Dem Pferd geht es wieder ganz gut. Schmerzfrei mittlerweile und für sein Dafürhalten wieder vollends genesen, für meins noch nicht, daher noch Schonprogramm. Aber aufgrund der Lageberuhigung konnte ich mich dann mal dem Verursacher allen Übels widmen. Ohne in Einzelheiten zu gehen: den Fall übernimmt der Bruce Willis unter den Pferderechtsanwälten, dessen Mandate -und Mandanten- sich in der Regel in anderen Sphären bewegen. Ich muß wohl bei der “Anwaltsakquise” überzeugend gewesen sein :-)

Dann war ich in Köln letztes Wochenende, habe dort hervorragend im Fischermann’s gespeist, eine neue Wohnung besichtigt und auch ansonsten viel Spaß gehabt. Danke an @Sarahkiez und @modigital für die Gastfreundschaft, war schön! :-)

Und heute wartet die ultimative Herausforderung auf mich: Muddi is back. aus dem Urlaub. Und möchte bitte mit mir ein neues Telefon kaufen, ihr neues Telefon mit ihrem neuen Alice-Telefonanschluß verbinden, ihre neue Internetverbindung einrichten und ihr neues Handy mit den alten Daten und der neuen SIM-Karte bestückt haben.

Sollte ich WLAN in der Anstalt haben, melde ich mich an dieser Stelle wieder. Wenn nicht: war schön mit Ihnen.

Nach meinem Besuch eines Konzerts von David Gray im Kölner Tanzbrunnen 2006 war ich hellauf begeistert. Vor damals 1.200 Zuschauern gab der Mann ein Konzert, dass ich aufgrund seiner Intensität nicht mehr vergessen habe. Er hat uns alle damals verzaubert und ich wusste damals schon: wenn der wiederkommt, muss ich hin.

Damit ich auch nichts verpasse, registrierte ich mich auf der Homepage für Tour Updates und dann war es soweit: David kommt nach Deutschland. Im Februar. Nur vier Termine, einer davon in Hamburg, am nächsten Tag einer in Berlin.

Mittlerweile hatte ich bei twitter eine „sister in mind“ getroffen, die unvergleichliche @LorettaLametta, die genauso begierig auf den Termin in Berlin wartete und mit der ich die Vorfreude vom Erwerb der Karten bis zum Konzert teilen konnte. Ich konnte sogar zwei bis dahin von David Grays Musik relativ unbeschwerten Konzertgänger insoweit begeistern, dass sie mich begleiten wollten, Herrn @textundblog (also Herr Markus) und Herrn @sparschaeler. Und dann kam der Tag und ich wurde dahingerafft vom Wiederaufflackern meiner Erkältung und eine Reise nach Hamburg und am nächsten Morgen zurück war undenkbar. Immerhin konnte ich meine Karte über @isabo_ (twitter ist wirklich ein nützliches Dingens) einem geneigten Konzertbesucher zukommen lassen und war gezwungen, nein, verdammt, statt des Konzertes mich mit mit einer Live-DVD zu trösten.

Wie es war? In Hamburg war es so, dass selbst die Konzertgänger, die normalerweise eine andere Musikrichtung bevorzugen, sehr angetan waren von Mr. Gray, lesen Sie mal hier.

Und in Berlin? Mit Frau @LorettaLametta, meiner persönlichen Magierin? Es war wohl genauso großartig, wie wir beide gehofft haben. Aber was macht die herrlich Verrückte, um mich zu trösten? Hechtet Backstage, greift sich David Gray und lässt ihn eine CD für mich signieren!!!

Ok, der Name ist in der Aufregung etwas angepasst, aber das bin ich! Er meint mich! Und sie erklärt ihm, dass ich eigentlich gestern, in Hamburg, und nun doch nicht und die CD als Trost und er tröstet tatsächlich, he „will be back before long“ und dann bin ich da!

Und wenn Sie gerade einen Moment Zeit haben, gehen Sie doch mal auf die Homepage und dann auf die zweite Seite des Albums links und dann in die letzte Reihe, ab dem zweiten Bild von links. Erkennen Sie sie, meine CD? Und die Bilder danach sind vom Konzert von Frau @LorettaLametta. Hach, was hätte ich ihn so gerne wieder live gesehen, aber er sagte ja, „he’ll be back“ ;-)

Wer David Gray nicht kennt, probiere es doch mal mit

Sail Away

Shine

The One I love

The Other Side

You like? I do.

