Die gute Neuigkeit: der harte Brocken von Pferd hat immens gute Heilqualitäten, der Tierarzt war hochzufrieden heute. Ab morgen treten wir in Phase 2 ein: zunehmende Belastung bei abnehmenden Schmerzmitteln. Werden sehen, wie er damit klarkommt. Werden auch sehen, wie ich mit dem trotz fehlendem Kraftfutter zunehmend bewegungsbedürftigen Pferd klarkomme, ich hoffe, er vergisst über die Begeisterung, dass er ab morgen wieder für 15 Minuten mehr als seine vier Wände und seine Terrasse sieht, nicht seine gute Erziehung.

Danke fürs Daumendrücken, es hat wohl bisher gut geholfen! :-)

Das ist jetzt so ein Artikel, der meine Leser wahrscheinlich eher weniger interessiert (Edit: stimmt gar nicht..), aber ich muss mit meinem Zorn wohin und wo geht das besser als im Blog? Für die weniger Ponyhof-Affinen: einfach ein anderes Mal wiederkommen.

Erzählte ja, dass mein Superschmied, der das Pferd seit über 10 Jahren fantastisch beschlägt und dazu ein lieber Freund ist, wegen Rücken nicht mehr kann. Also habe ich mir einen neuen gesucht. Wenn man allerdings Champions League Schmied gewohnt ist, muss man sich auf Abstriche vorbereiten, aber das, was vorgestern passiert ist, ist kein Abstrich, sondern eine Katastrophe.

Wollte dem Pferd gut und wollte einen “Schneebeschlag”, sogenannte Hufgrips, damit er nicht mehr auf Eisschollen stehen muss, die sich an den Hufeisen bilden. Dieser “Schmied” kam um 17.10 Uhr und brauchte geschlagene drei Stunden, um die Hufe und die Eisen und die Grips zu bearbeiten (normal wären so eineinhalb Stunden, weiß ich jetzt). Ich fand -aus Laiensicht- dass er die Zehe zu kurz geschnitten hat vorne und auch ziemlich lange das Eisen aufgebrannt hat und ich weiss auch nicht, warum ich da nicht vehementeren Einsrpcuh eingelegt habe, aber ich kannte mich mit Hufgrips nicht aus und ging davon aus, das muss vielleicht so kurz was weiß ich.

Das Pferd lief danach etwas unsicher, auch das schrieb ich dem neuen Beschlag zu, das Gummi-Inlay eben etwas ungewohnt. Weggestellt und am nächsten Abend zum Reiten gekommen. Pferd lahmt. Vorne rechts stark, vorne links mittel. Mir dann den Beschlag selbst genauer angesehen und erschrocken. Das war mir am schlecht beleuchteten Vorabend nicht aufgefallen, aber das sah einfach Scheisse aus.
Versucht, den Stümper anzurufen, Mailbox. Beschlossen, dass ich den auch nicht mehr ans Pferd lassen will, einen anderen Schmied (der bekannterweise sehr gut ist) angerufen und gebeten, dass er kommt. Da wir uns ganz gut verstehen, sagte er zu, gestern mittag um 15.00 Uhr mal nachzuschauen. Tat er. Und war schockiert, entsetzt, erschrocken. So eine schlechte Schmiedearbeit hätte er seit langem nicht gesehen. O-Ton: “der hat Dein Pferd regelrecht hingerichtet. Viel zu kurz geschnitten, viel zu viel Horn verbrannt, viel zu eng gestellt, das Hufgrip eine Nummer zu groß reingequetscht – Katastrophe!”

