit dem Shell V-Power Network of Champions – so war das

28. November 2011

Wer es nicht verfolgt hat, ich hatte da eine Reise nach Abu Dhabi gewonnen, um mit dem „Shell V Power Network of Champions“ ein Wochenende zu verbringen, das reich an Events war. Was das Network of Champions ist?

Wir wollen eine weltweite Gemeinschaft von Begeisterten zu schaffen, die Leidenschaft für Automobilität und Höchstleistung teilen, und haben sie vereint im Shell V-Power Network of Champions. Es sind automobile Enthusiasten aus Deutschland, Großbritannien, den Niederlanden und den Philippinen. Gemeinsam nehmen die Teilnehmer an fünf einzigartigen Events an verschiedenen Orten teil, bei denen die sie Einblicke in den neuesten Stand der Entwicklung von High Performance Kraftstoffen und deren Bedeutung für Automobilität erhalten. Mit diesem Programm erhalten die Teilnehmer exklusiven Zugang in die Welt der Shell Kraftstoffentwicklung sowie zu den langjährigen Partnern von Shell – insbesondere natürlich Ferrari. Insgesamt gibt es sechs Champions aus Deutschland sowie 18 weitere Champions aus Großbritannien, den Niederlanden und den Philippinen. Shell möchte im Rahmen des Programms einzigartigen Content und Einblicke generieren, um Follower, Blogleser und andere User von der Leidenschaft zu Höchstleistungen inspirieren.

Und ich nun da mittendrin.

Man könnte jetzt vermuten, dass ich nur Gutes über den Veranstalter und das Wochenende sagen werde, weil ich es ja gewonnen habe. Mache ich aber nicht. Ich sage nur Gutes, weil ich nur Gutes erlebt habe. Das ist es ja gerade: Shell geht mit der intensiven Einbindung von Social Media (Bloggern, Twitterern, Facebookern) ein nicht geringes Risiko ein. Das ist eine Art freiwilliges und bewusstes Blankziehen, um -was man vielen Unternehmen nur anraten kann- die Möglichkeiten, die das www bietet, Informationen an den Verbraucher zu bringen, zu nutzen. Im Falle von Shell funktioniert das. Zumindest bei mir. Sowohl als Nutznießer der Aktion wie auch als Endverbraucher. Aber dazu später.

Los ging es also am Freitag Abend, mit Etihad Airlines in der Business Class. Nun ist das keine Business Class im lufthanseatischen Sinne, wo man 10 cm mehr Platz hat als in der Polyesterklasse. Man hat da so eine Art Abteil, mit einem Sessel, den man zu einem Bett umfunktionieren kann und der dazu noch die unfassbar angenehme Massagefunktion anbietet. Nun war ich eigentlich nicht müde, habe aber dennoch den Flug vorwiegend liegend verbracht. Einfach, weil ich es konnte. Vom ausgezeichneten Service an Bord gar nicht zu reden, dieser Flug war äußerst angenehm.

Ankunft um kurz vor 08:00 Uhr, Transfer zum Hotel Yas Viceroy. Für eine genauere Zimmerinspektion schauen Sie mal hier hin, abends ein echter Hingucker. In einem Zimmer, das ungefähr die Größe meiner Wohnung hatte und in Kirschkernspuckweite von der Rennstrecke lag, fand ich dann zunächst ein Willkommenspaket von Shell. Zu meiner größten Freude befand sich darunter ein Gerät, das sowohl Fotos macht als auch Videos aufnimmt.

Das mit der Kamera heisst aber nun nicht,  dass meine Ergebnisse von der Schärfe her besser werden. Was wieder beweist, dass es einfach an mir liegt. Und ich werde es dann auch einfach akzeptieren und als Markenzeichen adaptieren. Man kann sich alles schönreden :-) Dazu gab es ein T-Shirt, natürlich in Ferrari-Rot -vor dem Spiegel erinnerte ich mich an ein menschgewordenes Bengalo- und den Ablaufplan für den Event-Tag. Und man soll es nicht glauben: selbst bei geschlossenen und geräuschdämmenden Fenstern habe ich die draußen auf der Rennstrecke fahrenden Fahrzeuge deutlich hören können. Was für ein Sound.

Den Samstag hatten wir zur freien Verfügung, was mir erlaubte, die Rennstrecke zu begutachten und mich ein wenig an die deutlich über 30 Grad liegenden Temperaturen zu gewöhnen. Und unscharfe Fotos zu machen.

Da im sechsten Stock übrigens habe ich per AFM-Stream Wolf und seinen Mannen gelauscht, Hansa Rostock vs. FC Sankt Pauli. AFM ist überall, auch in Abu Dhabi :-)

Um 19:00 Uhr war ein Welcome Treffen angesagt in der Sky Lounge, dort lernte ich als die Mitglieder des Networks of Champions sowie die anderen drei Gewinner aus den „Competitions“ kennen, die wie ich über das Gewinnspiel mit Video nach Abu Dhabi gekommen waren: Danny aus Holland, Rachel aus England und Erwin von den Philippinen. Und natürlich das zahlreiche Betreuerteam unter der Leitung von Katy Barber (Shell Retail PR/Communications) und Remi Sinai (Sponsorship Manager Shell Brands International) und ihrer mehrköpfigen Crew. Beim Buffet konnten sich die Teilnehmer dann ein wenig kennenlernen, alle waren gespannt auf den nächsten Tag, den „Day of Performance“.

Für diesen Tag gab es also diesen Ablaufplan und, was ich am Ende des Tages mit großer Hochachtung feststellen konnte: er wurde eingehalten. Was mit der Fülle der Events, über 25 Menschen, die in den Events beteiligt waren, Bustransfers und und und keine leichte Aufgabe war. An dieser Stelle großes Kompliment an die Organisatoren.