Außer manchmal zu den schönen Dingen. Wie zu einer Einladung eines zufriedenen Kunden, den ich das Glück habe, zu betreuen.

Letztes Jahr war das Dankeschön für die Leistungen des vergangenen Jahres für seine Mitarbeiter und mich eine Einladung zu einem Museumsbesuch einer Ausstellung (Impressionisten) mit anschließendem Dinner beim hervorragenden Italiener, dieses Jahr gab es als Event vor dem Essen einen Exkurs in das Dialogmuseum.

In Gruppen zu jeweils sechs Leuten übernahm ein blinder bzw. sehbehinderter Guide die Führung durch mehrere Ausstellungsräume der anderen Art, bei 0 Lux Beleuchtungsstärke, mit einem Blindenstock und einer Menge gemischter Gefühle dauerte die Führung durch die Dunkelheit über eine Stunde, die wie im Flug verging. Ebenso, wie man die Atmosphäre und Geräuschkulisse eines Waldes mit Vogelstimmen, Äste knacken und Bachrauschen genoß, verängstigte das Szenario “Stadt”, mit Hupen, Martinshörnern, LKWs, die gefühlt einen Meter an einem vorbeirauschen. Die Aufgabe, eine Straße an der Ampel zu überqueren, war trotz Grün-Audio-Signal ein echter Herztest. Insgesamt neigte man dazu, sehr schnell verunsichert zu werden und zwischendurch gebotene Stille zu genießen.

Aufgefallen ist mir, dass ich, je sicherer ich mit dem Stock umging, umso mehr die Augen einfach geschlossen hielt. Auch, dass ich Stille als zunehmend wohltuend und Sicherheit vermittelnd empfand. Der Weg durch die Räume war derart gestaltet, dass man anfangs noch mehr Möglichkeiten hatte, in der einen Hand den Stock zu halten und sich mit der anderen an einer Wand entlangzutasten. Die Wände wurden weniger, der Bezug zur Stimme des Guides und der der anderen Mitwanderer wurde immer wichtiger. Man half sich untereinander und legte auch anfängliche Berührungsängste ab. Immerhin handelte es sich nicht um enge Freunde oder Bekannte, sondern um Kollegen, die ich kaum kenne.
Zum Schluß gab es die Möglichkeit, dem Guide über das Alltagsleben eines Blinden Fragen zu stellen, da war das vorangegangene Erlebnis natürlich eine hervorragende Grundlage.

Diese Ausstellung, die weltweit tourt, kann ich nur wärmstens empfehlen, bitte folgen Sie dem obengenannten Link, es lohnt sich! Und wenn Sie sich weitergehend informieren wollen, empfehle ich Sie an das Blog http://www.blindpr.wordpress.com von @HeikoKunert weiter, da bekommen Sie qualifizierte Antworten auf Fragen zum Thema.

Und dann gab es Essen. Hier.

Bei der Menüauswahl (es standen je zwei Vor-, Haupt- und Nachspeisen zur Auswahl) waren Dinge dabei, die ich nicht mal dem Namen nach kannte und selbst in der Food-Deko verbargen sich optisch gar wundersame Dinge.
Drum schreibe ich nur, was ich gegessen habe und stelle fest: es war gut. Was immer es war.

Tatar vom Yellow Fin Tuna mit Bottarga, Koriander & langem Pfeffer
***
Zanderfilet mit Kartoffelschuppen auf Champagnerkraut & Krustentierbisque
***
“Delicé von Mango & Vollmilch-Schokolade” Gâteau, Sorbet, paté de fruit et Jus

Abgesehen davon, dass der Museumsbesuch vorher der Teambildung sehr förderlich war, war der anschließende Restaurantbesuch der Motivationsbildung sehr förderlich. In Relation dann wieder geringer finanzieller Einsatz für maximales Ergebnis. So muss das.