Eisen sofort runtergemacht, hochgradige Lahmheit beidseitig. Tierarzt geholt. Der ebenso entsetzt. Diagnose: Huflederhautentzündung rechts hochgradig, links mittelgradig. Boxenruhe, Angußverbände, entzündungshemmende Spritzen und stehen. Glauben Sie mir, dass ich geheult habe? Vor Schuldbewusstsein, dass ich so einen Stümper an das Pferd gelassen habe? Dass ich nicht gemerkt habe, dass das einfach zuviel war? Dass ich nicht noch viel früher den Tierarzt gerufen habe? Und dass er so unglaublich tapfer war und so gut erzogen, dass er sich nicht mal gewehrt hat, als es beim Beschlagen wehtat? Stellen Sie sich vor, Sie hauen sich mit einem Vorschlaghammer auf die Fingerkuppe und schrauben diese Fingerkuppe dann irgendwo fest. Dieser Schmerz entspricht in etwa dem Schmerz, den das Pferd hat. Ich bin kein Freund von körperlicher Gewalt, aber wäre er mir gestern über den Weg gelaufen, ich schwöre, ich hätte ihn niedergeschlagen, mit seinem Schmiedewerkzeug, bis ihm alles so weh tut wie er dem Pferd wehgetan hat.

Ich habe es dann bei einem Anruf belassen und ihm die Fakten mitgeteilt und dass ich das Gespräch auch sofort beende, weil ich so aufgebracht bin, dass ich alles Weitere nur noch schriftlich regeln werde.

Jetzt ist erstmal eine Weile Tierarzt und Pflege angesagt, bis die Hufe wieder so weit genesen sind, dass ein orthopädischer Beschlag drauf kann. Großartigerweise haben sich sowohl der rückengeschädigte Freund als auch der Schmied, der gestern kurzfristig geholfen hat, bereiterklärt, wenn es soweit sei, das zu übernehmen.

Soll heißen, jetzt kümmere ich mich erstmal darum, dass das Pferd wieder gesund wird und dann nehme ich mir den Schmied vor. Und ich werde dafür sorgen, dass dieser Pfuscher an kein Pferd mehr kommt, jedenfalls nicht hier in der Gegend. Versprochen.

besser gesagt,  jetzt wieder. Ich bin selbst eben entsetzt gewesen, dass ich das letzte Mal am 12.1. was geblogged habe, defintiv die längste blogfreie Zeit bisher. Aber: es hat mir gefehlt!

Was in der Zwischenzeit passiert ist, habe ich größtenteils vergessen, also wäre es wohl auch für Sie nicht interessant gewesen. Meinen zeitweisen Untermieter, der beschlossen hat, sich es zwischen Wohnungswand und Dach gemütlich zu machen, leider aber eine völlig andere Zeiteinteilung hatte als ich (nachtaktiv, zwischen 00.00 und 03.00 Uhr), bin ich mit Hilfe der mir bereits als wirkungsvoll bekannten Schädlingsbekämpfungsfirma losgeworden. Herr Marder kam nach dem Einsprühen seiner “Wohnung” nur noch ein einziges Mal und hat offenbar beschlossen, auszuziehen. Noch lebend.
Da eine Nachbarin vom Haus gegenüber neuerdings über Marderfressspuren unter ihrer Motorhaube klagt, hat er wohl bei immonet ein neues Domizil gefunden. Da hat ers auch schön warm.

Dann war ich in Hamburg, das erste Heimspiel der Saison und was hab ich gefroren! Was war das so kalt! Einzelheiten “drüben”.

Und gestern hatte ich ein kurzes Interview im Internet-Radio. Zum Magischen FC Sankt Pauli. Ich und Radio. Das ist wie ich und Podcast. Oder Karaoke. Welcher Teufel mich da geritten hat, zuzusagen bei der Anfrage – ich weiß es nicht. Dazu hier “drüben” mehr.

Dann bin ich mit dem Auto in den Graben gerutscht. Die Tatsache, dass man meint, auf einem betonierten Feldweg mitten im Taunus aufgrund des geländetauglichen Autos den schlecht ausgerüsteten entgegenkommenden PKWs seitlich ausweichen zu müssen, aber vergisst, dass genau eben dort, wo der viele Schnee liegt, noch vor kurzem dieser Graben war, sieht das etwa so aus

#autschn :) on Twitpic click to vergrößer

Danke einem überaus charmanten Trekkerfahrer konnte die Situation entschärft werden. Wir werden wohl darauf einen ländlichen Cocktail nehmen beizeiten.