Was wir genau wann gemacht haben und wie das alles so war, sollten Sie hier im racingblog weiterlesen. Der Betreiber des Blogs, Don Dahlmann, konnte wegen Rücken nicht selbst teilnehmen und da ich ihm und seinem Blog diese absolut denkwürdige Reise zu verdanken habe, splitte ich den Bericht an dieser Stelle, die Erlebnisse auf Yas Island interessieren seine Leser ja auch. Wenn Sie also zunächst dort lesen und dann wieder hierher kommen zum Weiterlesen, hätten Sie damit das Gesamtpaket. Also zunächst dann bitte hier entlang zum Racingblog und später wieder hierher zurück. Das ist zumindest mein Plan ;)

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Wenn Sie also zwischenzeitlich mein Hochgeschwindigkeitswochenende nachgelesen haben, hätte ich hier noch ein paar Anmerkungen. Ich hatte die Gelegenheit, mit sehr interessanten Leuten von Shell zu sprechen. Einer, der besonderen Eindruck auf mich gemacht hat, ist der Shell Chief Scientist Mobility Dr. Wolfgang Warnecke. Nicht nur, dass er ein sehr liebenswürdiger und sympathischer Mensch ist, sondern auch beeindruckend durch sein Fachwissen, die Art, wie er es vermittelt, seine Begeisterung für das, was er tut und seine Vorstellungen, wie das in ferner Zukunft mit unserer Mobilität und den damit verbundenen Aufgabenstellungen so werden soll – toll.

Unterstützt von John Lambert (Shell Fuel Scientist) aus London, dem Chemie-Experten von Shell, der seit über 30 Jahren bei der Firma ist, und dem man ebenfalls die Leidenschaft für seinen Beruf und das, was er mit seiner Arbeit erreichen kann, deutlich anmerkt. Beim Frühstück am Sonntag hatte ich früher Vogel auch das Glück, auf Chris Tan zu treffen. Chris Tan, der Global Fuels Portfolio Manager von Shell und der Mann, der den Vorschlag zur Gründung dieses „Network of Champions“ seiner Mitarbeiterin Katy Barber sofort als Chance begriffen hatte, Social Media einzubinden, zeigte sich sehr interessiert an meiner Verbrauchermeinung. Ich gebe zu, dass ich mich bisher wenig mit dem Thema Kraftstoff beschäftigt habe. Ausser, dass mein Auto welchen braucht. Aber auch ohne diese Veranstaltung tanke ich schon seit Jahren Shell-Kraftstoff. Und das, was ich gelernt habe an diesem Wochenende, ist zum Beispiel auch, dass ich meinem tapferen, schon etwas älteren Auto auch Gutes tun kann, in dem ich mal zwischendurch etwas mehr bezahle, dafür aber auch mehr bekomme. Shell V-Power. Das bringt man gerne einfach mit einer möglichen Leistungssteigerung in Verbindung, aber dass diese Leistungssteigerung auch daher kommt, dass dieser Kraftstoff durch seine Zusammensetzung eine Art reinigende Vitaminkur ist, weiss man so eigentlich nicht. Mein chenisches Verständnis ist mehr als nur begrenzt, aber die erste Activity, die als lockeres, unterhaltsames Warmup im Mixen von Cocktails daherkam, war die spielerische Erklärung, warum die Mischung so wichtig ist. So wie ein Cocktail nur schmeckt, wenn man genau die richtige Menge von genau den richtigen Zutaten mischt, so ist es auch mit Kraftstoff. Unnötig zu erwähnen, dass ich beim Shaken meines Cocktails vergass, den Deckel festzuhalten und den Prototypen durch großflächiges Verteilen vernichtet habe… Klassiker.

Nachdem Sie ja drüben bei Don Dahlmann von den Aktivitäten gelesen haben, werden Sie mir zustimmen, dass das Erlebnisse sind, die man unter normalen Umständen nicht hat. Es war einfach großartig, in vielerlei Hinsicht. Ich habe sehr viele nette und kompetente Menschen kennengelernt, nicht nur die anwesenden Blogger und Journalisten aus mehreren Ländern (das Network of Champions gibt es ja auch in Holland, England und auf den Philippinen), sondern sehr engagierte Mitarbeiter von Shell, die zu jeder Zeit den Eindruck vermittelten, dass das nicht nur ein Job für sie ist, sondern das, was sie gerne tun. Mit Überzeugung. Und einem hohen Maß an Professionalität. Das war beeindruckend und in der Folge auch ein unvergessliches Erlebnis, weil dieser Spass an der Arbeit letztendlich auch dazu geführt hat, dass alle Beteiligten eine tolle Zeit hatten. Keine Pannen, keine Verzögerungen – das Shell-Team lief wie ein Uhrwerk.

Wie ich gelernt habe, ist sich Shell darüber klar, dass eine starke Öffnung in Richtung Social Media immer irgendwie etwas unberechenbar bleibt, auch wenn man sich die Teilnehmer natürlich durch solche Events (es gab schon welche in Maranello, in Belgien, in England dieses Jahr) gewogen macht. Aber konstruktive Kritik ist immer erwünscht, wird eigentlich sogar erwartet. Shell geht einen sehr offensiven Weg, um zu informieren. Natürlich in erster Linie im Bereich des Hochgeschwindigkeitssports, aber die Erkenntnisse aus diesen Forschungen und Entwicklungen fließen ja auch für den normalen Verbraucher weiter.

Am Ende des Day of Performance war noch zu einem Dinner geladen, im Yas Links Club House, im Rahmen eines reichhaltigen Buffets gab es noch Ansprachen, Danksagungen, Rückbetrachtungen. An bunt gemischten Tischen angeregte Gespräche und die wunderbare Atmosphäre eines nächtlich beleuchteten Abu Dhabi liessen einen fast vergessen, dass es damit auch schon wieder fast vorbei war.