Nein, nicht wie Sie vielleicht glauben, das typische Frauenthema. Nein, ein typisches Thema für mich sind die Schuhe fürs Pferd. Das Trauerspiel der letzten beiden Wochen hat ein Ende, er hat jetzt keine Verbände mehr, sondern wieder Eisen. Natürlich erstmal eine Art “Übergangsbeschlag”, denn soviel, wie der Pfuscher verpfuscht hat, kann man mit einer Sitzung überhaupt nicht in Ordnung bringen. Nachdem die Verbände vorne und die Pfuscheisen hinten runter waren, mal für die Themenvertrauteren unter Ihnen eine kurze Schadenszusammenfassung:

Vorne: viel zu viel verbrannt, viel zu viel weggeschnitten (stellen Sie sich vor, Sie schneiden sich die Fingernägel, aber bis rein in die Nagelhaut und kokeln das Ganze dann auch noch an).
Rechts vorne die Hufwand nach innen gezogen (das bedeutet bei einem Pferd, das ohnehin von Natur aus leicht rechts steht, dass er einfach seitlich wegkippt) und der Huf insgesamt länger als der linke, d. h. er läuft jetzt erstmal ungleich.
Die Zehe gewaltsam nach oben gezogen durch Radikalbeschnitt, das Ganze durch ein extrem hochgebogenes Eisen auch noch so fixiert (legen Sie sich im Schuh zwischen die Zehen und die Sohle eine Holzrolle und laufen Sie dann so).
Links vorne von allem ein bißchen, nur die Hufwand nicht ganz so extrem nach innen gezogen.
Auf beiden Hufen extrem trachteneng gestellt (das ist so, als würden Sie mit der Ferse in einem drei Nummern zu kleinen Schuh stecken).
Hinten: auf beiden Seiten eine Art Wellenoptik, keinerlei glatte Auflagefäche, hier eine Wölbung, da ein Tal, so ungefähr, als würden Sie ein Tischbein mit der Nagelschere kürzen und dann erwarten, dass der Tisch gerade steht). Die seitlichen Aufzüge mithilfe eines Hufnagels “festgezurrt”, die restlichen Nägel äußerst verletzungsgefährlich nicht angemessen versenkt.

Selbstverständlich alles fotografisch dokumentiert und glauben Sie mir, DIE Bilder sind SCHARF!

Der “Reha”-Schmied hat sich kaum gewagt, was wegzuraspeln, weil alles zu dicht am Leben ist, wir müssen das langsam angehen, die schlimmsten Verbrechen an den armen Hufen werden beim nächsten Beschlag dann schon recht gut korrigiert werden können, das ist in ca. fünf Wochen.

Aber der Kleine und ich sind beide froh, dass die Schuhe drauf sind, dass es schmerzlos geschah und vor allem, dass er anschließend absolut lahmfrei gehen konnte. Schonung ist weiterhin angesagt, aber das ist ein Meilenstein in der Heilung. Morgen kommt der Tierarzt zur Begutachtung, wenn der sein ok gibt -und davon gehe ich aus- wird das Leben langsam, Schritt für Schritt, wieder normal für ihn. Und mich. Und ich freu mich :-)

Die gute Neuigkeit: der harte Brocken von Pferd hat immens gute Heilqualitäten, der Tierarzt war hochzufrieden heute. Ab morgen treten wir in Phase 2 ein: zunehmende Belastung bei abnehmenden Schmerzmitteln. Werden sehen, wie er damit klarkommt. Werden auch sehen, wie ich mit dem trotz fehlendem Kraftfutter zunehmend bewegungsbedürftigen Pferd klarkomme, ich hoffe, er vergisst über die Begeisterung, dass er ab morgen wieder für 15 Minuten mehr als seine vier Wände und seine Terrasse sieht, nicht seine gute Erziehung.

Danke fürs Daumendrücken, es hat wohl bisher gut geholfen! :-)

Das ist jetzt so ein Artikel, der meine Leser wahrscheinlich eher weniger interessiert (Edit: stimmt gar nicht..), aber ich muss mit meinem Zorn wohin und wo geht das besser als im Blog? Für die weniger Ponyhof-Affinen: einfach ein anderes Mal wiederkommen.

Erzählte ja, dass mein Superschmied, der das Pferd seit über 10 Jahren fantastisch beschlägt und dazu ein lieber Freund ist, wegen Rücken nicht mehr kann. Also habe ich mir einen neuen gesucht. Wenn man allerdings Champions League Schmied gewohnt ist, muss man sich auf Abstriche vorbereiten, aber das, was vorgestern passiert ist, ist kein Abstrich, sondern eine Katastrophe.