Auf der Ponderosa liegen nicht nur gefühlt Tonnen von Schnee. Meine Kolleginnen brauchten Bildbeweise, um zu glauben, dass nur 7 km vom Autobahnkreuz Wiesbaden (alles frei) da oben die “Weiße Hölle” ist. Gestern hat der Klepper dann auch Winterreifen bekommen. Natürlich taut es seit heute Nacht. Aber bis diese Mengen da oben abgetaut sind, schaden die Snow Grips nicht. Der Gute ist eh auf Zinne irgendwie, unausgelastet, durch die Unwetter zwei Tage Boxenhaft – explosive Mischung. Ach ja, der neue Schmied. Ist ja ein netter Kerl und seine Arbeit ist auch ok (der Traumschmied hat ja Rücken und fällt auf unbestimmte Zeit aus), aber nach drei (!) Stunden gestern abend am Rande des Schneesturms habe ich selbst die Stümpfe, an denen meine Füße früher mal waren, nicht mehr gespürt. Man soll meinen, bei der Beschlagdauer nimmt er keine Raspel, sondern beisst das Horn ab und erhitzt die Esse noch mit dem Blasebalg, aber nein. Ganz normal. Er braucht halt nur seine Zeit.

Dann hab ich zwischenzeitlich -weil man da nicht nachdenken muss und das war die letzten drei Wochen außerhalb des Büros genau mein Begehr- exzessiv Farmville gespielt und auf Facebook rumgedaddelt. Zumindest fällt mir jetzt auf Anfrage ein Synonym für Zeitverschwendung ein. Aber irgendwie auch unterhaltsam. Doch der Reiz ist jetzt weg. Und ein Gesichtsbücherwurm wird aus mir auch nicht. Und nein, ich verkette nicht mein Blog mit Facebook und Facebook mit Twitter und Twitter mit der Hölle. Es bleibt alles, wie es ist.

Ach, und ein “BCP” (Buchcarepaket) vom Herrn @ol_sen ist angekommen, vielen Dank, das kam zur richtigen Zeit, mir ging justamente der Lesestoff aus. Leeren Sie Ihren Briefkasten, Nachschub ist quasi schon auf dem Weg!

Und dann war da noch die Frau Jinx, die genial strickende Anarchistin, deren Blog ich bewichteln durfte und wie das so ist, man kommt ins Gespräch und dank eines Tickets für ein St. Pauli-Spiel am Millerntor meiner charmanten Überredungsgabe hat sie, die sonst nie “Auftragsarbeiten” übernimmt, mir den absolut grandiosesten, unikatesten und großartigsten Fanschal EVER gestrickt! Aber sehen Sie doch einfach selbst hier!

Frau Jinx, das ist der helle Wahnsinn und ich werde Sie mit Dank-Astra oder alternativ Kalte M anderen St. Pauli-typischen Softdrinks zuschütten am 28.2.

Apropos 28.2.: am 27.2. ist das alljährliche Anstehen am Millerntor für die Südkurven-Saisonkarten. Der Herr @Curi0us und ich haben uns da was ganz Besonderes für die Rubrik Entertainment unserer Bezugsgruppe einfallen lassen, um das etwas… kurzweiliger zu gestalten. Wait and see. :-)

Und dann las ich gestern bei Facebook von Frau Elke, die meinte, ich solle lieber wieder bloggen. Und Recht hat sie!

Muß auch mal sein. Machen Sie sich keine Sorgen -wenn überhaupt- alles ist gut. Nur des Guten vielleicht auch mal zuviel. Bis die Tage!