Zurück im Hotel habe ich selbstverständlich mein Versprechen erfüllt, an den einen oder anderen, der für mein kleines Amateurvideo gestimmt hatte, eine Postkarte zu schreiben. Treffpunkt in der Lobby für den Transfer zum Flughafen sollte der nächste morgen, respektive in ein paar Stunden, um 06:10 Uhr, sein. Flugs zwei Weckrufe bestellt, einen um 05:00 Uhr, ein zweiter sollte sicherheitshalber zehn Minuten später erfolgen. Der erste kam auch.
Als mich die Klingel an der Zimmertür weckte, begriff mein Hirn zwar bereits, dass irgendwie die Dinge problematisch sein könnten, aber erst, als der nette Hotelangestellte mir mitteilte, dass meine „people“ unten warten und es 06:20 Uhr sei, erreichte mein Blutdruck noch höhere Dimensionen als am Tag zuvor beim Drag Car. Glauben Sie es oder lassen Sie es sein: es ist mir gelungen, innerhalb von 10 Minuten meinen Koffer zu packen und mich anzuziehen und in die Lobby zu fahren. Dass meine Frisur einem Explosionsergebnis entsprach und der Rest meiner Erscheinung allenfalls als desolat zu bezeichnen war, spielte keine Rolle, es war nämlich keiner mehr da. Von @probefahrer Alex Kahl habe ich später erfahren, dass man ihnen sagte, ich bräuchte noch eine halbe Stunde, so entschied man sich zur Abfahrt. Was eine gute Entscheidung war, ein Texi war schnell bestellt und ist dort lächerlich günstig.

Der Rückflug mit Etihad war genauso luxuriös und entspannend wie der Hinflug. Wie gesagt, Business Class und Business Class können Welten sein, in der besseren davon bin ich zurückgeflogen. Mein Kopf ist immer noch voller Eindrücke und Informationen, vieles kann man nicht mal ansatzweise angemessen beschreiben. Dieses Wochenende war eine Aneinanderreihung von „first time“s und ich danke Shell*, Edelmann PR und allen an der Auswahl der Competition Winner Beteiligten, dass ich daran teilhaben durfte. Es waren so viele Namen, die ich mir alle merken wollte, ich darf Anna Hardmann* und Nadia Zabaneh* nicht vergessen, und Jill Martin*. Und Lee-Ann*. Und Simon*! Und wen ich vergessen habe: vielen, vielen Dank für ein Wahnsinnswochenende, es war mir eine Freude, Euch alle kennengelernt zu haben.

Weihnachten kann auch anders… kann Social Web auch?

27. November 2011

Gerade, als ich überlegte, wem ich denn eigentlich so was zu Weihnachten schenken soll, sehe ich auf twitter diesen Link zu dem Blog einer langjährigen, sehr geschätzen lieben Bekannten.

http://holyfruitsalad.blogspot.com/2011/11/wohnungslos.html

Lesen Sie das und überlegen Sie, welchen Staubfänger für irgendjemanden Sie vielleicht nicht kaufen und benutzen stattdessen den Spendenbutton oben rechts auf der Seite.

Für mich ist das keine anonyme Spendenaktion, wo man nicht weiss, wo das Geld hingeht und ob das alles auch so stimmt. Ich weiss, dass es stimmt, also vertrauen Sie mir, dass Sie das Richtige für die Richtige tun. Vielleicht kann das Social Web ja auch in diesem Falle richtig, statt eines Shitstorm zur Abwechslung mal was Positives vollbringen? Hier geht es um die dringendsten Bedürfnisse und nicht um Luxusartikel. Den Button zu betätigen, dauert 10 Sekunden. Habs probiert ;)

P.S: Der Blogautor des Apfel+Z legt für jede Verlinkung noch 5 Euro drauf. Na dann los:  :-) http://apfelzlog.de/663/spendenbutton-fur-creezy/ #creezy

** Commercial ** LFA der Zwölfte

25. November 2011

Heute um 13.30 Uhr findet bei @gawd668 der LFA XII (Lazy Friday Afternoon der Zwölfte) statt. Wie viele bereits wissen, handelt es sich um eine einzigartige Veranstaltung mit langer Tradition und es ist einfach unerlässlich, dass Sie – ja, SIE- heute hier aufschlagen. Spielen Sie mit und Sie werden unerwartete Adrenalinschübe erleben, die Sie gar nicht für möglich halten würden.

Für weitere Informationen bitte hier schon mal eingrooven und weiter gar nicht nachdenken, sondern das Blog zur rechten Zeit besuchen. Believe me, it´s so much fun!

Da ich aus eigener Erfahrung weiss, wieviel Arbeit und Herzblut in der Vorbereitung steckt, hoffe ich auf zahlreiche Teilnahme bei Herrn gawd und wünsche viel Vergnügen :-)

Manchmal überholen einen die Ereignisse: Dresden, Pyro und der DFB

4. November 2011

Überraschung! Keine Gästefans aus Dresden am Millerntor!

Das ist natürlich keine Überraschung, zumindest für die nicht, die es haben kommen sehen, dass die Vereine nach den Vorkommnissen in Dortmund jetzt zum Handeln mehr oder weniger gezwungen sind. Das dürfte erst der Anfang von Sanktionen sein, die nicht mehr der DFB auferlegt, sondern die auf „freiwilliger“ Basis von den Vereinen selbst getroffen werden. Zu diesem Vorfall übrigens, falls Sie ihn noch nicht gelesen haben, ein hervorragender Bericht eines Dynamo-Fans vor Ort bei spox.com hier -Achtung, unten gehts per Link zu Teil 2.