Wollte dem Pferd gut und wollte einen “Schneebeschlag”, sogenannte Hufgrips, damit er nicht mehr auf Eisschollen stehen muss, die sich an den Hufeisen bilden. Dieser “Schmied” kam um 17.10 Uhr und brauchte geschlagene drei Stunden, um die Hufe und die Eisen und die Grips zu bearbeiten (normal wären so eineinhalb Stunden, weiß ich jetzt). Ich fand -aus Laiensicht- dass er die Zehe zu kurz geschnitten hat vorne und auch ziemlich lange das Eisen aufgebrannt hat und ich weiss auch nicht, warum ich da nicht vehementeren Einsrpcuh eingelegt habe, aber ich kannte mich mit Hufgrips nicht aus und ging davon aus, das muss vielleicht so kurz was weiß ich.

Das Pferd lief danach etwas unsicher, auch das schrieb ich dem neuen Beschlag zu, das Gummi-Inlay eben etwas ungewohnt. Weggestellt und am nächsten Abend zum Reiten gekommen. Pferd lahmt. Vorne rechts stark, vorne links mittel. Mir dann den Beschlag selbst genauer angesehen und erschrocken. Das war mir am schlecht beleuchteten Vorabend nicht aufgefallen, aber das sah einfach Scheisse aus.
Versucht, den Stümper anzurufen, Mailbox. Beschlossen, dass ich den auch nicht mehr ans Pferd lassen will, einen anderen Schmied (der bekannterweise sehr gut ist) angerufen und gebeten, dass er kommt. Da wir uns ganz gut verstehen, sagte er zu, gestern mittag um 15.00 Uhr mal nachzuschauen. Tat er. Und war schockiert, entsetzt, erschrocken. So eine schlechte Schmiedearbeit hätte er seit langem nicht gesehen. O-Ton: “der hat Dein Pferd regelrecht hingerichtet. Viel zu kurz geschnitten, viel zu viel Horn verbrannt, viel zu eng gestellt, das Hufgrip eine Nummer zu groß reingequetscht – Katastrophe!”

Eisen sofort runtergemacht, hochgradige Lahmheit beidseitig. Tierarzt geholt. Der ebenso entsetzt. Diagnose: Huflederhautentzündung rechts hochgradig, links mittelgradig. Boxenruhe, Angußverbände, entzündungshemmende Spritzen und stehen. Glauben Sie mir, dass ich geheult habe? Vor Schuldbewusstsein, dass ich so einen Stümper an das Pferd gelassen habe? Dass ich nicht gemerkt habe, dass das einfach zuviel war? Dass ich nicht noch viel früher den Tierarzt gerufen habe? Und dass er so unglaublich tapfer war und so gut erzogen, dass er sich nicht mal gewehrt hat, als es beim Beschlagen wehtat? Stellen Sie sich vor, Sie hauen sich mit einem Vorschlaghammer auf die Fingerkuppe und schrauben diese Fingerkuppe dann irgendwo fest. Dieser Schmerz entspricht in etwa dem Schmerz, den das Pferd hat. Ich bin kein Freund von körperlicher Gewalt, aber wäre er mir gestern über den Weg gelaufen, ich schwöre, ich hätte ihn niedergeschlagen, mit seinem Schmiedewerkzeug, bis ihm alles so weh tut wie er dem Pferd wehgetan hat.

Ich habe es dann bei einem Anruf belassen und ihm die Fakten mitgeteilt und dass ich das Gespräch auch sofort beende, weil ich so aufgebracht bin, dass ich alles Weitere nur noch schriftlich regeln werde.

Jetzt ist erstmal eine Weile Tierarzt und Pflege angesagt, bis die Hufe wieder so weit genesen sind, dass ein orthopädischer Beschlag drauf kann. Großartigerweise haben sich sowohl der rückengeschädigte Freund als auch der Schmied, der gestern kurzfristig geholfen hat, bereiterklärt, wenn es soweit sei, das zu übernehmen.