Ich habe gerade eineinhalb Stunden meiner Lebenszeit sinnvoll investiert. Indem ich jemandem zugehört habe. Wie man das als Freund macht. Mit emotionalem Abstand zum Thema, aber nicht zum Themeninhaber. Wo es möglich ist, eine Problematik relativ frei von störenden Gefühlen zu analysieren, weil man nicht selbst betroffen ist. Wie eine wissenschaftliche Untersuchung, die einem erlaubt, aus Distanz Nähe herzustellen und umgekehrt. Und es so oft schafft, dem Betroffenen andere Perspektiven zu vermitteln oder aus einer Gedankenschleife rauszuhebeln.

Wenn man im Anschluss das Gefühl hat, dem “Erzähler” auch nur ein kleines bißchen weitergeholfen zu haben auf dem Weg, die eigenen Gedanken neu zu sortieren und vielleicht manches etwas klarer oder einfach von einem anderen Standpunkt zu sehen, ist das gut. Und keine Verschwendung von Lebenszeit. Sondern eine Investition. Nämlich selbst zum Erzähler werden zu können, wenn es mal von Nöten ist. Ein Erzähl-Sparbuch im besten Fall.

Letztendlich kann man nur Ratschläge geben, die aus eigenen Erfahrungen resultieren. Was derjenige dann damit anfängt, ist wieder ganz seine Sache. Das ist wie jemandem Werkzeug in die Hand drücken und zuschauen, was er damit baut. Das Werkstück sieht vielleicht dann ganz anders aus, wenn es fertig ist, das sind dann eben die individuellen Stempel, die der mit dem Werkzeug dem Material dann aufdrückt. Wichtig ist, dass er mit dem Ergebnis zufrieden ist, so wie es ist. Wie er es dann selbst hergestellt hat. Jeder ist seines Glückes Schmied, das ist was fürs Phrasenschwein, aber eben sehr wahr. Seit Jahrhunderten schon. Es ist immer leicht, die Verantwortung auf andere abzuwälzen, aber nichts ist schwerer, als die Verantwortung für sich selbst zu übernehmen. Mit allen Konsequenzen. Sehen, wo die Stärken sind und die Schwächen akzeptieren, wenn man sie nicht beseitigen kann. Aber erst, nachdem man es versucht hat. An manchen Schwächen arbeitet man sein Leben lang, mit wechselndem Erfolg. Und zieht daraus neue Erfahrungen. Gut so. Ich bin für manche schlechte Erfahrung im Nachhinein dankbar, weil sie mir wertvolle Erkenntnisse gebracht hat. Und wenn es nur die Erkenntnis war, dass ich so was nie wieder will und dann wusste, wie ich es vermeiden kann.

Es gab Zeiten und damit auch Menschen in meinem Leben, die mir sehr geholfen haben. Durch das, was sie sagten. Weil ich es immer ernst genommen habe. Immer versucht habe, das für mich Anwendbare rauszufiltern. Und irgendwas war immer dabei. Sie hatten, wie ich heute, das Glück, es als Aussenstehende zu betrachten und konnten mich so “umleiten”. Also ich mich dann selbst. Und neue Wege zu beschreiten ist auf jeden Fall besser als immer im Kreis zu laufen. Obwohl man sich im Kreis sehr gut auskennt.

Wissen Sie, wovon ich rede? Macht nichts, ich bin einfach so ins Erzählen gekommen. Kann ich aber. Hier. Und auch diese Freiheit schätze ich. Und ich glaube, Sie wissen auch, wovon ich rede. Been there, richtig? Auf jeden Fall waren diese eineinhalb Stunden gute Lebenszeit. Mir geht es auch besser als noch eineinhalb Stunden vorher. Weil ich das Gefühl habe, dass diese Zeit gut investiert ist. Ich kann mich täuschen, aber ich glaube nicht. Und wenn doch, ist das wieder eine neue Erfahrung. Für mich dann. Also gewinne ich so oder so. Jetzt und dann.

Ach ja: schönes Wochenende. Auch und gerade für alle, die jetzt in Aufbruchstimmung sind. Es wird sicher eine spannende Erfahrung. Und auf jeden Fall besser als noch vorhin.