Dass die Initiative pro Pyro weder lang- noch mittelfristig Aussicht auf Erfolg hatte, war mir auch schon vorher klar. Bei der herrschenden Gesetzeslage und angesichts der Tatsache, dass trotz der Unterzeichnung vieler Ultra-Gruppierungen und der angeblichen Gesprächsbereitschaft des DFB sich bis heute keine zählbare Mehrheit von Stadiongängern manifestiert hat, die die Forderungen nach Fan- Folklore unterstützen, war absehbar, dass auch die fünf Spieltage „Ruhe“ zu nichts führen würden. Interessant übrigens, dass es in den Ruhetagen offensichtlich auch gelungen ist, die Verstrahlten, auf die man ja sonst angeblich keinen Einfluss hat, von der Zündelei abzuhalten. Was ja sonst nicht geht. So sagt man.

Dynamo Dresden kommt mit der freiwilligen Gästekontingentrückgabe nur einer weiteren Strafe des DFB zuvor, die durchaus auch Platzsperre oder Geisterspiel hätte heißen können. Also quasi eine deutlich billigere Form des vorauseilenden Gehorsams. Da davon auszugehen ist, dass beim Spiel am Millerntor die Gästekarten dankbare Abnehmer finden werden, wird wenigstens die Entschädigungskasse nicht sonderlich belastet.

Als positiven Nebeneffekt würde ich mir wünschen, dass die „unechten“ Fans, die in mit der Entscheidung mitgestraft wurden, ihren Ärger auf die Verursacher richten und nicht wie sonst die Aktionen in ihren Gästeblöcken achselzuckend hinnehmen. Die vielzitierte Selbstreinigung in den Fankurven sollte nicht immer nur im Bereich der „echten“ Fans stattfinden, sondern ruhig mal überlappen von denen, die es bisher schweigend duldeten.

Vielleicht wird dann ja auch mal deutlich, dass eben NICHT 90% der Stadiongänger entweder pro Pyro oder zumindest egal Pyro sind, wenn sich die schweigenden Resignierer aus Besorgnis über ihren nächsten abgesagten Stadionbesuch auswärts mal erheben.

Was kommt denn als Pro Pyro-Argument? Reden sollen sie, reden. Gepräche, runde Tische. Seit Jahren wird geredet und es ändert sich … nichts. Sozialpädagogisch fundierte Fanbeauftragte versuchen der Probleme Herr zu werden und werden nur von denen verstanden, die es auch ohne die Vermittler begriffen hätten. Die, an die die Botschaften gerichtet sind, haben offenbar keine Rezeptoren. Überall wird gewehklagt ob der Kollektivstrafen, die es wahrscheinlich in der nächsten Zeit auch häufiger geben wird.

Die, die gegen die Kollektivstrafen sind und meinen, die Probleme ohne Restriktionen in den Griff bekommen zu können, mögen mir doch mal konstruktive Vorschläge machen. Realisierbare konstruktive Vorschläge. Nicht immer nur „dies wollen wir nicht, das wollen wir nicht, reden müssen wir, keine Restriktionen, keine Strafen, keine personalisierten Karten, keine erhöhte Polizeipräsenz, bitte auch keine Kameras im Block und keine erhöhten Einlasszeiten wegen intensiverer Durchsuchung und auch nicht mehr Ordner im Block, keine Strafenweitergabe, kein Dies, kein Das.“ Ja, was denn, Herrschaften? Gänseblümchen von der religiösen Bewusstwerdungskirche verteilen und auch die andere Wange hinhalten? Bei Brandopfern den anderen Rücken?

Ich möchte mich nicht mit dem Gästeblock solidarisieren, der aufgrund der eigenen Entscheidung der Vereinsführung von Dynamo Dresden leer bleibt. Die Entscheidung wurde von den „echten“ Fans hart erarbeitet. Ehrlich gesagt kann ich auf solche Gäste verzichten. Nicht auf die paar, die harmlos dabeistehen, aber letztendlich auch auf eben die Paar, die sich nicht positionieren. Die sich nicht klar und deutlich abgrenzen. Zusammenfassend gesehen fehlt mir also keiner. Genauso wenig, wie mir die Rostocker seinerzeit gefehlt haben. Der Beweis, dass schöne Auswärtsfahrten ohne Ausschreitungen, Randale, Pyroaktionen und andere Ausfälle möglich sind, ist das Spiel Union Berlin vs. St. Pauli am vergangenen Wochenende. Fragen Sie meine Bezugsgruppe. Oder suchen Sie nach skandalösen Schlagzeilen oder reißerischen Bildern. Sie werden wahrscheinlich nur diese eine finden. Ein besoffener Honk. Es geht also auch friedlich. Fröhlich. Emotional.

Ich nehme weder Bengalos mit ins Büro noch mit ins Bett, um emotionale Momente zu feiern und unterstütze keine Minderheit –und für mich bleibt eine fast ausschließlich von Ultra-Gruppierungen und Ultra-Sympathisanten unterstützte Initiative eine Minderheit, bis man mir das Gegenteil beweist-, die mir hochgefährliche, bis 2000 Grad heisse Feierobjekte näherbringen will. Sondern jeden, der das verhindern will. Und ganz sicher solidarisiere ich mich weder optisch noch verbal mit einer Kurve, die aufgrund des vom Gästeverein zurückgegebenen Gästekontingents leer ist bzw. aufgefüllt wird mit Heimfans. Die Auswärtsfangemeinschaft erntet, was sie gesät hat bzw, was sie in großen Teil nicht versucht hat, zu unerbinden. Man hat es lange mit Reden versucht, der Effekt war gleich Null. Mal sehen, was bei den neuen Methoden rauskommt. Immer davon ausgehend, dass Vereinspräsidenten auch mal den Schneid haben, für eine Weile die unbeliebtesten Menschen bei Ultras und Konsorten zu sein. Sowas muss man dann auch mal aushalten können. Ich kenne einen, der es konnte. Der ist leider nicht mehr da.