Soll heißen, jetzt kümmere ich mich erstmal darum, dass das Pferd wieder gesund wird und dann nehme ich mir den Schmied vor. Und ich werde dafür sorgen, dass dieser Pfuscher an kein Pferd mehr kommt, jedenfalls nicht hier in der Gegend. Versprochen.

besser gesagt,  jetzt wieder. Ich bin selbst eben entsetzt gewesen, dass ich das letzte Mal am 12.1. was geblogged habe, defintiv die längste blogfreie Zeit bisher. Aber: es hat mir gefehlt!

Was in der Zwischenzeit passiert ist, habe ich größtenteils vergessen, also wäre es wohl auch für Sie nicht interessant gewesen. Meinen zeitweisen Untermieter, der beschlossen hat, sich es zwischen Wohnungswand und Dach gemütlich zu machen, leider aber eine völlig andere Zeiteinteilung hatte als ich (nachtaktiv, zwischen 00.00 und 03.00 Uhr), bin ich mit Hilfe der mir bereits als wirkungsvoll bekannten Schädlingsbekämpfungsfirma losgeworden. Herr Marder kam nach dem Einsprühen seiner “Wohnung” nur noch ein einziges Mal und hat offenbar beschlossen, auszuziehen. Noch lebend.
Da eine Nachbarin vom Haus gegenüber neuerdings über Marderfressspuren unter ihrer Motorhaube klagt, hat er wohl bei immonet ein neues Domizil gefunden. Da hat ers auch schön warm.

Dann war ich in Hamburg, das erste Heimspiel der Saison und was hab ich gefroren! Was war das so kalt! Einzelheiten “drüben”.

Und gestern hatte ich ein kurzes Interview im Internet-Radio. Zum Magischen FC Sankt Pauli. Ich und Radio. Das ist wie ich und Podcast. Oder Karaoke. Welcher Teufel mich da geritten hat, zuzusagen bei der Anfrage – ich weiß es nicht. Dazu hier “drüben” mehr.

Dann bin ich mit dem Auto in den Graben gerutscht. Die Tatsache, dass man meint, auf einem betonierten Feldweg mitten im Taunus aufgrund des geländetauglichen Autos den schlecht ausgerüsteten entgegenkommenden PKWs seitlich ausweichen zu müssen, aber vergisst, dass genau eben dort, wo der viele Schnee liegt, noch vor kurzem dieser Graben war, sieht das etwa so aus

#autschn :) on Twitpic click to vergrößer

Danke einem überaus charmanten Trekkerfahrer konnte die Situation entschärft werden. Wir werden wohl darauf einen ländlichen Cocktail nehmen beizeiten.

Auf der Ponderosa liegen nicht nur gefühlt Tonnen von Schnee. Meine Kolleginnen brauchten Bildbeweise, um zu glauben, dass nur 7 km vom Autobahnkreuz Wiesbaden (alles frei) da oben die “Weiße Hölle” ist. Gestern hat der Klepper dann auch Winterreifen bekommen. Natürlich taut es seit heute Nacht. Aber bis diese Mengen da oben abgetaut sind, schaden die Snow Grips nicht. Der Gute ist eh auf Zinne irgendwie, unausgelastet, durch die Unwetter zwei Tage Boxenhaft – explosive Mischung. Ach ja, der neue Schmied. Ist ja ein netter Kerl und seine Arbeit ist auch ok (der Traumschmied hat ja Rücken und fällt auf unbestimmte Zeit aus), aber nach drei (!) Stunden gestern abend am Rande des Schneesturms habe ich selbst die Stümpfe, an denen meine Füße früher mal waren, nicht mehr gespürt. Man soll meinen, bei der Beschlagdauer nimmt er keine Raspel, sondern beisst das Horn ab und erhitzt die Esse noch mit dem Blasebalg, aber nein. Ganz normal. Er braucht halt nur seine Zeit.

Dann hab ich zwischenzeitlich -weil man da nicht nachdenken muss und das war die letzten drei Wochen außerhalb des Büros genau mein Begehr- exzessiv Farmville gespielt und auf Facebook rumgedaddelt. Zumindest fällt mir jetzt auf Anfrage ein Synonym für Zeitverschwendung ein. Aber irgendwie auch unterhaltsam. Doch der Reiz ist jetzt weg. Und ein Gesichtsbücherwurm wird aus mir auch nicht. Und nein, ich verkette nicht mein Blog mit Facebook und Facebook mit Twitter und Twitter mit der Hölle. Es bleibt alles, wie es ist.