Letztes Jahr eher provinziell, dieses Jahr war eindeutig mehr Böller. Und Raketen. Und Champagner. Und mit bestem Ausblick über das Feuerwerk am Hamburger Hafen.

Dazu gab es noch eine kostenlose Vorführung einer silvesterlich entzündeten Straßenblockade auf der Hafenstraße und selbst die verwegensten Autofahrer entschlossen sich doch, lieber umzudrehen. Die Polizei ließ sich zunächst nicht blicken, was ich für eine grundsätzlich gute Entscheidung hielt. Und so brannte das Schwarzer-Block-Silvesterfeuer, genährt von größeren Sperrmüllstücken, munter vor sich hin. Oh, lodernd Feuer, hätte Ustinov auf der Leier gespielt. Ich glaube, die Feuerverursacher hätten gern ein bißchen Randale mit Team Blue zu Silvester gehabt, die Enttäuschung dürfte schon mittel bis groß gewesen sein, als keiner von den “Offiziellen” so wirklich teilnehmen wollte. Es gab bloß oben und unten dann schließlich eine Absperrung, aber eingeschritten ist Team Blue dann bloß mit einer Mannschaftswagenstärke, die ganz hinterhältig zu Fuß irgendwo aus den Rabatten erschien und die Versammlung an der offenen Feuerstelle schnell auflöste. Feuerwehr mit kurzem Löscheinsatz, dann wars das. Wirklich spektakulär war es nicht und ich habe beinah die sehnsüchtigen Gesänge “Wir woll´n die Bullen sehn, wir woll´n die Bullen sehen” vor meinem geistigen Ohr gehört. War wohl so in etwa wie die zweite Schanzendemo, bei der man sich auch nicht so ernst genommen gefühlt hat wegen mangelnder Polizeipräsenz.

Das Hamburger Abendblatt macht da natürlich ein Riesenbohei mit 500 Leuten draus, das scheint mir allerdings etwas übertrieben. Der zum Hafen entsandte Fotograf dürfte froh gewesen sein, dass überhaupt etwas Ablichtbares vorgefallen ist, aber selbst er konnte das per Bild nicht mehr hochdramatisieren. Diese Nachtschicht war eindeutig für die Tonne.

Leider war das nur ein kurzer Besuch, morgen muss ich arbeiten und da wäre ja auch der Keksverächter zu betreuen, aber schön wars. Richtig schön. So alles.

Zu Weihnachten bekam ich also von der Stallkollegin dieses Ausstechförmchen geschenkt.

Die Freude war groß, das Entsetzen folgte direkt danach. Backen. Ich. Habe ich noch nie, hatte ich auch nie vor. Das neue Förmchen motivierte mich jedoch und da spätestens seit der Blogkochshow und ihren Folgen mein Haushalt extrem mit Gerätschaft und Zubehör gepimpt ist, frisch ans Werk.

Der Teig für Butterplätzchen war relativ schnell gemacht und eine kurze Kostprobe ließ mich frohlocken. Aber zu früh gefreut.

Beim ersten Ausstechversuch ließen sich Knochen und Teile des Gesichts lösen, nicht jedoch der Bereich mit den fitzeligen kleinen Totenkopfzähnchen. Alles rausgebröselt, nächster Versuch. Wieder festgepappte Zähnchen. Diesmal lösungsresistent. Ehe Sie was sagen: bemehlt hatte ich das Förmchen, ich hätte es wohl besser beölen sollen. Hinterher ist man immer schlauer. Vorher stinksauer. Die vergeblichen Ausstechversuche plus dann der vergebliche Versuch, das Förmchen wieder vom Teig zu säubern, ließen mich kurzzeitig die Contenance verlieren, was ich durch zwischenzeitliche Tweets kompensierte:

Während ich mich zur Entspannung mit meinem gelungenen Egg Nog (zum gegebenen Anlass mit Horsepower langsam wieder runtertrank, beschloss ich, mangels anderer Ausstechförmchen einfach eckige Plätzchen zu backen.