Update: und während ich noch überlege, ob und wo ich diesen Artikel veröffentliche, denkt der DFB ernsthaft über eine DFB-Pokalsperre für Dresden nach. Was ich nun auch wieder für den wilden Aktionismus halte, den man vom DFB kennt. Nun könnte man den Dresdnern, die sich offenbar entschlossen haben, ohne Mithilfe vom DFB Maßnahmen zu ergreifen, ja auch mal zeitlich etwas Gelegenheit geben, um zu ergründen, ob diese Maßnahmen -natürlich langfristig gesehen- etwas bringen. Für eine Entscheidung bezüglich des Pokals ist doch jetzt auch keine übermäßige Hetze erforderlich, oder? Als DFB hätte ich jetzt einfach mal die Füße still gehalten und abgewartet. Was die vereinsseitigen Bemühungen ergeben. Sperren, Ausschließen, Rauswerfen kann man doch immer noch?

Und dann, während ich das noch überlege, erreicht mich folgender Link zu einer fatalen Fanfolklore mit einem Ausgang, den viele Pyrogegner oft befürchten, dafür von Pyrobefürwortern regelmässig belächelt werden und dessen Text mich unangenehm an das letzte Bild in meinem damaligen Artikel erinnert, bloss, dass es da „nur“ der Daumen war.

Ich habe ehrlich gesagt auch keine Lust mehr, an den sich ewig im Kreis drehenden Diskussionen der Pyromanen (echte und unechte Fans mit und ohne Fanrechte, Emotionen, pi und pa) teilzunehmen. Pyrotechnik in deutschen Fussballstadien ist verboten, bleibt verboten und ich finde das richtig. Spätestens nach diesem scheinbar wirklich ernsten weiteren Vorfall. Und mir ist auch total „wumpe“ (entliehen von einem ehemaligen Twitterer), ob ich damit in den Augen der einzig Wahren ein emotionsloser, konsumierender, moralinsaurer, spießbürgerlicher, jugendfeindlicher, restriktionsgeiler, staatsmachthöriger Eventfan bin. Lieber das als brennend oder kokelnd mit einem losen Finger vom Nachbarn ein paar Stehplätze weiter auf der Schulter.

Und schwupps, da schließt sich der Kreis: der auch medial sehr weit sichtbare Auftritt der Dresdner in Dortmund als Krönung der Entwicklung der letzten Monate und ein weiterer -wahrscheinlich völlig überzogener, unwahrer und realitätsferner Bericht wie der oben- machen diese ganze Pyrodiskussion überflüssig. War nicht, ist nicht, wird nicht. Fertig.

Wie schon bei @bucanero1910 im Blog kommentiert: ich solidarisiere mich nur allzu gerne und jederzeit mit Gegnern von Homophobie, Rassismus, und Sexismus, Gegnern des Mietenwahnsinn auf St. Pauli, Gegnern von Markus Schreiber und Schutzzäunen gegen Obdachlose, brutalen überzogenen Polizeieinsätzen wie im Jolly Roger,  gegen Nazis nicht nur im Stadion – aber dafür müssten sie sich auch in den Kurven erkennbar von den Schwachköpfen unterscheiden, bei denen nicht der Fussball erstrangig ist, sondern das, was sie draus machen.

Die Entscheidung der Vereinsleitung ist verständlich, drastisch und mutig, da in höchstem Maße unpopulär bei den „echten“ Fans. Um nachhaltig etwas zu bewirken, wird es dabei nicht bleiben können.

Going to….. Abu Dhabi!

3. November 2011

Danke! Danke Ihnen allen, die für mein kleines Video beim Wettbewerb auf dem Racingblog abgestimmt haben.  Sie waren einfach großartig :-)

Jetzt ist es also offiziell: ich (so als Frau und dann noch eine der beiden einzigen ;) ) fahre dann also in Kürze nach Abu Dhabi. Einzelheiten weiss ich noch nicht viele, das Orgateam ist am Organisieren, aber ich bin sicher, dass das ein tolles Erlebnis wird. Selbstverständlich wird es danach einen Reisebericht geben (@fitness_oli) und selbstverständlich Miooonen von unscharfen Bildern und Videos (@Claudine), ich weiss, was ich meinem Ruf schuldig bin :)

Ich freue mich sehr, vor allem, weil ich damit nicht gerechnet hatte, ich war ja schon begeistert von den gewonnenen Tankgutscheinen der ersten Runde.

Und wer für mich gestimmt hat, bekommt auch eine Postkarte aus Abu Dhabi, sofern er mir seine Adresse (auch wenn ich sie aus anderen Gründen vielleicht schon habe) an jekylla at googlemail schickt. Habe mir lange überlegt, ob ich das so sagen soll, könnte sein, dass das eine schlaflose Nacht in den Emiraten ergibt, aber Sie haben ja auch immerhin die Zeit investiert, bei dem Wettbewerb dafür zu sorgen, dass ich überhaupt die Gelegenheit habe, Postkarten aus Abu Dhabi zu schreiben. Also her mit den Adressen!

Den Hauptdarsteller des Videos muss ich ja leider im betreuten Wohnen zurücklassen, aber ich vermute, eine kleine Pause kommt ihm auch mal recht.

Und jetzt muss ich schon mal anfangen zu überlegen (Klassiker): was zieh ich bloß an?

 

Edit: Und wer verpasst hat, um was es geht und es trotzdem noch wissen will, hier die Erklärung und darin der Link zum ominösen Video ;)

Ich habe Feuer gemacht! Äh, einen Film gedreht!