Ach, und ein “BCP” (Buchcarepaket) vom Herrn @ol_sen ist angekommen, vielen Dank, das kam zur richtigen Zeit, mir ging justamente der Lesestoff aus. Leeren Sie Ihren Briefkasten, Nachschub ist quasi schon auf dem Weg!

Und dann war da noch die Frau Jinx, die genial strickende Anarchistin, deren Blog ich bewichteln durfte und wie das so ist, man kommt ins Gespräch und dank eines Tickets für ein St. Pauli-Spiel am Millerntor meiner charmanten Überredungsgabe hat sie, die sonst nie “Auftragsarbeiten” übernimmt, mir den absolut grandiosesten, unikatesten und großartigsten Fanschal EVER gestrickt! Aber sehen Sie doch einfach selbst hier!

Frau Jinx, das ist der helle Wahnsinn und ich werde Sie mit Dank-Astra oder alternativ Kalte M anderen St. Pauli-typischen Softdrinks zuschütten am 28.2.

Apropos 28.2.: am 27.2. ist das alljährliche Anstehen am Millerntor für die Südkurven-Saisonkarten. Der Herr @Curi0us und ich haben uns da was ganz Besonderes für die Rubrik Entertainment unserer Bezugsgruppe einfallen lassen, um das etwas… kurzweiliger zu gestalten. Wait and see. :-)

Und dann las ich gestern bei Facebook von Frau Elke, die meinte, ich solle lieber wieder bloggen. Und Recht hat sie!

Muß auch mal sein. Machen Sie sich keine Sorgen -wenn überhaupt- alles ist gut. Nur des Guten vielleicht auch mal zuviel. Bis die Tage!

Ich habe gerade eineinhalb Stunden meiner Lebenszeit sinnvoll investiert. Indem ich jemandem zugehört habe. Wie man das als Freund macht. Mit emotionalem Abstand zum Thema, aber nicht zum Themeninhaber. Wo es möglich ist, eine Problematik relativ frei von störenden Gefühlen zu analysieren, weil man nicht selbst betroffen ist. Wie eine wissenschaftliche Untersuchung, die einem erlaubt, aus Distanz Nähe herzustellen und umgekehrt. Und es so oft schafft, dem Betroffenen andere Perspektiven zu vermitteln oder aus einer Gedankenschleife rauszuhebeln.

Wenn man im Anschluss das Gefühl hat, dem “Erzähler” auch nur ein kleines bißchen weitergeholfen zu haben auf dem Weg, die eigenen Gedanken neu zu sortieren und vielleicht manches etwas klarer oder einfach von einem anderen Standpunkt zu sehen, ist das gut. Und keine Verschwendung von Lebenszeit. Sondern eine Investition. Nämlich selbst zum Erzähler werden zu können, wenn es mal von Nöten ist. Ein Erzähl-Sparbuch im besten Fall.

Letztendlich kann man nur Ratschläge geben, die aus eigenen Erfahrungen resultieren. Was derjenige dann damit anfängt, ist wieder ganz seine Sache. Das ist wie jemandem Werkzeug in die Hand drücken und zuschauen, was er damit baut. Das Werkstück sieht vielleicht dann ganz anders aus, wenn es fertig ist, das sind dann eben die individuellen Stempel, die der mit dem Werkzeug dem Material dann aufdrückt. Wichtig ist, dass er mit dem Ergebnis zufrieden ist, so wie es ist. Wie er es dann selbst hergestellt hat. Jeder ist seines Glückes Schmied, das ist was fürs Phrasenschwein, aber eben sehr wahr. Seit Jahrhunderten schon. Es ist immer leicht, die Verantwortung auf andere abzuwälzen, aber nichts ist schwerer, als die Verantwortung für sich selbst zu übernehmen. Mit allen Konsequenzen. Sehen, wo die Stärken sind und die Schwächen akzeptieren, wenn man sie nicht beseitigen kann. Aber erst, nachdem man es versucht hat. An manchen Schwächen arbeitet man sein Leben lang, mit wechselndem Erfolg. Und zieht daraus neue Erfahrungen. Gut so. Ich bin für manche schlechte Erfahrung im Nachhinein dankbar, weil sie mir wertvolle Erkenntnisse gebracht hat. Und wenn es nur die Erkenntnis war, dass ich so was nie wieder will und dann wusste, wie ich es vermeiden kann.