Mittlerweile lachte meine halbe Followerschaft über mich, aber über das Stadium, wo mich das noch tief getroffen hätte, war ich hinweg. Nachdem das erste Blech eckige Plätzchen gar nicht mal so schlecht geworden war, setzte ich flugs das zweite Blech an. Gut, diese Plätzchen sind dann eher keksig geworden, ich hab wohl über den Egg Nog die Zeit vergessen.

Dachte aber, gut, dass sind dann die fürs Pferd. Der eine Leidenschaft für Spekulatius hat. Dazu aber später.

Insgesamt vier Bleche eckige Nicht-Totenkopf-Plätzchen habe ich dann fertiggestellt, die Wohnung duftete weihnachtlich und zumindest muss ich meine Backprodukte jetzt nicht quer durch Deutschland verschicken, denn alle wollten ja nur von den Totenkopfplätzchen. Keine von den eckigen.

Und dann nehme ich also gestern eine Dose keksige Plätzchen mit in den Stall und kredenze sie dem Pferd, das ansonsten auch mal einen Cheeseburger einsaugt oder sich ein Stück Pizza Salami schnappt, und was? Er will sie nicht! Dran geschnuppert, weggedreht, weiter Heu gefressen. Ich griff zu Nötigungsmassnahmen, offenbar nahm er dann mir zuliebe mal ein Stück ins Maul, spie es aber sofort wieder aus.

Herrschaften, NICHTS auf der Welt hätte mich so am Boden zerstören können wie diese Reaktion dieses Pferdes. Es ist mir unerklärlich, warum er, der Holzstücke vom Boden aufklaubt und darauf rumkaut, meine Plätzchen verweigert. Zumal meine Kollegen die -zugegeben hellere Version- mit Appetit aßen. Vorgeblichem Appetit jedenfalls, denn selbstverständlich servierte ich mein Backwerk mit den Worten “Das erste Mal selbstgebackene Plätzchen!” Nur Sadisten hätten die Wahrheit gesagt. Ich werde es nie erfahren. Aber ich finde, sie schmecken ganz normal. Unvoreingenommen, wie ich bin.

Aber das mit dem Pferd – da komme ich nicht drüber weg…

*den Titel dieses Blogposts verdanke ich einem Tweet von @FrauIndica -danke, ich hab sehr gelacht :-)

Danke auch an alle meine Back-Show-Follower dieses Sonntags, ohne Sie hätte mir das eindeutig weniger bis gar keinen Spaß gemacht!

Es sollte was Besonderes sein für eine besondere Muddi. Und es hat eine Vorgeschichte. Vor ca. 10 Jahren machten wir gemeinsam einen Schottland-Urlaub, einige Zeit nach dem Tod meines Vaters. Die Tickets (blanko) hatten uns ihre Kollegen geschenkt und wir hätten überall hinfahren können. Aber von allen möglichen Zielen entschieden wir uns für Schottland. Eine Rundreise mit dem Auto, sieben Tage, vom Schauplatz der letzten Schlacht von William Wallace in Falkirk nach Oban über Inverness und Aberdeen nach Edinburgh. Selbst organisiert, wir wohnten sowohl in einem B&B als auch in einem alten schottischen Schloß wie auch in einem alten schottischen Häuslein, es war eine tolle Reise und total schottlanduntypisch bei strahlendstem Wetter.

Zu genau dieser Zeit war in Edinburgh das alljährliche Military Tattoo, von dem ich natürlich nichts wusste. Und so saßen wir ohne Karten vor dem Castle, während die Zuschauer mit Karte hineinströmten und dem Jubel und dem Applaus nach einen tollen Abend hatten. Wir mussten draussen bleiben. Wir haben nach dieser Reise oft drüber gesprochen, dass wir das unbedingt nachholen sollten. Aber wir kamen nie dazu. Bis jetzt.