27. Oktober 2011

Wie Sie sicher denken können, war auch das mal wieder keine wohlüberlegte, geplante Handlung, sondern eine aus einer unbedachten Spontanreaktion heraus geborene Hauruck-Aktion.

Und an allem ist die die Frau creezy aka @Claudine schuld! Sie hat nämlich einen Link zum Racingblog getwittert, ich folge dem Link und bringe mich umgehend in Schwierigkeiten. Beim Racingblog geht es, wie der Name schon sagt, um Hochgeschwindigkeitsportarten und der Betreiber Don Dahlmann hatte hier zusammen mit einer großen Mineralölgesellschaft zu einem Gewinnspiel aufgerufen.

Man sollte also in den Kommentaren schreiben, warum man meint, man müsse unbedingt nach Abu Dhabi fahren. Nachdem ich allerdings die Kommentare der Formel1-Begeisterten gelesen hatte, deren Herzblut für den Sport ungefähr da angesiedelt sein dürfte, wo bei mir meine Liebe für meinen vierbeinigen Sportler und den FC Sankt Pauli ist, schrieb ich halt, warum ich wohl eher nicht nach Abu Dhabi fahren dürfte. Angesichts dieser geballten Rennkompetenz schien mir eine Teilnahme dann zwar aussichtslos, aber wo ich nun mal schon da war….

Und dann am Donnerstag die Nachricht: Glückwunsch, unter den ersten fünf. Der kurze Moment der Freude über den gewonnenen Tankgutschein augenblicklich einer ausgeprägten Panik: die Finalaufgabe war der Dreh eines Videos. Ich. Video. Drehen. Haha. Vor allem bis Montag. Haha. Drei Tage Zeit, abzüglich zwei Tage Hamburg Reise und ein bisschen Job nebenbei. Haha. Als Equipment eine simple kleine Digitalkamera, mit der ich üblicherweise noch nicht mal scharfe Bilder hinkriege. Abgesehen davon, dass ich noch niemals mehrere kleine Videofilme zu einem zusammengeschmolzen habe und erst auf den Tip eines Twitteraten Windows Movie Maker entdeckte, nachdem alle Mac-User bei mir den Eindruck hinterliessen, dass ich es ohne Mac oder iPhone im Grunde ohnehin vergessen kann. Also die besten Voraussetzungen für einen Videodreh. Aber kneifen wollte ich nun auch nicht, manchmal muss man sich halt auch mal zum Horst machen. Dass das Video „irgendwie“ mit der Mineralölgesellschaft und meinem Pony  zu tun haben wird, können Sie sicher denken.

Aber ich habe es geschafft. Ich werde eindeutig keinen Preis für den besten Kurzfilmnewcomer erhalten, da ich mein Unschärfeprinzip auch beim Filmen beibehalten habe. Und der Ton, also qualitativ gesehen, eher Richtung Stummfilm geht. Was ich natürlich erst später bemerkt habe, dass ich hätte schreien müssen. Und meine Mitbewerber machen sicher ganz grandiose Beiträge und einer von ihnen fährt dann verdient nach Abu Dhabi. Aber es hat großen Spaß gemacht (wenn Sie die Werdungsgeschichte kennen würden, von dem Cowboyhut, der mir bei den ersten Takes verlässlich vom Kopf geflogen ist, von den Schweißausbrüchen beim Zusammenfrickeln der Einzelteile, vom Spaß, den die Kiebitze in der Reithalle hatten, auch noch beim zehnten Dreh, wüssten Sie, warum) und wenigstens muss ich nicht zerknirscht sagen, dass ich keins habe. Ich habe eins. Sie können übrigens abstimmen, da beim Racingblog, wenn die Videos online sind. Ich würde mich zwar über jede Sympathiestimme freuen, aber geben Sie sie einfach dem besten Video. Dann passt das. :)

Update: es hieß ja, dass die Abstimmung vom 24.-31.10. laufen sollt, drum die Windeseile, in der ich mein Erstlingswerk zusammengefrickelt habe. Leider gab es da Verzögerungen, so dass das Ganze erst heute online geht.

Wie auch immer: Hier geht es zur Abstimmung, würde mich freuen, wenn Sie mal kurz reinschauen. Und wenn es nur ist, um sich über mich zu amüsieren ;)

Auch mal Fussballcontent zur Abwechslung?

4. August 2011

Nachdem es das extra Fussballblog ja nicht mehr gibt, müssen Sie dann und wann auch mal mit Fussballcontent zurechtkommen. Aber keine Sorge, das wird nicht ausufern, sonst hätte ich mir die Schließung ja sparen können. :-)

Morgen also das erste „echte“ Heimspiel nach dem Auswärtsheimspiel in Lübeck (gewonnen) und dem Auswärtsspiel in Frankfurt (unentschieden) und dem DFB-Pokalspiel in Trier (verloren, Prädikat kläglich). Ich sehe das immer noch wohlwollend als eine Art Protestaktion der Mannschaft gegen den DFB, den Kommerz, die Anstosszeiten in der zweiten Liga und dem Wunderkerzenverbot im Stadion. Die Performance-Linie der ersten drei Spiele zeigt jedenfalls ganz klar… also… ähem.. nicht wirklich nach oben.

Ich bin gespannt, ob es wieder interessante Details bei der Aufstellung gibt, ich wundere mich zwar immer noch über Benes Nominierung statt Tschauner, aber das kann man sicherlich noch toppen, ich bin da voller Zuversicht. Das Spiel in Frankfurt war zumindest schon mal von der Erkenntnis geprägt, dass wir das früher (!) verloren hätten, im Gegensatz dazu war der Pokalauftritt ja so gar keine Überraschung. Wenn man schon in Trikots aufläuft, die aussehen wie Eintracht Frankfurt Reloaded, ist es, vom finanziellen Aspekt mal abgesehen, optisch nicht schade. Wird jetzt eigentlich jemand wegen der entgangenen Einnahmen wegen Ausscheidens auf Schadensersatz verklagt?