Es gab Zeiten und damit auch Menschen in meinem Leben, die mir sehr geholfen haben. Durch das, was sie sagten. Weil ich es immer ernst genommen habe. Immer versucht habe, das für mich Anwendbare rauszufiltern. Und irgendwas war immer dabei. Sie hatten, wie ich heute, das Glück, es als Aussenstehende zu betrachten und konnten mich so “umleiten”. Also ich mich dann selbst. Und neue Wege zu beschreiten ist auf jeden Fall besser als immer im Kreis zu laufen. Obwohl man sich im Kreis sehr gut auskennt.

Wissen Sie, wovon ich rede? Macht nichts, ich bin einfach so ins Erzählen gekommen. Kann ich aber. Hier. Und auch diese Freiheit schätze ich. Und ich glaube, Sie wissen auch, wovon ich rede. Been there, richtig? Auf jeden Fall waren diese eineinhalb Stunden gute Lebenszeit. Mir geht es auch besser als noch eineinhalb Stunden vorher. Weil ich das Gefühl habe, dass diese Zeit gut investiert ist. Ich kann mich täuschen, aber ich glaube nicht. Und wenn doch, ist das wieder eine neue Erfahrung. Für mich dann. Also gewinne ich so oder so. Jetzt und dann.

Ach ja: schönes Wochenende. Auch und gerade für alle, die jetzt in Aufbruchstimmung sind. Es wird sicher eine spannende Erfahrung. Und auf jeden Fall besser als noch vorhin.

Letztes Jahr eher provinziell, dieses Jahr war eindeutig mehr Böller. Und Raketen. Und Champagner. Und mit bestem Ausblick über das Feuerwerk am Hamburger Hafen.

Dazu gab es noch eine kostenlose Vorführung einer silvesterlich entzündeten Straßenblockade auf der Hafenstraße und selbst die verwegensten Autofahrer entschlossen sich doch, lieber umzudrehen. Die Polizei ließ sich zunächst nicht blicken, was ich für eine grundsätzlich gute Entscheidung hielt. Und so brannte das Schwarzer-Block-Silvesterfeuer, genährt von größeren Sperrmüllstücken, munter vor sich hin. Oh, lodernd Feuer, hätte Ustinov auf der Leier gespielt. Ich glaube, die Feuerverursacher hätten gern ein bißchen Randale mit Team Blue zu Silvester gehabt, die Enttäuschung dürfte schon mittel bis groß gewesen sein, als keiner von den “Offiziellen” so wirklich teilnehmen wollte. Es gab bloß oben und unten dann schließlich eine Absperrung, aber eingeschritten ist Team Blue dann bloß mit einer Mannschaftswagenstärke, die ganz hinterhältig zu Fuß irgendwo aus den Rabatten erschien und die Versammlung an der offenen Feuerstelle schnell auflöste. Feuerwehr mit kurzem Löscheinsatz, dann wars das. Wirklich spektakulär war es nicht und ich habe beinah die sehnsüchtigen Gesänge “Wir woll´n die Bullen sehn, wir woll´n die Bullen sehen” vor meinem geistigen Ohr gehört. War wohl so in etwa wie die zweite Schanzendemo, bei der man sich auch nicht so ernst genommen gefühlt hat wegen mangelnder Polizeipräsenz.

Das Hamburger Abendblatt macht da natürlich ein Riesenbohei mit 500 Leuten draus, das scheint mir allerdings etwas übertrieben. Der zum Hafen entsandte Fotograf dürfte froh gewesen sein, dass überhaupt etwas Ablichtbares vorgefallen ist, aber selbst er konnte das per Bild nicht mehr hochdramatisieren. Diese Nachtschicht war eindeutig für die Tonne.

Leider war das nur ein kurzer Besuch, morgen muss ich arbeiten und da wäre ja auch der Keksverächter zu betreuen, aber schön wars. Richtig schön. So alles.

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