Meinem Lebensmotto “Do it NOW” getreu habe ich jetzt zwei Karten beste Plätze für den 14. August 2010 zum Edinburgh Military Tattoo geordert, wir werden ganz in der Nähe im “The Balmoral” residieren und ein wunderbares Wochenende haben. Und so dieselt Weihnachten dann bis in den August hinein nach.

FRÖHLICHE WEIHNACHTEN!

Auch dieses Jahr wird er wieder die peinliche Verkleidungsnummer ertragen müssen, aber ich finde, da er an 364 Tagen des Jahres ein Leben wie Gott in Frankreich führt, muss er da eben durch. Es gibt Schlimmeres als ein Elchgeweih und ein paar Glöckchen.

Weihnachtliche Stimmung hat sich aufgrund des doch erheblichen Arbeitsaufkommens nicht wirklich eingestellt, macht aber nichts. Ich werde die Tage als das nutzen, wofür sie mal gedacht waren: Besinnlichkeit. Partiell im Kreise der Lieben, partiell einfach so in meinem eigenen Kreis. Man darf auch mal um sich selbst kreisen.

Aber ohne ein paar Weihnachtsspecials kommen Sie mir auch dieses Jahr nicht davon, es sind immer noch die vom letzten Jahr, ich machs mir leicht. Ich hätte den historischen Dauerbrenner von Loriot im Angebot, eine weitere Folge aus der Reihe „’twas the night before Christmas“, mein Weihnachtslieblingslied , einen kombinierten Damen/Herrennikolaus und einen Herren/Damennikolaus und meine Lieblingsweihnachtscomedy in zwei Teilen. Obwohl, da gäbe es noch ein paar andere, wie „National Lampoon’s Christmas Vacation“ mit Chevy Chase und den mit Libuse S .

Herrschaften, lassen Sie sich reich beschenken. Versuchen Sie es umgekehrt statt mit guten Wünschen für Gesundheit und Beruf mal mit Geld, Champagner und Juwelen.

Vermeiden Sie Schnellkochtöpfe und Manschettenknöpfe, Mikrowellen und Krawatten.

Wenn es wirtschaftskrisenbedingt auch mal was weniger sein darf, legen Sie sich selbst unter den Baum. Dekorativ. Also entweder mit oder ohne, je nachdem.

Sagen Sie Ihrer Herzallerliebsten nicht nach drei Stunden Weihnachtsbraten-mit-Fett-Bestreichen „Liebling, wir hätten ja auch essen gehen können“ und sagen Sie Ihrem Herzallerliebsten nicht „Echte Männer hätten den Baum ohnehin selbst im Wald geschlagen.“

Zwingen Sie Ihre Kinder nicht zu musikalischen Darbietungen als Gegenleistung für Geschenke, manchmal tun Sie sich selbst damit ja auch nicht wirklich einen Gefallen.

Schauen Sie Heilignachmittags „Drei Nüsse für Aschenbrödel“. Tschechische Märchenfilme waren und sind einfach die beste vorbescherungsmäßige Unterhaltung und ich schäme mich an dieser Stelle nicht zuzugeben, dass ich diesen Film auch heute noch mit Begeisterung schaue. Und hören Sie mal genau auf die Titelmelodie. Wetten, Sie kriegen die nicht mehr aus dem Kopf? Ungefähr so wie mit der Hauptdarstellerin Libuse Safrankova, die kriegen alle Herren, die je genötigt wurden, diesen Film anzuschauen, auch nicht mehr aus dem Kopf. Und googlen Sie nicht nach einem aktuellen Bild der Dame. Tun Sie es nicht. Manchmal muss man etwas einfach lassen. Ich google auch nur nach Bildern des jungen Robert Redford.

Was wollte ich eigentlich ursprünglich sagen? Ach ja:

MERRY CHRISTMAS TO YOU ALL

Weihnachtsfeier-01

Von Frau Elke per Email, diese Version kannte ich noch nicht :-)

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