Ach ja, Frankfurt. Der Stimmungsboykott oder besser gesagt: der Verzicht auf die übliche Stimmung zugunsten einer Solidarisierung mit dem selbstberufenen Randalemeister 2010/2011 (sind sie gar nicht, die Angeber) ist auch nicht sonderlich aufgefallen, zumal sich die, mit denen man sich solidarisieren wollte, eher wenig drum geschert haben und auch mit fröhlichen „Scheiß St. Pauli“ Chants im Gästeblock alles gaben, um ihre Mannschaft zu unterstützen. Zumindest, bis sie sie das erste Mal auspfiffen, als es nicht so doll lief. Das erste Mal übrigens -aus Gründen- einen Sitzplatz bezogen dort in der Commerzbank-Arena und ich muss sagen, der Blick war super. Hat was. Und wieder mal eine Gelegenheit, über die Anwesenheit von Team Green nicht ganz unglücklich zu sein, denn der kleine Pulk Frankfurter Fans an der Brüstung hatte durchaus Eskalationstendenzen. Wurde aber souverän und ruhig gelöst. NACAB.

Nun also Heimspiel gegen Aachen. Bei dem ich nicht dabei sein werde. Das hat zum einen sehr lebendige Gründe, zum anderen bin ich immer noch in der Phase der Selbstfindung, was den Verein betrifft. Dummerweise geschieht immer in der Entscheidungsendphase etwas, was mich direkt um Wochen zurückwirft. Wenn Sie hier mal lesen mögen, aber Achtung, eine sehr weitläufige Diskussion, aber eine wichtige. Das sehr unangenehme Gefühl allerdings, in irgendeiner Form von einem Fanzine „repräsentiert“ zu werden, das im Duktus seiner Erklärungsversuche fatal an die des Vereins bei medialen Missgriffen erinnert und von der Färbung her den Stempel „Lippenbekenntnis“ nicht ganz zu Unrecht trägt, da ich eine echte, empfundene Einsicht nach wie vor nicht entdecken kann, bleibt bestehen. Man kann mir gerne unbewältige Traumata als der mittelalten Vergangenheit unterstellen und hat wahrscheinlich auch Recht damit. Umso empfindlicher bin ich eben bei ähnlich gelagerten Vorfällen.

Die Ankündigung der Ziele des FC Sankt Pauli durch Helmut Schulte sind auch ein bisschen untergegangen, wie es scheint. War noch vor ein paar Wochen die Rede von „unter den ersten 25″ wurde das Ziel in einer kleinen Seitenecke eine lokalen Blatts mal eben auf „unter den ersten 15″ erhöht. Womit zweite Liga kein erklärtes Ziel mehr ist. Mal sehen, ob das spielerisch machbar ist. Wenn ja, werd nach Zielerfüllung die Uhren neu gestellt beim FCSP. Wo der Weg dann hin geht, dürfte nach der letzten Erstligasaison jedem klar sein. Müsste. Egal, abwarten.

Werde also das Spiel morgen am Stream und mit AFM verfolgen und von dem, was ich durch die Abwesenheit gespart habe, einen weiteren Monat im Leben des kleinen Nachwuchssportlers finanzieren. Wie schrieb mir heute jemand so richtig? Prioritäten. Die verschieben sich eben. Manchmal auch aus Gründen. Mehreren.

Ein Pferd, ein Pferd, ein Königreich für…. zwei Pferde

2. August 2011

Wie die Jungfrau zum Kinde, so kam ich letzte Woche zum Zweitpferd. Sie erinnern sich, die kleine Kröte? Die im Februar in den Stall einzog, als er gerade mal sieben Monate alt war und so aussah

und um die ich mich dann ein bisschen kümmerte, wenn die Besitzerin keine Zeit hatte, weil alleinerziehend mit Kind? Aus diesem zeitweisen Kümmern würde unversehens ein Dauerkümmern. Nun, jeder kann mal im Leben in eine Situation geraten, in der er völlig die Spur verliert, nichts mehr geregelt bekommt und im Chaos versinkt. So geschehen mit der Besitzerin der kleinen Kröte. Und was stellt man als erstes hintenan? Den Teil, um den sich auch jemand anders kümmern kann. Das ging so drei Wochen gut, aber als Dauerzustand nicht tragbar. Zumal der alte Mann zunehmend unwillig auf die Einschränkung seines „Einzelkind since 1998“ reagierte und die kleine Kröte das dummerweise auch mehr und mehr zu spüren bekam.

Langer Rede kurzer Sinn: da so ein kleines Pferd ohnehin noch mindestens ein, wenn nicht sogar zwei Jahre in die Kinderhüpfburg gehört und nicht den größten Teil des Tages in eine zwar geräumige Unterkunft mit Loggia gehört,

 machte ich der jungen Dame einen Vorschlag, dem sie nicht widerstehen konnte und im Sinne des Pferdewohls entschied sie, dass ich eine halbe Stunde nach Beginn des Gesprächs mit den Papieren das Haus verließ.

Glückes günstiges Geschick: einer meiner ältesten Freunde hat eine Reitanlage im Hunsrück und Weiden für junge Kröten und einen kleinen Hengst als Spielgefährten genau im passenden Alter. Eine Lösung, die sowohl das Zeitproblem löst als auch absolut finanzierbar ist. Also zog die kleine Kröte am Wochenende um. Das Kennenlernen mit dem zukünftigen Spielgefährten

 lief etwas anders, als ich das erwartet hatte. Wenn der bisherige Erziehungsberechtigte auch nur das Ohr schief hielt, ging der Kleine stiften. Einen Höllenrespekt hatte er vor dem alten Mann und das auch zu Recht. Dachte also eigentlich, das geht so weiter, dieses unterwürfige, rangniedrige. Getäuscht. Als erstes zeigte er dem durchaus freundlichen neuen Spielgefährten durch ein paar gut platzierte Tritte, dass er sich diesmal nicht rumschubsen lässt, danach den beiden älteren Kollegen auf der großen Hengstkoppel gleich mit.

Dass der Kleinste da so einen Alarm macht, damit hätte niemand gerechnet. War aber schnell geklärt und innerhalb von zehn Minuten herrschte Eintracht.

Wer mit wem am besten kann, ist ausdiskutiert, dass er zwar der kleinste ist, aber auch der oho-ste, wissen die anderen auch und nun kann der Sommer, der ja dann doch jetzt anfängt, genossen werden. Immerhin teilt man drei der wichtigsten Interessen: essen, schlafen, spielen. Reihenfolge beliebig.

Ich gebe zu, ein bisschen vermisse ich das knuddelige kleine Frechgesicht ja schon abends im Stall. Aber die Kinderzeit ist wichtig, der Ernst des Lebens beginnt noch früh genug für ihn und so ein langweiliges Rumgestehe ist genau verkehrt für einen Jährling. Ich fühle mich gut mit der Entscheidung und habe so erstmal ein bisschen Zeit gewonnen.

Mal sehen, was aus ihm wird, wie er sich entwickelt und dann zu gegebener Zeit eben weitersehen. Der ehemalige Erziehungsberechtigte scheint auch mittlerweile bemerkt zu haben, dass die vermeintliche Konkurrenz verschwunden ist und macht auch einen deutlich entspannteren Eindruck.

Wissen Sie, es kann aber auch nur einen geben. Die kleine Kröte wird niemals ein Ersatz für Numero Uno, El Supremo, den Einzigartigen sein können. Aber sie ist immerhin nah dran. So herzmässig gesehen. Und ich wünsche dem Kleinen ein schönes Leben. Und was ich dafür tun kann, werde ich dann eben machen. Alles besser, als wenn er aus lauter Verzweiflung an irgendeinen Pferdehändler vertickt worden wäre. Überlege, mir ein „Retter“-Shirt drucken zu lassen :-)

Aufgrund der „Pferdverbringungsaktion“ am Wochenende blieb mir übrigens auch das in relativ unmittelbarer Nähe stattfindende Pokal-Debakel des FC Sankt Pauli erspart. Mit gänzlich neuen Augen gesehen: die Kosten für einen Besuch in Trier entsprechen ungefähr den Kosten für einen Monat Aufenthalt in der Hüpfburg und sind somit meines Erachtens hervorragend angelegt.

Lucky! Aus! AUS, LUCKY!

29. Juni 2011

Der Hirtenhund namens Lucky! Aus! AUS, LUCKY! -ich höre es halt immer nahtlos so in einem Satz- ist auch gestern wieder eskaliert. Mehrfach und von über einen Zeitraum von.. morgens bis abends.

Eine Regel ist von seinem Verhalten übrigens nicht abzuleiten (danach wird man in Hundeforen nämlich gefragt, wenn es um Kläffer geht, habe ich gelernt!). Er kläfft, wenn er alleine ist, er kläfft aber auch, wenn Frau-/Herrchen zuhause sind. Er kläfft im Haus und er kläfft auch im Garten. Er kläfft, wenn er irgendwo Leute bemerkt, er kläfft aber auch, wenn niemand weit und breit in Sicht ist.

Habe gestern beim weltgrößten Buchversender ein preiswertes Exemplar des Werkes „Der schwierige Hund“ von Eberhard Trumler erstanden. Wie man in Hundeforumsexpertenkreisen munkelt, DAS Standardwerk zum schwierigen Hund. Überlege noch, ob ich es zusammen mit einer Ansprache überreiche oder einfach wortlos. Alternativ wird in den Foren die Verwendung von zielgerichteten Wasserschläuchen empfohlen. Was sich schwierig gestaltet, wenn LuckyAusLucky hinter der Balkontürscheibe im Wohnzimmer sitzt.

Ich bin ja immer noch der Meinung, dass dieser Hirtenhund dort völlig unterfordert und deswegen komplett verhaltensgestört ist. Sein Kumpan, der grenzdebile Cockerspaniel, hat wohl ans Leben keine großen Ansprüche, ich bin schon froh, wenn er einmal die Stunde mit der Pfote zuckt, ansonsten könnte man ihn für ausgestopft halten. Taub scheint er auch zu sein, sonst könnte er LuckyAusLucky nicht ertragen. Ein Hirtenhund gehört meiner Meinung nach nicht tagsüber allein in ein Haus gesperrt und am frühen Abend in einen mittelgroßen Einfamilienhausvorgarten entlassen. Befürchte allerdings, dass Einlassungen dieser Art bei dem mittelalten Ehepaar nicht sonderlich gut ankommen.

Ich könnte ihnen ja anbieten, den armen Lucky öfter mal mit den Stall zu nehmen, da hätte er, wie die vielen anderen Hunde dort, auf jeden Fall mächtig Unterhaltung. Aber mich zusätzlich zum geliebten Senior und dem kleinen Thunderboy auch noch mit Lucky zu befassen… da könnte ich auch genausogut weiter fußballbloggen ;)

Überlege gerade, ob die Regel bei der Kläfferei vielleicht das uh-uuuh-uh-uhuh sein könnte? Dann hätten wir mehr gemeinsam als ich bisher vermutet hatte….

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